„Unsere Jugendstil-Villa ist einzigartig“

Von der Nordsee bis zu den Alpen - in unseren Hotels und Ferienwohnungen ist das Motto: ankommen, wohlfühlen und genießen. Unsere Hotel- und Fewo-Leiter stellen Ihnen in unserer Interview-Reihe…

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„Unsere Jugendstil-Villa ist einzigartig“

2018-07-06

Von der Nordsee bis zu den Alpen - in unseren Hotels und Ferienwohnungen ist das Motto: ankommen, wohlfühlen und genießen. Unsere Hotel- und Fewo-Leiter stellen Ihnen in unserer Interview-Reihe Ihr nächstes Urlaubsziel vor.

Antje Simon ist Hotelleiterin im BSW-Hotel Villa Dürkopp in Bad Salzuflen. Im Interview verrät sie uns: „Unsere Jugendstil-Villa ist einzigartig“.

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Hotelleiterin Antje Simon

1. Für wen eignet sich das Hotel Villa Dürkopp besonders gut?

Wenn Sie ein paar Tage ausspannen oder einen längeren Urlaub aktiv gestalten möchten, sind Sie bei uns genau richtig.
Zum 100. Jubiläum wurden die Villa und zwei weitere Gebäude des Hotels grundlegend und nach neustem Standard saniert. Unsere 65 Zimmer sind modern und komfortabel eingerichtet, im Hotel Villa Dürkopp vereinen sich Tradition, Eleganz und Moderne.
Für Ihre Tagungen ermöglichen drei klimatisierte Konferenzräume kreatives Arbeiten in ruhiger, entspannter Atmosphäre. Die Räume können miteinander verbunden werden und bieten so Platz für bis zu 150 Personen.
Ihr Entspannungs- oder Wellnessurlaub wird durch die hauseigene Sauna, den Fitnessraum, das Kosmetikstudio und die physiotherapeutische Abteilung abgerundet.
In unserer Bar können Sie den Tag bei einem Cocktail oder einem frisch gezapften regionalen Bier ausklingen lassen.

2. Was macht das Hotel einzigartig?

Einzigartig ist unsere Jugendstil-Villa, die seit 1983 unter Denkmalschutz steht. Im Restaurant lässt sich erahnen wie stilvoll vor 100 Jahren gespeist wurde. In hohen Räumen mit Kronleuchtern und bunt ornamentierten Fenstern bietet Ihnen das Restaurant ein einzigartiges Flair.

3. Warum ist Ihre Urlaubsregion unbedingt eine Reise wert?

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Gradierwerk in Bad Salzuflen

Bad Salzuflen feiert in diesem Jahr das 200-jährige Bestehen des fürstlichen Solebades. 600.000 Liter Sole rieseln täglich über die imposanten Gradierwerke und schaffen ein Mikroklima, das Besucher wie eine frische Meeresbrise erleben. Neben Sole und Naturfango haben Bewegungstherapien, Ernährungsprogramme und Entspannungsmethoden in der Stadt einen hohen Stellenwert.
Das Hermannsdenkmal im Teutoburger Wald ist das Wahrzeichen Lippes, die Dichte an Sehenswürdigkeiten in der Region ist einzigartig. Es gibt Museen, Burgen, Schlösser und Naturdenkmäler, wie die Externsteine. Kunstvoll verzierte Giebel prägen Orte wie Bad Salzuflen, Detmold und auch Lemgo.
Die Stadt Detmold ist 2018 Gastgeber des Deutschen Wandertages, viele neue Rundwanderwege erwarten Sie. Fahrradtouren, der Kletterpark am Hermannsdenkmal oder Rudern auf der Werre sind Möglichkeiten Ihren Aufenthalt aktiv zu gestalten.

Kommentare

Dotter Gabriele schrieb am 11.07.2018

Unser Hotel und auch der Kurort ist eine Reise wert. Kann ich nur empfehlen!

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„Ich lerne gerne interessante Leute kennen“

Guido Zurbel, Kundenbetreuer im Nahverkehr (KiN) bei DB Regio, im Gespräch mit der Stiftungsfamilie BSW & EWH. „Da bleibt kaum Zeit für ein Schwätzchen.“ Manchmal sitzt…

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„Ich lerne gerne interessante Leute kennen“

2018-07-06

Guido Zurbel, Kundenbetreuer im Nahverkehr (KiN) bei DB Regio, im Gespräch mit der Stiftungsfamilie BSW & EWH.

„Da bleibt kaum Zeit für ein Schwätzchen.“
Manchmal sitzt man als Reisender im Zug und kann gar nicht schnell genug ankommen. Manchmal kommt man ins Plaudern mit anderen Fahrgästen, und die Reise könnte noch ein bisschen länger dauern. Und ganz selten hat man die Gelegenheit, mit Zugbegleitern bzw. Kundenbetreuern ins Gespräch zu kommen, denn diese haben viel zu tun – während man selbst in Ruhe am Laptop sitzt, eine Zeitung durchblättert
oder ein wenig die Augen ausruht. Und wenn es denn doch einmal gelingt, sind Unterbrechungen programmiert: „Ein typischer Arbeitstag sieht bei mir so aus“, erklärt Guido Zurbel, „dass ich zum Dienstbeginn in der Dienststelle kurze Infos einhole: Gibt es neue Weisungen oder sonstige Schichtinfos? Dann gehe ich zum Zug, melde mich beim Triebfahrzeugführer, betreue bzw. kontrolliere die Reisenden nach der Abfahrt bis zur Endstation und informiere sie zwischenzeitlich gegebenenfalls über Änderungen im Ablauf. Da bleibt kaum Zeit für ein Schwätzchen“, lacht er.

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Guido Zurbel

„Ich lerne gerne interessante Leute kennen.“
Dabei ist dem 48-Jährigen der Austausch sehr wichtig: „Das Kennenlernen von interessanten Fahrgästen und die Kommunikation mit ihnen macht meinen Job aus, finde ich. Es gibt nicht viele Berufe, in denen man mit den verschiedensten Menschen in Kontakt kommt und Einblicke in deren Leben erhält. Wenn man dazu noch neugierig ist, erfährt man doch so Einiges.“ Neben Neugier zeichnet Guido Zurbel auch ein gutes Stück Wissbegier aus. So hat er in den knapp 30 Jahren, die der gebürtige Wittenberger (Land Brandenburg) nun schon bei der Bahn ist, viel gemacht. „Ich war damals Facharbeiter für Postverkehr und kam durch einen Bekannten zur Reichsbahn. 1989 fing ich als Hemmschuhleger/Rangierer an, dann habe ich als Zugschaffner gearbeitet und etwas später dann als Zugführer. 2011 konnte ich ein Praktikum im Lager/Werkstatt Braunschweig in der Materialwirtschaft absolvieren“, erinnert sich der heutige Kundenbetreuer, der seit Einführung der KiN-Gruppen im Nahverkehr eingesetzt ist. „Ich mag das eigenständige Arbeiten, und das kann ich beruflich ganz gut ausleben.“

„Ich eröffne mir gerne neue Horizonte.“
Zwischenzeitlich hat sich Guido Zurbel stetig in den verschiedensten Bereichen weitergebildet: So ist er staatlich geprüfter Logistiker, hat die Berufs- und arbeitspädagogische Eignung, ist im Logistikmanagement geschult, kennt sich im Bestellanforderungsprogramm (BANF) der SAP Materialwirtschaft bestens aus und hat auch schon Arbeitsrechtseminare belegt. „Ich eröffne mir gerne neue Horizonte. Man weiß ja nie, wofür es noch gut sein könnte“, erzählt er, und man gewinnt den Eindruck, dass es das an Weiterbildung noch lange nicht gewesen ist. So umtriebig Guido Zurbel in punkto Wissen ist, so geerdet und heimatverbunden ist er örtlich. „Ich wohne eher ländlich bei Kreiensen und mag es dort sehr. Hier kann ich meine beiden Hobbys, Angeln und Motorrad fahren, gleichermaßen ausleben. Ansonsten bin ich auch nach wie vor gerne in meiner
ursprünglichen Heimat. Ich bin immer wieder beeindruckt von der Elblandschaft dort und von der Mecklenburgischen Seenplatte, wo ich meist Urlaub mache.“

„Sozial handeln und nicht nur schwätzen."
Im Zug von Bad Harzburg nach Kreiensen (übrigens ganz in der Nähe vom BSW-Wald- und Sporthotel Festenburg im heilklimatischen Kur- und Wintersportort Clausthal-Zellerfeld) passierte es dann, dass wir mit dem sympathischen 48-Jährigen ins Plaudern kamen – natürlich auch über die Stiftungsfamilie BSW & EWH. „Das erste Mal von der Stiftungsfamilie gehört habe ich Mitte der 1990er Jahre, als ich von Brandenburg nach Niedersachsen ging. Ich finde gut, dass man hier etwas Absicherung bekommt, wenn es mal nötig ist. Ich persönlich war noch nicht in der Situation, aber man steckt ja nie drin. Und außerdem geht es ja darum, dass wir uns gegenseitig helfen. BSW und EWH handeln sozial und schwätzen nicht nur. Schließlich sollte man auch mal geben und nicht nur nehmen“, sagt Guido Zurbel mit Nachdruck. „Außerdem glaube ich, dass man nur dann, wenn man nicht nur an sich selbst denkt, zufrieden sein kann. Und ich persönlich wünsche mir, dass ich nach einem langen glücklichen Leben mit einem Grinsen im Gesicht abtrete in dem Bewusstsein, alles richtig gemacht zu haben ... Dat wär‘ ‘ne feine Sache!“

„Eine heilende Pille.“
So verwundert es nicht, wenn man hört, was sich der Kundenbetreuer noch wünscht. „Na ja, wenn ich drei Wünsche frei hätte, dann wäre der erste Wohlstand und Frieden für alle Menschen; außerdem, dass Arbeitsbedingungen und -umfeld sowie die Gehälter bei der Bahn so gestaltet werden, dass jeder Mitarbeiter aus tiefster Überzeugung sagt: ‚DB AG – bestes und beliebtestes Unternehmen aller Zeiten!‘, lacht Guido Zurbel. „Und dann möchte ich noch eine günstig herzustellende Pille erfinden, die rundum glücklich macht und alle Krankheiten ohne Nebenwirkungen heilt.“

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Zwei starke Stiftungen: STIFTUNGSFAMILIE BSW & EWH

Familie bedeutet Zusammenhalt, sie steht für Verständnis und gegenseitige Unterstützung. Alle stehen füreinander ein und gehen gemeinsam durch gute und weniger gute Tage. Genauso…

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Zwei starke Stiftungen: STIFTUNGSFAMILIE BSW & EWH

2018-07-01

Familie bedeutet Zusammenhalt, sie steht für Verständnis und gegenseitige Unterstützung. Alle stehen füreinander ein und gehen gemeinsam durch gute und weniger gute Tage. Genauso ist auch die STIFTUNGSFAMILIE BSW & EWH immer für Sie da!

Die STIFTUNGSFAMILIE BSW & EWH ist der starke soziale Partner an Ihrer Seite. Unter einem Dach bündelt sie ab sofort die sozialen Leistungen beider Stiftungen – und Sie persönlich unterstützen dies! Heute stellen wir Ihnen unsere neue Dachmarke vor.
Seien Sie gespannt auf viele neue Angebote und entdecken Sie unsere bewährten Leistungen neu.

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Ein neues Logo – und weit mehr als das
Unter dem neuen Logo rücken die weiterhin eigenständigen Stiftungen enger zusammen. Es symbolisiert die Menschen, die bei der Arbeit der Stiftungen im Mittelpunkt stehen – es geht um Sie und Ihre Bedürfnisse. Alle Leistungen und Angebote ergänzen sich harmonisch, um Sie und Ihre Familie optimal zu unterstützen.

Vom Baby bis ins hohe Alter
Was immer auch geschieht: Auf die STIFTUNGSFAMILIE BSW & EWH können Sie sich verlassen. Viele neue Leistungen sorgen für gezielte Entlastung und konkrete Hilfe, und zwar für Menschen aller Altersstufen – vom Windelabo über Familienwandertage bis hin zu Alltagshilfen und -helfern für ältere Menschen. Natürlich sind bewährte und beliebte Leistungen wie Reise- und Freizeitangebote auch weiterhin im Portfolio.

Miteinander – Füreinander
Gemeinsam mit mehr als einer viertel Million Menschen bilden Sie die STIFTUNGSFAMILIE BSW & EWH. In guter solidarischer Tradition sind Sie es, die das umfangreiche Angebot an Unterstützungsleistungen mit Ihrem monatlichen Beitrag ermöglichen. Sie alle stehen miteinander füreinander ein.

Danke Ihnen für Ihre Unterstützung und herzlich willkommen auf dem weiteren gemeinsamen Weg als Stiftungsfamilie.

Praktische Informationen
Neue Internet-Adresse
Aktuelle Nachrichten, Angebote und Informationen finden Sie ab sofort im neuen Design unter der Internet-Adresse: www.stiftungsfamilie.de
Neue E-Mail-Adressen
Unsere Hotels, Ferienwohnungen, Servicebüros, das Servicezentrum und alle Mitarbeiter erreichen Sie künftig per E-Mail mit der Endung „@stiftungsfamilie.de“.
Die bisherigen Website- und E-Mail-Adressen sind übergangsweise weiterhin erreichbar und werden umgeleitet.

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"Schon immer fühlten sich unsere Gäste wie zu Hause."

Von der Nordsee bis zu den Alpen - in unseren Hotels und Ferienwohnungen ist das Motto: ankommen, wohlfühlen und genießen. Unsere Hotel- und Fewo-Leiter stellen Ihnen in unserer Interview-Reihe…

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"Schon immer fühlten sich unsere Gäste wie zu Hause."

2018-06-20

Von der Nordsee bis zu den Alpen - in unseren Hotels und Ferienwohnungen ist das Motto: ankommen, wohlfühlen und genießen. Unsere Hotel- und Fewo-Leiter stellen Ihnen in unserer Interview-Reihe Ihr nächstes Urlaubsziel vor.

Horst Linnemeyer ist Hotelleiter im BSW-Hotel Lindenbach in Bad Ems. Im Interview verrät er uns: „Schon immer fühlten sich unsere Gäste bei uns wie zu Hause“.

Für wen eignet sich das Ferienhotel Lindenbach besonders gut?

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Das Hotel liegt im historischen Bad Ems, das eine Fülle an Sehenswürdigkeiten bietet und sich als Reiseziel für Ruhesuchende, Kulturinteressierte, aber auch für Wanderer und Weltenbummler eignet. Aktivurlauber schätzen die Lage besonders aufgrund der facettenreichen Gegend rund um die Lahn. Auch Radfahrer und Mountainbiker kommen auf ihre Kosten, der Lahn-Radweg, der Rhein-Radweg und auch der örtliche Mountainbike-Parcours erfreuen sich großer Beliebtheit. Zudem ist die Lahn ein wahres Paradies für Kanu-, Kajak- und Bootstouren.
Spaß und Erholung ermöglichen unter anderem das Freibad Oberlahnstein mit Blick auf das Schloss Stolzenfels, das Freizeitbad Tauris wie auch die Emser Therme, oder man entspannt sich einfach nur in einer Sommerliege im hauseigenen Biergarten.

Was macht das Hotel einzigartig?

Die familiäre Atmosphäre, die einzigartigen Mitarbeiter und natürlich die Lage, eingebettet in die wunderschöne Natur des Lahntals. Durch die Hanglage direkt am Waldrand kann man vom Biergarten den Ausblick in die Natur genießen.

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Einzigartig ist auch die Historie des Hauses Lindenbach: Bereits im Jahre 1925 erwarb der Bezirksverband der Eisenbahnvereine im Reichsdirektionsbezirk Frankfurt am Main das damalige „Erholungsheim Lindenbach“. Die Finanzierung erfolgte damals über den Verkauf von Bausteinen in den Eisenbahner-Ortsvereinen. Schon immer fühlten sich unsere Gäste wie zu Hause, fanden die notwendige Erholung und konnten gestärkt in den Alltag zurückkehren.

Warum ist Ihre Urlaubsregion unbedingt eine Reise wert?

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Bad Ems

In nur wenigen Ferienregionen kann der Urlauber so viele Highlights erleben und so einfach erreichen wie im Freizeitparadies Rhein-Lahn-Kreis.
Das in der Nähe gelegene obere Mittelrheintal, das 2002 in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen wurde, bietet neben der fantastischen Rheinkulisse und der höchsten Burgendichte Europas Freizeit- und Erholungsspaß vom Feinsten.
Die jährlichen Highlights „Rhein in Flammen“ oder auch der Blumenkorso in Bad Ems, Deutschlands größte rollende Blumenschau, ziehen immer wieder tausende Touristen in die Region.

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"Einfach ein Ort zum Wohlfühlen"

Von der Nordsee bis zu den Alpen - in unseren Hotels und Ferienwohnungen ist das Motto: ankommen, wohlfühlen und genießen. Unsere Hotel- und Fewo-Leiter stellen Ihnen in unserer Interview-Reihe…

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"Einfach ein Ort zum Wohlfühlen"

2018-06-06

Von der Nordsee bis zu den Alpen - in unseren Hotels und Ferienwohnungen ist das Motto: ankommen, wohlfühlen und genießen. Unsere Hotel- und Fewo-Leiter stellen Ihnen in unserer Interview-Reihe Ihr nächstes Urlaubsziel vor.

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Renate Wahnschaff

Renate Wahnschaff ist Hotelleiterin im BSW-Inselhotel Rote Erde auf Borkum. Im Interview verrät sie uns: „Das Hotel ist einfach ein Ort zum Wohlfühlen“.

Für welche Zielgruppen eignet sich das Inselhotel Rote Erde besonders gut?

Im Hotel und auf der Insel Borkum finden Gäste jeden Alters eine Vielzahl an Unternehmungsmöglichkeiten.
Besonders Allergiker können einfach mal durchatmen, denn das Hotel und die Insel wurden 2013 durch die Europäische Stiftung für Allergieforschung (ECARF) zertifiziert. Borkum ist eine weitgehend autofreie Insel, die Luft ist sehr rein, nahezu pollenfrei und außerdem jodhaltig – gute Gründe für jeden, auf der großartigen Nordseeinsel eine Auszeit vom Alltag zu nehmen.

Was macht das Hotel einzigartig?

Vor allem unsere freundlichen und kompetenten Mitarbeiter, die Ihnen jederzeit zur Seite stehen und Sie gerne bei allen organisatorischen Fragen unterstützen. Außerdem die sehr zentrale Lage, direkt am neuen Leuchtturm und nur wenige Gehminuten vom Strand entfernt. Das Hotel verfügt darüber hinaus über sehr schöne, moderne und helle Zimmer. Einfach ein Ort zum Wohlfühlen.

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Warum ist Ihre Urlaubsregion unbedingt eine Reise wert?

Zwischen Borkum und der Küste liegt das seit 2009 als UNESCO Weltnaturerbe ausgezeichnete Wattenmeer, das gekennzeichnet ist von den Naturkräften, die hier walten. Hier kann man auf einzigartige Weise beobachten, wie sich Pflanzen und Tiere an ständig wechselnde Bedingungen anpassen, das Wattenmeer bietet die verschiedensten Lebensräume für zahlreiche Tier-und Pflanzenarten.
Die Insel Borkum ist reich an Traditionen und Bräuchen, die Insulaner halten ihr Kulturgut aufrecht und leben ihre Geschichte.
Dank der Nähe der Insel zum Golfstrom herrschen auf Borkum ganzjährig gemäßigte Temperaturen, das Hochseeklima ist besonders für Allergiker ideal. Mit durchschnittlich 2.000 Sonnenstunden im Jahr zählt das durch das Europäische Prüfinstitut Wellness & Spa e.V. zertifizierte Thalasso-Nordseeheilbad zu den sonnigsten Orten in Deutschland. Urlauber haben also gute Chancen, den rund 26 Kilometer langen, feinen Sandstrand oder eine der zahlreichen Wanderungen bei schönem Wetter zu genießen.

Kommentare

Renate Wahnschaff schrieb am 16.06.2018

Vielen Dank für Ihre netten Worte zu unserem BSW-Inselhotel Rote Erde.
Auch vielen Dank für die kritischen Anmerkungen. Dies nehmen wir sehr ernst und zum Anlass, uns zu überprüfen und zu verbessern.
Renate Wahnschaff
Hotelleitung

Norbert Gadatsch schrieb am 15.06.2018

Meine Frau und ich kommen schon seit Jahren ins Inselhotel. Wir haben nur positive Erfahrungen gemacht und freuen uns auf September, wo wir wieder auf die Insel kommen.

Jakobs Hildegard schrieb am 15.06.2018

Liebe Hotelleiterin,
liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

2016 und 2017 war ich Gast in der Roten Erde und bin begeistert von allen, die dort ihre Arbeit zum Wohl der Gäste tun.
Ich liebe das Zusammensein mit Menschen aller Altersklassen. Familien mit Kindern sowie ältere Menschen - so habe ich es erlebt - genießen ihre Ferien in diesem Haus nahe am Meer.
Reichhaltig Essensangebote tun ihr Mögliches dazu.
Leider ist es mir in diesem Sommer nicht möglich, nach Borkum zu kommen. Freue mich aber auf 2019.

Herzliche Grüße von der Mosel nach Borkum
Hildegard Jakobs

Noll Helmut schrieb am 15.06.2018

Wir haben uns für Silvester beim BSW für Inselhotel Rote Erde angemeldet , aber noch keine Zusage LG Helmut und Käthe Noll

Franz Linnerer schrieb am 07.06.2018

Einen Gruß von mir aus dem Süden von Deutschland an den Norden.
Ich sage nur super habe mich sehr wohlgefühlt in Ihrem Hause, bei mir hat alles gepasst vom Personal über Zimmer und der Gegend alles perfekt weiter so und alles gute für euch.
Gruß Franz

Jürgen Böse schrieb am 07.06.2018

Ich habe leider 2009 und 2011 im Hotel Rote Erde negative Erfahrungen gemacht und das von der Hotelleitung bis hin zur Verpflegung. Besonders der Koch war damals unterirdisch. Schade eigentlich den die Insel und das Hotel an sich sind prima.

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Liebe allein genügt nicht

Liebe allein genügt nicht – Vortragsreihe "Projekt Leben" Konsequent handeln Am 29. Mai 2018 begann die Vortragsreihe „Projekt Leben” mit dem ersten von insgesamt…

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Liebe allein genügt nicht

2018-05-30

Liebe allein genügt nicht – Vortragsreihe "Projekt Leben"

Konsequent handeln

Am 29. Mai 2018 begann die Vortragsreihe „Projekt Leben” mit dem ersten von insgesamt vier Vorträgen, die jeweils an den drei Standorten Frankfurt am Main, Berlin und München stattfinden. Die Reihe wird gemeinsam von den Stiftungen BSW und EWH sowie von der BAHN-BKK organisiert.

Im ersten Vortrag, „Liebe allein genügt nicht – Klarheit, Grenzen, Konsequenzen”, widmete sich Referent Achim Schad dem Thema Erziehung. Der diplomierte Sozialpädagoge war bis 2006 als Fachbereichsleiter in der städtischen Familienbildungsstätte Wuppertal tätig. Er leitet seit über 20 Jahren Elternseminare und Fortbildungen für Fachkräfte. Mit seiner kompetenten, eloquenten und sympathischen Art holte er die Zuhörer von der ersten Minute seines Vortrags an ab (Infos zu Achim Schad: www.achim-schad.de).

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Referent Achim Schad

Achim Schad erklärte den fast 60 Besuchern die heutige Rolle von Eltern in einem Familiensystem und deren veränderte Beziehung zu ihren Kindern. Im Durchschnitt bekommen Paare immer weniger Kinder, jedes Kind nimmt deshalb eine größere Rolle in der Familie ein und erhält dadurch meist mehr Aufmerksamkeit. Eltern sind heute anspruchsvoller in Erziehungsfragen und haben oft das Gefühl, auf die Bedürfnisse der Kinder sofort eingehen zu müssen. „Kinder sind auf der Beziehungsebene die intelligentesten Familienmitglieder“, so Schad. Er rät zu mehr Gelassenheit; Kinder müssen lernen, Aufgaben zu bewältigen und sich ihrer Umgebung anzupassen – nicht umgekehrt.

Er betont, wie wichtig es ist, sich öfter zu fragen: Was möchte mein Kind mit seinem Verhalten gerade erreichen? Man sollte nicht mit Wut auf Wut reagieren und Kinder alters- und entwicklungsgemäß behandeln. Sein Tipp: Nicht diskutieren, sondern ausschließlich kommentieren. Ein wichtiger Punkt in der Erziehung ist außerdem, konsequent zu handeln. Die Unterscheidung zwischen Drohung und Konsequenz ist oft sehr schwierig. Schad rät dazu, Strafen nicht nur anzudrohen, sondern konsequent umzusetzen.

Wer in Frankfurt nicht dabei sein konnte, hat die Möglichkeit, dies am 5. Juni in Berlin oder am 15. Juni in München nachzuholen.

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„Chance plus-Teilnehmer“ im Gespräch mit Integration Schiene

Mit dabei: Arash Z., Abdul Y., Said M. Integration Schiene: Schön, dass Ihr uns ein wenig über Euch berichten wollt. Ihr macht eine Einstiegsqualifizierung (EQ) im Rahmen des „Chance-plus-Programms“…

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„Chance plus-Teilnehmer“ im Gespräch mit Integration Schiene

2018-05-25

Mit dabei: Arash Z., Abdul Y., Said M.

Integration Schiene: Schön, dass Ihr uns ein wenig über Euch berichten wollt. Ihr macht eine Einstiegsqualifizierung (EQ) im Rahmen des „Chance-plus-Programms“ (ZukunftPlus e.V.) bei der Deutschen Bahn AG. Arash, Du kommst aus dem Iran, Abdul Du aus Afghanistan, und Du, Said aus Syrien, und Ihr macht eine Einstiegsqualifizierung EQ zum Elektroniker für Betriebstechnik bei DB Netz und der S-Bahn in Hamburg. Ihr hattet zum Teil schon Eure Vorstellungsgespräche für die Ausbildung bei der Deutschen Bahn. Erst einmal herzlichen Glückwunsch dazu!

Integration Schiene: Was gefällt Euch an Deutschland besonders gut?
Arash Z.: Ich finde es immer schön, dass Deutschland von Gesetzen beherrscht ist. Allerdings nicht immer aber insgesamt es ist in Deutschland besser als in vielen anderen Ländern.
Abdul Y.: Die Organisation, die ich besonders bei der Deutschen Bahn gefunden habe.
Said M.: Mir gefällt an Deutschland, dass ich mich hier frei bewegen kann, mir gefallen auch die Regeln hier besonders gut und die Gastfreundlichkeit vieler Menschen.

Integration Schiene: Was läuft nicht gut?
Arash Z.: Was in Deutschland nicht schön ist, ist, dass viele Deutsche die ausländischen Mitbürger mit dem Wort Flüchtling bezeichnen, ohne zu denken, dass das Wort automatisch eine posttraumatische Belastungsstörung für die ausländischen Mitbürger bringt.
Also da wäre es nett, wenn man uns vielleicht mit einem anderen Begriff bezeichnet.
Gerade mir fällt keine Alternative für das Wort auf. Aber vielleicht passt Migranten als eine Alternative. Oder ausländische Mitbürger.

Abdul Y.: Bei mir läuft nicht so gut, dass ich Begriffe oder Wörter vergesse. Aber wenn ich die Wörter wiederhole, lerne ich sie schnell.

Said M.: Mit den Behörden ist es schwierig, besonders im Asylverfahren. Am Anfang der Berufsschule haben wir kaum Unterricht gehabt, jetzt ist es besser. Aber viele Schüler sind sehr unruhig und laut. Dann kann man nicht gut lernen.

Integration Schiene: Was macht Euch an der EQ am meisten Spaß?
Arash Z.: Das Fachtraining und die Workshops.

Abdul Y.: Ich habe beim Fachtraining in Ohlsdorf Spaß gehabt. Das heißt nicht, dass ich kein Spaß bei den anderen Teilen der EQ gehabt habe. Überhaupt nicht, sondern, weil ich hier das Gefühl bekommen habe, dass ich zu diesen Beruf gehöre.
Said M.: Viel Spaß hat mir das Kommunikationstraining gemacht. Wenn wir etwas Neues lernen, macht das auch Spaß, z.B. in den verschiedenen Trainings.

Integration Schiene: Was macht Ihr in Eurer Freizeit?
Abdul Y.: In meiner freien Zeit gehe ich ins Fitnessstudio und ab und zu ins Schwimmbad.
Arash Z.: Ich spiele Musik oder mache Sport.
Said M.: Ich spiele gerne Cricket und Volleyball. Ich treffe mich mit meinen Freunden und spiele gern Karten.

Integration Schiene: Nun seid Ihr ja seit letztem November gemeinsam mit den BSW-Soziallotsen unterwegs, und seid eine ganz gemischte Gruppe. Welche Erfahrung habt ihr bereits mit den BSW-Soziallotsen gemacht? (Anm.: BSW-Soziallotsen sind Ehrenamtliche, die im Alltag Unterstützung für die Kollegen mit Fluchthintergrund bieten)
Arash Z.: Es ist zu lang zu erzählen aber bin sehr dankbar besonders von Edwin (Soziallotse Edwin Matthiesen, Bahner). Er hat mein Gerichtsverfahren in einem sehr komplizierten Fall gestoppt.

Abdul Y.: Unterstützung haben wir durch Frau Dutz (Rebecca Dutz, Geschäftsstellenleiterin Nord
ZukunftPlus e.V., Sozialarbeiterin) von ZukunftPlus gekriegt, sie war rund um die Uhr für uns da und hat uns so viel beraten und vorbereitet.

Said M.: Die BSW-Soziallotsen haben uns viel über die Deutsche Bahn erzählt und über ihre Berufstätigkeit.

Integration Schiene: Wie konnten sie Euch bisher unterstützen?
Arash Z.: Es ist zu lang zu erzählen. ;-)
Said M.: Sie helfen uns beim Deutschlernen.

Integration Schiene: Welche Erfahrung möchtet Ihr gerne mit anderen teilen?
Abdul Y.: Die Erfahrung, die ich gern mit anderen teilen möchte , ist, dass ich den anderen zeige, wie wir an der Schienen arbeiten, wie wir die Signale aufbauen, und am Ende probieren wir das aus, ob die Signale richtig funktioniert oder nicht.
Said M.: Wenn jemand „Chance plus“ machen will, muss er handwerklich begabt sein und bereit sein, Mathe zu lernen.

Integration Schiene: Was sind Eure Wünsche für die Zukunft?
Abdul Y.: Dass ich mich immer weiterbilde.
Said M.: Mein Wunsch ist, eine Ausbildung zu bekommen und danach bei der Deutschen Bahn arbeiten zu können.

Integration Schiene: Was möchtet Ihr anderen mitgeben auf dem Weg für ein Leben in Deutschland?
Abdul Y.: Dass die anderen die deutsche Kultur richtig verstehen und sich in der Gesellschaft engagieren.
Said M.: Es ist ganz wichtig gut Deutsch zu lernen und ein Ziel zu haben. Wer kein Ziel hat, kann kein Ziel erreichen. Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit sind ganz wichtig. Respekt gegenüber anderen Menschen ist wichtig.
Insch: Das ist eigentlich ein schöner Abschluss, Said! Aber eine Frage noch: Was könnt Ihr voneinander lernen (Ihr Schüler und die BSW-Soziallotsen)?
Abdul Y.: Jeder von uns hat verschiedene Erfahrungen, so dass wir unsere Erfahrung austauschen können.
Said M.: Was ich in meinem Gehirn habe, das gebe ich einem anderen, und er gibt mir, was er im Gehirn hat.

Integration Schiene: Arash, Said und Abdul, wir danken Euch für das Gespräch und Eure Offenheit. Danke, dass Ihr uns von Euch erzählt habt und etwas von Eurer Erfahrung geteilt habt. Wir sind gespannt, wie Euer Weg weitergeht und hoffen, dass die BSW-Soziallotsen und Ihr Seite an Seite auch durch die Ausbildung geht. Haltet uns auf dem Laufenden und alles Gute!

Kontakt

Bei Fragen zum Lotsenprogramm von Integration Schiene sprechen Sie uns gerne an: Tel. 069 809076 288 oder erfahren Sie mehr auf unserer Website www.integration-schiene.de.
Kontakte unserer Projektpartner: ZukunftPlus e.V.: Christoph Seese, christoph.seese@zukunftplus.org
Deutsche Bahn AG (Chance plus-Programm): Ulrike Stodt, Ulrike.Stodt@deutschebahn.com

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"Das BSW passt gut zu mir."

Marc Maier, Auszubildender Fachinformatiker, Fachrichtung Anwendungsentwicklung, bei der DB Systel GmbH, im Gespräch mit dem BSW „Programmieren macht mir Spaß.“ Machen wir uns…

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"Das BSW passt gut zu mir."

2018-05-02

Marc Maier, Auszubildender Fachinformatiker, Fachrichtung Anwendungsentwicklung, bei der DB Systel GmbH, im Gespräch mit dem BSW

„Programmieren macht mir Spaß.“
Machen wir uns nichts vor: Wenn man 19 Jahre jung ist, dann denkt man üblicherweise eher daran, was man am Samstagabend macht, als daran, was in fünf Jahren ist. Marc Maier ist eine Ausnahme. Das mag daran liegen, dass er schon früh seine Leidenschaft fürs Programmieren entdeckt hat und darüber hinaus die Möglichkeit hatte, im Zuge eines Schülerpraktikums erste Eindrücke zu sammeln: „Ich habe in der 9. Klasse ein Praktikum bei DB Systel gemacht, und dies hat mir so sehr gefallen, dass ich mich für eine Ausbildung dort entschloss.“ Da Marc Maier alle Voraussetzungen erfüllte, konnte er nach der Mittleren Reife problemlos dort anfangen.
„Ich wollte die Schule eigentlich erst weitermachen, aber ‚nur‘ die Fachhochschulreife erlangen. Dafür hatte ich allerdings nicht die richtigen Noten“, erzählt der gebürtige Frankfurter, der mit seinen Eltern in Maintal lebt, bescheiden. Er meint damit nämlich, dass sein Notendurchschnitt sogar für die Zulassung zum Abitur gereicht hätte. „Zu diesem Zeitpunkt hatte ich dann aber doch gar keine Lust mehr auf Schule und entschied mich zu gehen.“

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„Wir lernen hier viel.“
Die Ausbildung bei DB Systel scheint dem 19-Jährigen wie auf den Leib geschnitten zu sein – insbesondere, weil er nicht im stillen Kämmerlein vor sich hin programmiert, sondern gemeinsam mit den anderen Azubis arbeitet. „Angefangen hat alles mit einem einwöchigen Praktikum. Wir bekamen unsere Rechner, und uns wurde gezeigt, wie man sich zurechtfindet. Als Tool nutzen wir den AEP (Ausbildungs-Einsatz-Plan): Über diese Plattform können wir einsehen, wann wir in welcher Abteilung eingeteilt sind, wo andere Azubis zur Zeit sind, wann der nächste Schulblock ist, und wir müssen unsere Wochenberichte nicht mühselig von Hand schreiben, sondern können dies online machen.
Es gibt drei Ausbildungsberufe bei uns: die Systemintegration, die Systemkaufleute und wir Anwendungsentwickler. Jeder Azubi durchläuft verschiedene Abteilungen, um alles kennenzulernen. Unterstützt wird die Ausbildung durch Seminare über Themen wie Linux, Windows Server, Datenbanken, mobile Entwicklung usw. Gegen Ende findet jeder dann seine Heimatabteilung, in die er übernommen wird“, erklärt Marc Maier. „Und in den letzten Jahren hat sich noch etwas Wunderbares entwickelt: das Ausbildungslabor im Silberturm. Früher kam es vor, dass Anwendungsentwickler in ihrer Ausbildung gar nicht programmiert haben; das ist dank des Ausbildungslabors nun Geschichte, weil es alle Azubis durchlaufen.“

„Ich will praktisch arbeiten und nicht theoretisieren.“
Marc Maier ist ein Tüftler – nur eben am PC. Wie sich anderen sofort erschließt, warum Schraube A in Windung B passt, so ist ihm klar, warum Formel Y zu Ergebnis Z führt. Deshalb hat er sich auch gleich für das Projekt „Ready4Systel“ interessiert, das auch Teil seiner Abschlussarbeit der Ausbildung sein wird, die er im Sommer beendet. „‚Ready4Systel‘ ist eine Plattform, auf der alle Azubis und Dual Studierende untereinander kommunizieren können. Auf DB Planet haben wir erst nach unserer Ausbildung Zugriff“, sagt der 19-Jährige.
„Sie besteht aus drei Komponenten: Neuigkeiten, einer Wissensdatenbank und einem Chat-Bereich – letzterer ist die Hauptfunktion, da wir uns hier unkompliziert miteinander austauschen können. Ein Team von vier Azubis kümmert sich um die Weiterentwicklung von ‚Ready4Systel‘, damit das System auch wirklich lebt. Es ist für uns einfach super, wenn wir Informationen erhalten und auch weitergeben können; manchmal sind das gar nicht so riesige Sachen, sondern vielleicht auch einfach mal der Tipp, ob es eine Kleiderordnung gibt oder wie ich eine Fahrkarte bestelle.“

„Das BSW passt gut zu mir.“

Marc Maier

Dass das Klischee des einsamen Programmierers nichts mit der Realität zu tun hat, beweist Marc Maier schon alleine dadurch, dass er – neben den Hobbys Jonglieren und Einrad-Hockeyspielen – aktiv bei der Freiwilligen Feuerwehr in Maintal ist. „Es ist mir wichtig, mich einzusetzen. Soziales Engagement heißt für mich, jedem zu helfen, egal ob es jemand ist, der sich in der Stadt nicht auskennt oder ein Verbrecher, der in einem brennenden Haus zu sterben droht. Und so abgedroschen es sich anhören mag, aber wenn ich drei Wünsche frei hätte, dann würde ich mir den Weltfrieden wünschen; außerdem, dass niemandem mehr Unrecht geschieht, und als dritten Wunsch hätte ich gerne Hilfe für alle Menschen in Not. Da passt das BSW doch eigentlich ganz gut rein“, lacht der 19-Jährige.
Tatsächlich hat Marc Maier erst seit einigen Monaten direkten Kontakt zu den Stiftungen. „Ich habe das erste Mal vom BSW gehört, als ich den Flyer in meiner Lohnabrechnung gesehen habe. Aber da war das alles, ehrlich gesagt, für mich noch ziemlich weit weg. Der direkte Kontakt kam dann über ‚Ready4Systel‘.“ Derzeit wird ausgelotet, inwiefern „Ready4Systel“ für die Stiftungen von Nutzen sein könnte: BSW und EWH möchten das Grundmodell gerne als Plattform für die BSW-Botschafter nutzen, damit diese schnell an die richtigen Informationen kommen, und planen ein Pilotprojekt, das Marc Maier federführend begleitet.

Wir drücken Marc Maier die Daumen für die anstehenden Prüfungen und wünschen ihm weiterhin viel Erfolg!

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Das richtige Maß: Ab wann wird Genuss zum Problem?

Immer wieder wenden sich Förderer mit Fragen zu den Themen Konsum und Sucht an die Sozialarbeiter und Therapeuten der Stiftungen BSW und EWH. Was sind die Ursachen von Sucht? Ab wann…

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Das richtige Maß: Ab wann wird Genuss zum Problem?

2018-04-18

Immer wieder wenden sich Förderer mit Fragen zu den Themen Konsum und Sucht an die Sozialarbeiter und Therapeuten der Stiftungen BSW und EWH. Was sind die Ursachen von Sucht? Ab wann wird Genuss zum Problem? Julika Mielke ist in der Sozialberatung des BSW tätig und möchte diese und mehr Fragen in ihrer Fachartikel-Reihe beantworten.

Haben Sie auch schon mal gedacht: „Nach diesem harten Tag freue ich mich auf ein Glas Wein!“ oder „Ich trinke jeden Tag ein Bier, da ist doch nichts dabei!“? Wenn Sie diese Einstellung zum Alkoholkonsum als unbedenklich ansehen, sind Sie damit in der deutschen Bevölkerung nicht allein.
Aber ist dieses Konsumverhalten ohne Risiko? Welche Mengen Alkohol sind für den Menschen unbedenklich? Bei welchen Warnzeichen sollte man lieber auf die Bremse treten und ab wann gilt man eigentlich als suchtkrank?

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Situation in Deutschland

In Deutschland konsumieren fast 10 Millionen Menschen Alkohol im gesundheitlich schädlichen Bereich. Und das oftmals ohne es zu wissen. Durchschnittlich trinkt jeder Bundesbürger etwa 134 Liter an alkoholischen Getränken im Jahr. Das entspricht der Füllung einer großen Badewanne. Circa 1,3 Millionen Menschen gelten als alkoholkrank. Dagegen ist das Bewusstsein für gesundheitliche und soziale Folgen des Konsums nur sehr gering. Auch aufgrund der gesellschaftlichen Verbreitung des Suchtmittels erkennen suchtgefährdete Menschen das Problem zum Teil vergleichsweise spät. Das eigene Problembewusstsein wird oftmals auch durch unser soziales Umfeld gehemmt, wenn dort ein ähnliches Trinkmuster vorherrscht.
Dabei steht Alkoholkonsum in direkter Verbindung zu mehr als 200 Erkrankungen, zum Beispiel zu Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen! Alle Organe können durch das Nervengift Alkohol geschädigt werden. Oftmals wird bei körperlichen Symptomen gar nicht an einen Zusammenhang mit dem eigenen Konsumverhalten gedacht. Der bundesdeutsche volkswirtschaftliche Schaden beträgt ungefähr 40 Milliarden Euro im Jahr und kommt vor allem durch Krankheiten und Unfälle zustande. Weiterhin sind 74.000 Todesfälle auf unmittelbare Folgen des Alkoholkonsums zurückzuführen. So ist und bleibt in Deutschland der Alkohol neben Tabak die Problemdroge Nummer Eins.

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Alkohol: Droge mit Suchtpotenzial

Sucht- oder Genussmittel, insbesondere Alkohol, brauchen wir nicht zum Überleben. Im Gegenteil: Unser Körper versucht das Zellgift schnellstmöglich wieder loszuwerden um funktionsfähig zu bleiben. Dennoch macht die oftmals als anregend erlebte Wirkung den Konsum von psychoaktiven Substanzen sehr attraktiv. Aber auch kulturelle Traditionen, Riten und die allgemeine Akzeptanz in der Bevölkerung führen bisweilen zu einem wenig hinterfragten Konsumverhalten. Die möglichen Folgen werden dabei ausgeblendet. Alkoholische Getränke sind legale und für Erwachsene leicht und vergleichsweise günstig zu erwerbende Produkte. Sie gehören wie selbstverständlich für manche Menschen zu bestimmten Gelegenheiten oder sogar zum Alltag dazu.
Das Verführerische am Alkoholkonsum ist unter anderem, dass er eine große und rasche Wirkung auf unser Belohnungssystem im Gehirn ausübt. Dabei kann er verschiedenste Wirkrichtungen bedienen. Je nach gewünschter und erwarteter Wirkung fühlen wir uns durch die Einnahme entweder angeregt, ausgelassen oder in Partylaune. Aber auch Sorgen, Belastungen und Probleme können kurzzeitig in einer Scheinwelt ausgeblendet werden. Oder wir kommen besser zur Ruhe, in die Entspannung und in den Schlaf. Und das alles ohne dafür selbst etwas tun zu müssen – außer zu trinken. Ohne uns selbst anzustrengen, erleben wir ein berauschendes Hochgefühl aufgrund eines künstlichen Dopamin-Ausstoßes.
Es ist also kaum verwunderlich, dass Menschen nach einer positiven Konsumerfahrung diesen vermeintlich bequemen und leichten Weg öfter gehen möchten. Man muss nicht erst die eigenen Fähigkeiten zur Stressbewältigung oder Konfliktlösestrategien benutzen und trainieren, damit man sich wohler oder besser fühlt. Hier liegt allerdings auch die Gefahr für die Entwicklung eines Alkoholproblems, da diese Prozesse unbewusst ablaufen können, sich so an unserem Verstand vorbeischleichen und damit schwer kritisch zu hinterfragen sind.
Ein ernsthaftes Problem liegt vor, wenn der Weg der Selbstregulation über den Konsum allmählich und unbemerkt zur dauerhaften Strategie wird. Wenn man früher noch beim Sport den Stress losgeworden ist, sich durch einen Spaziergang erholt hat oder ein Gespräch mit Freunden Erleichterung brachte, gehen nun diese eigenen Bewältigungsstrategien zunehmend verloren und werden schlimmstenfalls gänzlich vergessen. Gleichzeitig verstärkt sich die Bindung an das Suchtmittel. Wenn keine anderen Möglichkeiten zur Bewältigung von Unwohlsein, Stress und Konflikten mehr existieren, außer zu konsumieren, ist die Grenze zur Suchterkrankung meist schon überschritten.
Suchtmittel regelmäßig als Selbstbelohnung einzusetzen, birgt die Gefahr, auf Dauer eine seelische Abhängigkeit zu entwickeln. Die Grenzen zwischen maßvollem, problematischem und letztlich abhängigem Trinkverhalten verlaufen fließend. Auf dem Weg in ein Konsumproblem steht nirgendwo ein Schild mit der Aufschrift: „Noch ein Bier mehr, noch einen Meter weiter und Sie überschreiten die Grenze zur Abhängigkeit!“ Deshalb lassen Sie uns verschiedene Trinkmuster und die Phasen einer Suchtentwicklung genauer betrachten:

Genuss

Genussvoller Konsum ist ein Weg, verantwortungsvoll mit Alkohol umzugehen. Doch was versteht man eigentlich unter Genuss? Wenn man die Wirkung eines Suchtmittels genießt, konsumiert man in der Regel langsam und ganz bewusst mit allen Sinnen, nicht automatisiert, nicht schnell oder nebenbei. Man hat genügend Zeit und Ruhe und hört sprichwörtlich auf, wenn es am schönsten ist. Es handelt sich also eher um geringe Mengen, die man selten zu sich nimmt. Wirklicher Genuss will nicht eine bestimmte Rauschwirkung erzielen, sondern eine angenehme Situation, einen schönen Anlass unterstreichen oder noch etwas angenehmer machen. Genießen kann man nur, wenn der Konsum des Suchtmittels etwas Besonderes im gegenwärtigen Moment ist, also nichts, was man regelmäßig, sondern in größeren Abständen zu sich nimmt. Der Genießer schreibt dem Konsum keine Funktion zu. Er konsumiert nicht, um etwas zu kompensieren. Er benutzt die Substanz nicht damit es ihm besser geht, damit er kurzfristig negative Gefühle verdrängen kann, sein Selbstbewusstsein steigern kann, besser abschalten, einschlafen, feiern gehen kann, ect.

Riskanter Gebrauch und schädlicher Konsum

Sobald sich eine Regelmäßigkeit im Konsumverhalten einstellt, ist es nichts mehr Besonderes. Dann gehört das Alkoholtrinken wie selbstverständlich zum Alltag und man hinterfragt sich immer weniger, warum man zum Beispiel zum Abendbrot Bier oder Wein trinkt und nicht Apfelsaft. Eine riskante Gewohnheit ist eingetreten.
Das bedeutet nicht, dass man bereits abhängig von Alkohol sein muss. Hier verschwimmt allerdings schnell die Grenze zu einem schädlichen Konsumverhalten. Davon spricht man, wenn sich die Häufigkeit und Regelmäßigkeit des Konsums erhöht. Im schädlichen Gebrauch setzt man eine Substanz bewusst oder unbewusst gezielt ein, um einen bestimmten psychischen Zustand zu erreichen. Dafür wird entweder oft bis zum Rauschzustand konsumiert oder sehr regelmäßig. Das Suchtmittel bekommt eine Funktion im Leben eines Menschen und dient als Zuflucht vor negativen Gefühlen oder einem allgemeinen körperlichen oder seelischen Unwohlsein, das z.B. durch Konflikte, Stresserleben oder unverarbeitete Erlebnisse ausgelöst wird. Anders formuliert: Das Suchtmittel wird als Seelentröster missbraucht.
In der schädlichen Phase steigert sich zwangsläufig auch die Trinkmenge. Das passiert, weil im Körper Prozesse ausgelöst werden, um die eindringenden Giftstoffe effektiver zu verarbeiten. Die Leber, in der 95% des Alkohols abgebaut wird, versucht zunächst immer besser und schneller die Gifte wieder los zu werden, die den Körper schädigen. Es handelt sich dabei um ein automatisch ablaufendes Programm des Körpers im Kampf gegen die Vergiftung. Gleichzeitig verträgt der Konsument stetig mehr Alkohol. Es besteht die Gefahr, dann mehr zu konsumieren, da die angenehme Wirkung nicht mehr so leicht zu spüren ist, die man erreichen will. Ein „trainierter“ oder „gestandener“ Trinker zu sein, ist tatsächlich ein beunruhigendes Zeichen für bereits eingetretene schädliche körperliche Veränderungen durch das Zellgift.
Ein schädlicher Gebrauch zeichnet sich auch dadurch aus, dass man beginnt, in sozial unangemessenen Situation zu konsumieren, wie z.B. bei der Arbeit oder als Straßenverkehrsteilnehmer. Zudem ergeben sich die ersten Anzeichen für negative Folgen im seelischen, körperlichen oder sozialen Bereich. Dies kann zum Beispiel beginnen mit vermehrten „Katern“, Unkonzentriertheit, Abnahme der physischen Leistungsfähigkeit, Stimmungsschwankungen oder der Zunahme von Konflikten mit Mitmenschen. Manchmal erhalten Betroffene in dieser Phase die ersten Rückmeldungen von anderen, dass mit ihrem Trinkverhalten etwas nicht stimmt. Diese Warnsignale gilt es, ernst zu nehmen.

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Abhängigkeit

Als abhängig von Alkohol gilt ein Mensch, wenn er dauerhaft auf den Konsum angewiesen ist, um psychisches oder physisches Unwohlsein zu verhindern. Man konsumiert, obwohl es einem selbst oder anderen Menschen eindeutige, mittlerweile auch bleibende Schäden zufügt. Menge oder Häufigkeit des Trinkens ist bei der Diagnosestellung weniger entscheidend, da die Auswirkungen bei den Betroffenen trotz des gleichen Krankheitsbildes sehr unterschiedlich ausfallen können. Dem landläufigen Bild eines „verwahrlosten Säufers“ entsprechen tatsächlich die wenigsten Menschen mit Alkoholproblemen. Alkoholabhängigkeit kann in jeder Familie und in jeder Berufsgruppe vorkommen und wird auch nicht selten verheimlicht und versteckt. Da Betroffene das Konsumproblem häufig sehr lange bagatellisieren bzw. nicht akzeptieren, können sie erforderliche Hilfe bisweilen nur schwer annehmen.
Von der Diagnose „Substanzmittelabhängigkeit“ spricht man prinzipiell dann, wenn über den Zeitraum von mindestens einem Jahr drei der folgenden sechs Kriterien zutreffen:
• ein oft starker Drang, Wunsch oder sogar Zwang zu konsumieren (Verlangen),
• die verminderte Fähigkeit die Menge oder den Zeitpunkt des Konsums zu kontrollieren (Kontrollverlust),
• körperliche Entzugserscheinungen beim Absetzen des Suchtmittels,
• das Vertragen hoher Mengen des Suchtstoffes (Toleranzerwerb),
• die Vernachlässigung anderer Interessen zugunsten des Konsums sowie
• der anhaltende Konsum trotz deutlich negativer Konsequenzen.
Die Alkoholsucht ist eine chronische Erkrankung, die nichts mit Willens- oder Charakterschwäche zu tun hat. Den Konsum willentlich zu steuern, ist nicht mehr möglich. Betroffene können sich zwischen Abstinenz oder Konsum entscheiden, nicht mehr aber den Konsum auf ein risikoarmes Maß reduzieren.

Empfehlung

Tatsächlich kann man nie ohne Risiko Alkohol konsumieren. Alkohol ist und bleibt ein Zellgift. Jeder Konsum kann Auswirkungen auf den Körper und das Gehirn haben, und somit eine Gefahr darstellen. In Deutschland herrschen eine sehr liberale Alkoholpolitik und eine vergleichsweise schwache Regulierung der Verfügbarkeit von Alkohol.
Daher sei jedem Konsumenten empfohlen sich selbst kritisch zu hinterfragen – unabhängig von Vergleichen mit anderen! Wie viel und zu welchen Gelegenheiten trinke ich Alkohol? Zu welchen Anlässen gehört Alkohol wie selbstverständlich dazu und warum?
Aufgrund einer gerade veröffentlichten internationalen Studie besteht derzeit eine Diskussion darüber, ob in Deutschland bisher geltende Richtwerte für einen risikoarmen Alkoholkonsum überarbeitet werden sollten. Denn die Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass bereits ab einem Konsum von mehr als 100g reinem Alkohol pro Woche das Risiko für schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie Bluthochdruck oder Schlaganfälle signifikant erhöht ist und sich die Lebenszeit nachweislich insgesamt verkürzt. Dieser Effekt trete umgerechnet beim Konsum von ungefähr 2,5 Litern Bier oder einem Liter Wein in der Woche auf. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ergänzt, dass bei einem täglichen Konsum von 40g Reinalkohol bei Männern und 20g bei Frauen die Wahrscheinlichkeit für schwere Leberschädigungen erhöht ist. 20g Alkohol entspricht annähernd einem halben Liter Bier oder einem viertel Liter Wein. Die WHO empfiehlt für ein gesundheitlich nicht bedenkliches Konsumverhalten eine maximale Trinkmenge von 7g Alkohol pro Tag nicht zu überschreiten. Dies entspricht in etwa einem Glas Bier.
Den unhinterfragten, regelmäßigen Griff zum Glas als harmlos anzusehen, ist demnach kein gesundheitsförderndes Verhalten. Stattdessen kann es sinnvoll sein den eigenen Suchtmittelkonsum bewusst zu betrachten. Denn auch wenn es verschiedene Risikofaktoren gibt, kann letztlich jeder Mensch kurz- oder langfristig ein Alkoholproblem entwickeln. Daher empfehle ich, dass das Trinken von Alkohol etwas Besonderes bleibt. Wer sich für einen seltenen und geringen Alkoholkonsum in angenehmen Situationen entscheidet und dabei bewusst und genussvoll trinkt, braucht eine Suchtentwicklung oder andere Gefährdungen kaum zu fürchten.

In einem der nächsten Artikel werde ich darauf eingehen, wie Menschen, bei denen bereits ein abhängiges Konsumverhalten vorliegt, mit Unterstützung den Weg aus der Sucht finden können.

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Eintauchen in die Welt der virtuellen Realität

Machen Sie mit bei unserem Frühlings-Gewinnspiel und gewinnen Sie eine von 40 exklusiven VR-Brillen! Ein Raumschiff durchs Weltall steuern, in die Tiefen des Meeres abtauchen oder…

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Eintauchen in die Welt der virtuellen Realität

2018-04-12

Machen Sie mit bei unserem Frühlings-Gewinnspiel und gewinnen Sie eine von 40 exklusiven VR-Brillen!

Ein Raumschiff durchs Weltall steuern, in die Tiefen des Meeres abtauchen oder einfach nur durch die Berge wandern: Die virtuelle Realität ermöglicht einen Blick auf faszinierende Simulationen.

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Allerdings ist keine Simulation so spannend und mitreißend wie das echte Leben. Uns faszinieren immer wieder die Geschichten unserer Förderer und Spender, die sich gegenseitig unterstützen und in Zeiten der Not füreinander da sind.

Wir möchten gerne Ihre Geschichte hören!
Schicken Sie uns ein Video, in dem Sie uns kurz erzählen, wie Sie für andere Menschen da sind oder Projekte gemeinsam voran bringen. Manchmal sind es auch die kleinen Dinge, die Großes bewirken – wir freuen uns auf Ihre Geschichten.

Schicken Sie uns einfach Ihr Video, Ihren vollständigen Namen und Ihre Adresse per E-Mail bis zum 04. Mai 2018 an SocialMedia@bsw24.de. Das Video sollte eine Größe von 20 MB nicht überschreiten.

Viel Spaß und viel Glück!

Teilnahmebedingungen

Die Teilnahme am Gewinnspiel ist kostenlos und bis zum 04. Mai 2018 möglich. Im Rahmen des Gewinnspiels hat jeder Teilnehmer die Chance, eine von 40 VR-Brillen zu gewinnen.

Teilnahmeberechtigt sind Förderer der Stiftung Bahn-Sozialwerk und Spender der Stiftung Eisenbahn-Waisenhort. Nicht teilnahmeberechtigt sind alle an der Konzeption und Umsetzung des Gewinnspiels beteiligte Personen und Mitarbeiter der Stiftungen BSW und EWH.

Für die Teilnahme am Gewinnspiel ist die Angabe von personenbezogenen Daten notwendig (Name, Vorname und Postanschrift). Diese Daten werden nur für die Dauer des Gewinnspiels und zum Zweck der Gewinnabwicklung gespeichert und genutzt. Eine Weitergabe an Dritte findet nicht statt. Es steht dem Teilnehmer jederzeit frei, per Widerruf unter socialmedia@bsw24.de die Einwilligung für die erhobenen und gespeicherten personenbezogenen Daten aufzuheben und somit von der Teilnahme des Gewinnspiels zurückzutreten. Die Daten werden umgehend gelöscht.

Für die Teilnahme am Gewinnspiel ist außerdem das Einsenden eines Videos notwendig. Mit der Einsendung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihr Video für Veröffentlichungen auf Facebook, BSW-Talk und der Homepage durch die Stiftungen BSW und EWH genutzt werden darf. Nach Teilnahmeschluss eingehende Einsendungen werden nicht berücksichtigt.

Die Ermittlung der Gewinner erfolgt nach Teilnahmeschluss in der KW 20 im Rahmen einer auf dem Zufallsprinzip beruhenden Verlosung unter allen Teilnehmern.

Die Aushändigung des Gewinns erfolgt per Post. Ein Umtausch, eine Selbstabholung sowie eine Barauszahlung des Gewinns sind nicht möglich.

Die für den Versand der Gewinne anfallenden Kosten werden von den Stiftungen BSW und EWH übernommen. Mit der Inanspruchnahme des Gewinns verbundene Zusatzkosten gehen zu Lasten des Gewinners. Für eine etwaige Versteuerung des Gewinns ist der Gewinner selbst verantwortlich.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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Claus Kinzel schrieb am 20.04.2018

Hallo liebe BSW Fans und Mitstreiter,
da ich zwei Enkelkinder habe und die bestimmt mal so eine Brille ausprobieren
möchten würde ich mich über diese gern freuen, falls das Los auf mich fällt.
Einen schönen Frühling 2018 mit herzlichen Grüäßen
Claus Kinzel

Vera Reger schrieb am 19.04.2018

momentan kann ich mir auch noch nichts unter dieser Brille vorstellen, hört sich jedoch sehr interessant an, würde sie gerne mal ausprobieren.
Gottes Segen,
Vera Reger

Friedrich Ohm schrieb am 19.04.2018

Hallo liebe Kolleginnen und Kollegen vom BSW
Als Mitglied im Computer-Freizeitgruppe Minden des BSW würde ich mich über eine solche Brille freuen. Ich könnte sie im CFM presentieren.
Meine Kolleginnen und Kollegen wären sicher gegeistert.
Liebe Grüsse
Friedrich Ohm

Rosi Gärth schrieb am 18.04.2018

Solch eine Brille würde ich schon gerne mal ausprobieren. Im Moment kann ich mir noch nicht viel darunter vorstellen. Deshalb wäre dies eine neue Erfahrung.
Beste Grüße

Rosi

Andreas Schreyer schrieb am 15.04.2018

Ich würde so eine Brille gerne mal ausprobieren!
Das wäre eine neue Erfahrung!
Gruß aus dem schönen Brandenburg!

Christian Böhme schrieb am 14.04.2018

Sorry, es gibt keine virtuelle Realität, zum Glück ist die Realität real. Sicher, mit allem was dazu gehört Freude, Leid, Hoffnung, Menschlichkeit, Trauer und vieles mehr aber diese Mischung macht es lebenswert. Virtuallität kann und darf dies nicht ersetzen.

Benjamin Koller schrieb am 12.04.2018

Hallo liebe Kolleginnen und Kollegen vom BSW,
Als BSW Botschafter würde ich mich sehr über eine solche Brille freuen.
Wir könnten sie z.b. bei mir in der Arbeit verwenden.
Meine Kolleginnen und Kollegen wären sicher begeistert davon.
Viele Grüße
Benjamin Koller

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"Eine tolle Chance für mich"

Über 250 asylsuchende Menschen hat die Gemeinde Sylt seit 2015 aufgenommen. Um die Integration der Neuankömmlinge zu fördern und zugleich neue Fachkräfte für ihre Betriebe auszubilden,…

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"Eine tolle Chance für mich"

2018-03-15

Über 250 asylsuchende Menschen hat die Gemeinde Sylt seit 2015 aufgenommen. Um die Integration der Neuankömmlinge zu fördern und zugleich neue Fachkräfte für ihre Betriebe auszubilden, riefen Sylter Hoteliers das Pilotprogramm „Festmachen auf Sylt“ ins Leben. Schnell fanden sich Kooperationspartner wie die Gemeinde und die DEHOGA Sylt, die Agentur für Arbeit und die Industrie- und Handelskammer Flensburg, die Berufsschule Niebüll und viele weitere, die bei der Organisation und Durchführung des Programms halfen.

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„Das ist eine echte Hilfe für uns.“
Das BSW-Dünenhotel Alt-Rantum hat sich erfolgreich für das Programm beworben und bildet nun den aus Afghanistan stammenden Hojjat Ghorbani aus. „Beide Seiten wurden hervorragend vorbereitet – wir als Betrieb und auch die Ausbildungsanwärter“, sagt Hotelleiter Thies Petersen. „Als BSW-Hotel haben wir den besonderen Vorteil, dass uns zusätzlich die Kollegen vom Projekt Integration Schiene begleiten. Das ist eine echte Hilfe für uns.“ Integration Schiene ist die Initiative der Bahnbranche zur Integration geflüchteter Menschen und unterstützt das Hotel schon seit der Bewerbungsphase zum Beispiel beim Ausfüllen wichtiger Formulare und Anträge. Auch bei Fragen der interkulturellen Verständigung vermitteln die Projektmitarbeiter mit fachkundigen Ratschlägen.

„Eine tolle Chance für mich.“
Seit März 2017 ist Hojjat Ghorbani im BSW-Hotel tätig. Zunächst erfolgte dort Einstiegsqualifizierung, bei der grundsätzliche Kenntnisse über die duale Berufsausbildung, das Hotel- und Gaststättengewerbe und den Ausbildungsalltag vermittelt wurden – und natürlich die erforderlichen Deutschkenntnisse. „Das Lernen in meiner Integrationsklasse macht viel Spaß und läuft gut für mich“, sagt der junge Afghane, der in seiner Heimat Informatik studiert hat. „Ich bin schon zwei Jahre in Deutschland und die Ausbildung im BSW-Hotel ist jetzt eine tolle Chance für mich.“ An zwei Tagen in der Woche arbeitet er im Hotel, drei Tage besucht er die Berufsschule in Westerland. „Hojjat ist bei den Gästen und im Team sehr beliebt“, lobt Thies Petersen. „Er hat sich hervorragend bei uns integriert, spricht sehr gut Deutsch und ist ein angenehmer Kollege. Ich freue mich, dass er seine Ausbildung bei uns absolviert.“

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Jetzt umstellen!

Facebook hat seinen Algorithmus verändert, der für die Sichtbarkeit von Beiträgen im Newsfeed jedes Nutzers zuständig ist. Um auch weiterhin garantiert auf Facebook aktuelle Informationen…

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Jetzt umstellen!

2018-02-16

Facebook hat seinen Algorithmus verändert, der für die Sichtbarkeit von Beiträgen im Newsfeed jedes Nutzers zuständig ist.

Um auch weiterhin garantiert auf Facebook aktuelle Informationen von den Stiftungen BSW und EWH zu erhalten, sind deshalb ein paar wenige Klicks nötig:

fb-abonniert-600x362-q92

Besuchen Sie unsere Facebook-Seite. Klicken Sie unterhalb des Titelbildes auf „Abonniert“. Wählen Sie unter „In Deinem Newsfeed“ die Einstellung „Als Erstes anzeigen“.
Sie können mit dieser Einstellung bis zu 30 Unternehmen wählen, deren Informationen Sie auch weiterhin erhalten möchten.

Haben Sie Fragen an uns? Wir freuen uns über Ihre Nachricht!

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Stiftung BSW schrieb am 19.03.2018

Hallo Herr Lehrbuch, Hallo Herr Baumann,
Sie haben den Weg auf unseren BSW-Talk ja bereits gefunden. Der BSW-Talk bildet alle Nachrichten ab, die auf den Social Media Kanälen veröffentlicht werden. Sie können hier somit alle Informationen sehen, auch ohne Facebook-Profil.
Natürlich gibt es auch zahlreiche weitere Möglichkeiten, Informationen von den Stiftungen zu erhalten, wie zum Beispiel über unsere WhatsApp News, den Newsletter oder natürlich regelmäßig über das BSW-Magazin.
Bei weiteren Fragen freuen wir uns über Ihre Nachricht! Ihr BSW-Team

Jürgen Baumann schrieb am 18.03.2018

Manfred hat vollkommen Recht.
Wieso muss ich verzichten, weil Facebook mit all seinen Nachteilen den Vorzug erhält. Ich bitte auch künftig um alle und vollständige Informationen, damit ich nicht auf eine ???social media??? zurückgreifen muss.
MfG
J. Baumann

Lehrbuch, Manfred schrieb am 16.02.2018

Ich würde ja gerne mit Euch kommunizieren,da man sich aber dafür bei Facebook anmelden und wieder Angaben und ein Passwort machen muss, werde ich auf die News von Euch verzichten.
MfG
M.Lehrich

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Wenn der Alltag zur Hürde wird

Fachartikel von Dipl.-Psych. Lutz Ulbrich (Psychologisch-Therapeutischer Fachdienst, BSW-Servicebüro Berlin) Wenn es um die körperliche Gesundheit geht, ist es ganz normal, sich…

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Wenn der Alltag zur Hürde wird

2018-02-08

Fachartikel von Dipl.-Psych. Lutz Ulbrich (Psychologisch-Therapeutischer Fachdienst, BSW-Servicebüro Berlin)

Wenn es um die körperliche Gesundheit geht, ist es ganz normal, sich Hilfe von Fachleuten zu holen – wer zum Beispiel Fieber hat, geht zum Arzt. Ganz anders sieht es bei seelischen Problemen aus. Viele, die unter Sorgen, Trauer oder Stress leiden, tun sich mit dem Schritt zum Therapeuten schwer. Lutz Ulbrich ist Psychologischer Psychotherapeut und für das BSW-Servicebüro Berlin tätig. Er weiß, dass gerade Bahnbeschäftigte aufgrund der besonderen Anforderungen ihrer Berufe zu einer Risikogruppe gehören – Schichtarbeit, wechselnde Einsatzorte und hohe körperliche Belastung können zu Erschöpfungszuständen, somatischen und psychosomatischen Beschwerden führen. Mit seinem Fachartikel möchte er allen Betroffenen Mut machen, sich bei psychischen Problemen professionelle Unterstützung zu holen.

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Dipl.-Psych. Lutz Ulbrich

Wenn die Sorgen überhand nehmen
Fast jeder kennt zumindest einen Menschen aus seinem persönlichen Umfeld, der schon einmal mit psychischen Problemen zu kämpfen hatte. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass die Mehrheit aller Menschen im Laufe ihres Lebens eine psychische Störung entwickelt. Laut der Zeitschrift „Spektrum der Wissenschaft“ ergab eine große Langzeitstudie, bei der 997 Menschen einer Stadt vom Kindes- bis ins mittlere Erwachsenenalter begleitet wurden, dass nur 17 Prozent der Teilnehmer zu keinem Zeitpunkt Anzeichen einer psychischen Erkrankung zeigten.
Beispiel Depression: In Deutschland leiden schätzungsweise 5 Prozent der Bevölkerung, also etwa 4 Millionen Menschen, aktuell an dieser Krankheit. Depressive Episoden kommen in jedem Lebensalter vor, die meisten Erkrankungen treten zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr ein, viele Patienten erkranken aber auch schon früher. Die Wahrscheinlichkeit, im Laufe des Lebens eine Depression zu entwickeln, beträgt zwischen 7 und 18 Prozent. Wird einmal die richtige Diagnose gestellt, ist die Lage allerdings alles andere als aussichtslos. In den letzten Jahrzehnten hat sich hinsichtlich der Therapie einiges getan und mehr als 80 Prozent der Erkrankten wird dauerhaft und erfolgreich geholfen.
Obwohl solche Lebensphasen also weit verbreitet sind und die Aussichten auf Heilung gut, gilt der Gang zum Therapeuten immer noch als ungewöhnlich oder sogar beschämend. Dabei brauchen Menschen, deren psychische Belastung ihr Privatleben, ihre Leistungen in der Schule oder bei der Arbeit beeinträchtigt, jede Unterstützung, die sie bekommen können.

Frühzeitig Hilfe holen
Die meisten psychischen Störungen sind nur von kurzer Dauer. Dennoch können ihre Auswirkungen auf die Betroffenen weitreichend sein. Ausgebildete Therapeuten finden in der Regel schnell heraus, wie schwerwiegend eine Störung ist, wo ihre Ursachen liegen und welche Wege zu einer Lösung führen können. BSW-Förderer haben dabei einen entscheidenden Vorteil: Bei den Sozialarbeitern und Therapeuten in den BSW-Servicebüros gibt es in der Regel für Termine keine langen Wartezeiten – ganz im Gegensatz zu vielen anderen Anlaufstellen.
Anpassungsstörungen, Depression und Angststörungen sind die am häufigsten diagnostizierten Probleme. Sie können in aller Regel gut erkannt und behandelt werden. Folgende Anzeichen können auf eine dieser Störungen hinweisen.

Die häufigsten Erkrankungen
Die Anpassungsstörung
Im Laufe des Lebens sind Menschen immer wieder negativen, belastenden Lebensereignissen ausgesetzt. Starke Gefühle von Ärger, Trauer, Betroffenheit und Hilflosigkeit sind normale und wichtige Reaktionen, die bei der Verarbeitung dieser Ereignisse helfen. Von einer Anpassungsstörung spricht man, wenn die Reaktion auf ein belastendes Ereignis über das normale Maß hinaus andauert. Sie zeigt sich in anhaltenden negativen Veränderungen des Gemütszustandes oder auch zwischenmenschlich in Störungen des Sozialverhaltens. Im Unterschied zu depressiven Menschen können Patienten mit Anpassungsstörungen ihr Problem in der Regel genau benennen, auch wenn ihnen selbst der Zusammenhang zwischen Auslöser und störender Symptomatik nicht bewusst ist.

Die Depression
Eine anhaltende gedrückte Stimmung, eine Hemmung von Antrieb und Denken, Interessenverlust sowie vielfältige körperliche Symptome, die von Schlaflosigkeit über Appetitstörungen bis hin zu Schmerzzuständen reichen, sind mögliche Anzeichen einer Depression. Häufig gehen einer Depression unspezifische Frühsymptome voraus, also Anzeichen, die auch auf verschiedene andere Erkrankungen hinweisen könnten – zum Beispiel unspezifische Kopf- oder Bauchschmerzen, ständige Müdigkeit, Energiemangel, Reizbarkeit, Angst oder eine missmutige Stimmungslage. Diese können ohne Anlass oder als Reaktion auf belastende Ereignisse auftreten und sich langsam über Wochen oder Monate zu einer depressiven Phase ausweiten. Aufgrund ihres vielfältigen Erscheinungsbildes wird eine Depression selbst von Hausärzten oft nicht erkannt. Hier ist es ratsam sich in fachtherapeutische oder fachärztliche Hände überweisen zu lassen, um eine sichere Diagnose und baldige Behandlung sicherzustellen.

Die Angststörung
Bei manchen Menschen nimmt Angst ein übersteigertes Ausmaß an – dann spricht man von einer Angsterkrankung. Eine unbehandelte Angststörung kann sich immer mehr verselbstständigen, und die Betroffenen vermeiden zunehmend Situationen, die ihre Angst auslösen. Als Folge ziehen sich die Betroffenen immer mehr aus dem Leben zurück; manchmal fördert die Störung auch den gesundheitsschädigenden Gebrauch von Alkohol oder Beruhigungsmitteln.
Man unterscheidet vier verschiedene Ausprägungen der Angststörung:

Panikstörung
Wiederkehrende schwere Angstanfälle mit heftigen körperlichen und psychischen Symptomen wie Atemnot, Zittern, Herzklopfen, Übelkeit etc. sowie Angst vor Kontrollverlust oder gar Todesangst. Länge und Häufigkeit der Anfälle können stark variieren. Häufig geht eine Panikstörung mit Platzangst (Agoraphobie) einher.

Generalisierte Angststörung
Anhaltende Sorgen oder Ängste, die viele Lebensbereiche umfassen und nicht auf bestimmte Situationen beschränkt sind. Oft machen sich die Betroffenen auch übersteigerte Sorgen über reale Bedrohungen, wie Autounfälle oder Krankheiten, die Verwandten zustoßen könnten. Generalisierte Angststörungen äußern sich durch innere Unruhe, Anspannung, Nervosität und oft auch durch Schlafstörungen.

Soziale Phobie
Extreme Form der Schüchternheit. Betroffene haben in Situationen Angst, in denen sie sich von ihren Mitmenschen kritisch betrachtet oder beobachtet fühlen, zum Beispiel wenn sie eine Rede halten, ein Gedicht aufsagen oder ein Lied vor anderen singen sollen. Auch die Angst vor Prüfungen, Streitgesprächen oder davor, Fremde anzusprechen, können Ausprägungen der sozialen Phobie sein.

Spezifische Phobie
Furcht vor Objekten oder Situationen, die in der Regel ungefährlich oder harmlos sind, wie die Furcht vor Tieren (Hunde, Katzen, Mäuse), Insekten (Wespen, Spinnen), die Höhenphobie sowie die Blut- und Verletzungsphobien (z.B. Angst vor Spritzen). Schon der Gedanke an die Angst-Objekte verursacht Angst, die von leichtem Unbehagen bis hin zur panischen Angst reichen kann. Oft wissen die Betroffenen, dass sie übertrieben reagieren, und schämen sich dafür.

Sprechen Sie uns an!

Wenn alles zu viel wird, sind wir sind wir für Sie da und helfen Ihnen, die ersten Schritte zur Besserung und Hilfe in die Wege zu leiten – egal, um welches Anliegen es sich handelt. Ob beruflich oder privat: Unsere Sozialarbeiter und Therapeuten beraten Sie gern und helfen Ihnen dabei, den für Sie geeigneten Weg zu finden.
Wenn Sie Unterstützung benötigen, dann rufen Sie unter der gebührenfreien Telefonnummer 0800 0600 0800 an (Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr) oder schreiben Sie eine E-Mail an: sozialberatung@bsw24.de

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Die besten Kollegen der Welt

Wer eine schwere Krankheit überstanden hat, versteht den wahren Sinn des Satzes „Nutze den Tag“. Die 15-jährige Melisa Esen kämpfte fast anderthalb Jahre gegen Blutkrebs. Die…

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Die besten Kollegen der Welt

2018-01-16

Wer eine schwere Krankheit überstanden hat, versteht den wahren Sinn des Satzes „Nutze den Tag“. Die 15-jährige Melisa Esen kämpfte fast anderthalb Jahre gegen Blutkrebs. Die Unterstützung ihrer Freunde und der Zusammenhalt der Familie haben ihr viel Kraft gegeben. Heute kann sie wieder ihrer Leidenschaft nachgehen und beim MSV Duisburg Fußball spielen.

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© Martin Meier

Im Fußballcamp zusammengebrochen
Melisa Esen spielt für ihr Leben gern Fußball. Beim MSV Duisburg liefert sie als Angreiferin des U16-Teams regelmäßig Höchstleistungen ab. Selbstverständlich ist das für die 15-Jährige nicht, denn sie hat eine schwere Zeit hinter sich. Im August 2015 war sie plötzlich in einem Fußballcamp zusammengebrochen. Ihre Mutter Monika Esen brachte sie ins Krankenhaus, wo bei Melisa Blutkrebs festgestellt wurde. Drei Monate Chemotherapie folgten, auf die die junge Patientin zunächst allergisch reagierte, sodass sie zeitweise sogar auf die Intensivstation musste. Monika Esen wich ihrer Tochter keine Sekunde von der Seite – eine Zeit voller Ungewissheit und Sorge, die an der ganzen Familie zehrte.

Eine Welle der Solidarität
Als die Kollegen von Adinen Esen, Melisas Vater, von der Erkrankung seiner Tochter erfuhren, reagierten sie mit einer Welle der Solidarität. Damit er im Krankenhaus Zeit mit seiner Familie verbringen konnte, spendeten sie für den Zugbegleiter ihre Mehrstunden – 1.700 Arbeitsstunden kamen auf diese Weise zusammen. Die Stiftungen BSW und EWH griffen der Familie finanziell unter die Arme, damit sich die Esens ganz auf Melisas Genesung konzentrieren konnten. Solidarisch zeigten sich auch der Fußballverein, ihre Schulklasse und viele Freunde, die Melisa unterstützten, wo immer es ging. Weihnachten 2015 konnten die Esens wieder gemeinsam zu Hause verbringen, wo die Realschülerin nach der anstrengenden Behandlung neue Kräfte für die anschließende Dauertherapie sammelte, bei der sie ein Jahr lang mehrmals im Monat Spritzen bekam. Heute kämpft die Schülerin nicht mehr um ihr Leben, sondern steht wieder auf dem Platz und kämpft um den Ball – mit großem Erfolg.

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Ein Unglück ist schnell passiert

An seinem ersten Tag als Bahn-Lehrling ist Helmut Zeeb BSW-Förderer geworden. Heute, über vierzig Jahre später, ist der Leit- und Sicherungstechniker bei der DB Netz AG noch immer…

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Ein Unglück ist schnell passiert

2018-01-05

An seinem ersten Tag als Bahn-Lehrling ist Helmut Zeeb BSW-Förderer geworden. Heute, über vierzig Jahre später, ist der Leit- und Sicherungstechniker bei der DB Netz AG noch immer überzeugt von diesem Schritt. „Ich finde es wichtig, das BSW zu unterstützen, auch wenn man selbst nicht unmittelbar davon profitiert. Ein Unglück ist schnell passiert – und dann ist man froh, dass es eine Einrichtung gibt, die einen auffängt“, sagt der 58-Jährige. Er weiß, wovon er spricht, denn 2008 geriet er selbst in eine Notsituation und war froh, dass die Stiftung ihm zur Seite stand.

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„Wir fühlen uns in den BSW-Häusern immer wohl.“
Seit vielen Jahren entspannt sich Helmut Zeeb mit seiner Frau regelmäßig in einer BSW-Ferieneinrichtung und lernt dabei die schönsten Regionen Deutschlands kennen – von den Alpen über die Mittelgebirge bis an die Küsten von Nord- und Ostsee. „Wir fühlen uns in den BSW-Häusern immer wohl. Als unsere Kinder noch dabei waren, war das tolle Ferienprogramm für uns ideal, das einige Hotels anbieten. Dann hatten meine Frau und ich Zeit für uns, die Kinder kamen auch auf ihre Kosten – und das alles zu einem fairen Preis.“ Seit ihre Kinder erwachsen sind, fahren die Zeebs am liebsten zu zweit ins BSW-Ferienhotel Ahlbeck auf Usedom. „Wir waren aber auch schon mit Freunden in Baiersbronn. Das ist nicht weit von der Schwäbischen Alb, wo wir wohnen, und eignet sich daher super für einen Kurzurlaub“, sagt Helmut Zeeb.

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„Unsere Möbel waren komplett ruiniert.“
Dass man sich auf das BSW auch in schweren Zeiten verlassen kann, erfuhren die Zeebs 2008: Nach heftigen Regenfällen war der kleine Bach, der hinter dem Haus der Familie vorbeifließt, über die Ufer getreten. Binnen kürzester Zeit stieg der Pegel um einen Meter. Der Keller der Familie wurde vollständig geflutet und sogar im Wohnzimmer stand das Wasser dreißig Zentimeter hoch. „Unser Gartenzaun war nicht mehr zu sehen. Schon verrückt, wie viel Zerstörungskraft in so einem Rinnsal stecken kann“, erinnert sich der zweifache Vater. Das wahre Ausmaß der Schäden trat aber erst zutage, als das Wasser wieder abgeflossen war. „Alles war voller Heizöl und Schlamm. Unsere Möbel waren komplett ruiniert und mussten raus, damit wir nicht auch noch Schimmel bekommen.“

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„Ein Kollege gab mir den Tipp, das BSW um Hilfe zu fragen.“
Die Schäden am Gebäude übernahm zum Glück eine Versicherung, doch das Mobiliar war nicht gegen Elementarschäden geschützt. Eine vollständige Wohnungseinrichtung musste neu angeschafft werden – eine finanzielle Herausforderung, auf die die Zeebs nicht vorbereitet waren. „Ein Kollege gab mir dann den Tipp, das BSW um Hilfe zu fragen. Darauf wäre ich selbst gar nicht gekommen“, sagt Helmut Zeeb.
Er schilderte Mitarbeitern der Stiftung seine Situation, die der Familie sofort finanzielle Unterstützung zusicherten. Damit war es den Zeebs möglich, wenigstens die dringendsten Anschaffungen zu stemmen. „In so einer Situation erweist sich, wer wirklich zu dir hält. Das BSW war einfach für uns da, ohne Wenn und Aber – dafür bin ich heute noch sehr dankbar“, fasst Helmut Zeeb zusammen. „Sogar den Urlaub, den wir beim BSW gebucht hatten, konnten wir problemlos stornieren. Später wurde uns sogar ein bezuschusster Erholungsaufenthalt in Festenburg angeboten – und den hatten wir wirklich dringend nötig.“

Schnelle Hilfe, die ankommt
Ob vorübergehende Notlage, Schicksalsschlag oder dauerhafte psychische Belastung: Unsere Sozialarbeiter sowie unser Psychologisch-Therapeutischer Fachdienst nehmen sich Zeit für Ihre Sorgen und leisten individuelle Unterstützung ohne lange Wartezeiten.
Schnell und unbürokratisch helfen die Stiftungen BSW und EWH auch finanziell, um Krisensituationen zu entschärfen.
Rufen Sie uns unter der gebührenfreien Telefonnummer 0800 0600 0800 an oder senden uns eine E-Mail: sozialberatung@bsw24.de.

Hilfe bei Unwetterschäden

Zahlreiche Menschen in weiten Teilen Deutschlands leiden unter den Folgen von Unwetter. Wie bei den Unwetterereignissen der vergangenen Jahre können betroffene (auch ehemalige) Mitarbeiter aus dem Bahnbereich auch jetzt wieder schnell und unbürokratisch Soforthilfe aus den noch vorhandenen Spendengeldern beantragen, die auf den gemeinsamen Spendenaufruf der Stiftungen BSW und EWH, der EVG, des Konzernbetriebsrats der DB AG, der DEVK und des Fonds soziale Sicherung im Frühsommer 2013 gesammelt werden konnten.

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Chor der Kulturen

Das Mitsingen von Liedern hat einen positiven Effekt auf das Erlernen einer Fremdsprache, das haben Forscher der University of Edinburgh herausgefunden. Die Volkshochschule Leverkusen…

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Chor der Kulturen

2017-12-08

Das Mitsingen von Liedern hat einen positiven Effekt auf das Erlernen einer Fremdsprache, das haben Forscher der University of Edinburgh herausgefunden. Die Volkshochschule Leverkusen macht sich das zunutze, indem sie den Deutschunterricht für Migranten durch Musik und Gesang ergänzt.

Mit Unterstützung der Musikschule Leverkusen ist aus der Deutsch-Klasse inzwischen ein Gesangsprojekt entstanden – der „Chor der Kulturen“.

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BSW-Männerchor Germania Opladen

Über diesen Chor stieß auch Bernd Frank, Leiter des BSW-Männerchor „Germania Opladen“, auf der Suche nach neuen Sängern. Schnell war klar, dass die beiden Chöre gerne ein gemeinsames Konzert organisieren möchten.

Am 14. Dezember 2017 ist es nun so weit, das Konzert „Gesang und Begegnung“ ist für die Sänger beider Chöre ein ganz besonderes Highlight.
Sie möchten das Konzert gerne live erleben? Sie sind herzlich dazu eingeladen. Start ist um 12 Uhr in der Musikschule Leverkusen im Großen Saal in der Friedrich-Ebert-Straße 41.

Kommentare

HEINRICH hARTMANN schrieb am 15.12.2017

Das wahr eine tolle Sache mit dem Konzert mit demChor der Kulturen in Leverkusen

Stiftung BSW schrieb am 15.12.2017

Hallo Herr Hartmann! Danke für das Feedback. Haben Sie das Konzert besucht?

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Sondereinsatz auf Usedom

Wetterchaos, Zugausfälle, Umleitungen – manchmal kommt alles auf einmal. So geschah es auch einer Seniorengruppe der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) aus Sachsen-Anhalt…

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Sondereinsatz auf Usedom

2017-11-29

Wetterchaos, Zugausfälle, Umleitungen – manchmal kommt alles auf einmal. So geschah es auch einer Seniorengruppe der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) aus Sachsen-Anhalt bei der Anreise zu ihrem Bildungsseminar im BSW-Ferienhotel Ahlbeck Anfang Oktober.

Das Sturmtief „Xavier“ wütete über der Nordhälfte Deutschlands, als die Seminarteilnehmer sich in Sachsen-Anhalt auf den Weg nach Usedom machten. Nach und nach legte der Sturm immer mehr Bahnstrecken lahm, sodass auch die Züge, in denen die EVG-Senioren reisten, umgeleitet wurden, verspätet waren und die Gewerkschafter ihre Anschlusszüge nicht erreichten. Zum Glück musste niemand am Bahnhof übernachten. Alle erreichten noch ihr Ziel, jedoch manche erst sehr spät am Abend – müde, erschöpft und vor allem: hungrig.

Echte Solidarität – ein Markenzeichen des BSW

Jetzt konnten die Mitarbeiter des BSW-Hotels zeigen, was echte Solidarität bedeutet. Spontan organisierte sich das Personal an der Rezeption, in der Küche und im Service, damit auch der letzte Hotelgast noch satt wurde und sein Zimmer beziehen konnte. Bis 23 Uhr dauerte die Sonderschicht, für die alle Seminarteilnehmer noch heute sehr dankbar sind.

„Unser besonderer Dank gilt Frau Flemming von der Rezeption, die alles organisierte und auch nach 21 Uhr die Gäste empfing, die Zimmerbelegung und Verpflegung sicherstellte“, sagt Walter Jürgens, Sprecher des Landesverbands Sachsen-Anhalt der EVG-Senioren.

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„Danach kann das Leben immer noch schön sein.“

Jedes Jahr erleiden rund 270.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall, rund 20 Prozent der Patienten überleben eine solche Hirnblutung nicht. Das macht den Schlaganfall laut…

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„Danach kann das Leben immer noch schön sein.“

2017-11-29

Jedes Jahr erleiden rund 270.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall, rund 20 Prozent der Patienten überleben eine solche Hirnblutung nicht. Das macht den Schlaganfall laut Gesundheitsberichterstattung des Bundes nach dem Herzinfarkt zur zweithäufigsten Todesursache. Wer einen ischämischen Infarkt überlebt – so heißt der Schlaganfall in der Fachsprache –, verbringt meist lange Zeit in Krankenhäusern und Reha-Kliniken. Denn die Schäden, die das Gehirn davonträgt, können schwerwiegend sein.

2014 traf es Karl-Heinz Baaken, und zwar ohne jede Vorwarnung. Der damals 55-jährige Bahnbeamte gehörte zu keiner der Risikogruppen – er trieb sehr viel Sport und hatte kein Übergewicht. Trotzdem schlug das Schicksal zu.

„… und danach kommt die Angst“

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Der Niederrheiner hatte Glück und überlebte den Schlaganfall. Mittlerweile ist er wieder im Dienst und bei guter Gesundheit. Das Erlebnis ließ den BSW-Förderer jedoch nicht mehr los. Schließlich hat er seine Erfahrungen mit dem Infarkt und der Zeit danach in einem Buch mit dem Titel „… und danach kommt die Angst“ zusammengefasst.

„Mit diesem Buch habe ich mich meinen Ängsten vor einem zweiten Schlaganfall gestellt und mir selbst sehr viel Mut damit gemacht. Gleichzeitig möchte ich auch anderen Menschen damit helfen und sagen, dass man die Hoffnung nie aufgeben darf“, sagt Karl-Heinz Baaken. „Danach kann das Leben immer noch schön sein.“

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Der emotionale und sehr persönliche Bericht nimmt den Leser mit auf eine Reise vom Krankenhaus über die Reha bis zum heutigen Tag, durch ernste und durch heitere Stunden. „Mir geht es in erster Linie darum, den vielen Kollegen, die auch selbst betroffen sind, in gewisser Weise zur Seite zu stehen“, betont der Autor. Gerne ist er deshalb auch für den direkten Dialog offen – unter der E-Mail-Adresse baaken@gmx.de

Das 228-seitige Taschenbuch (ISBN: 9783744813907) ist für 10 Euro überall im stationären Buchhandel und online erhältlich. Weitere Informationen finden Sie hier:
https://www.amazon.de/danach-kommt-die-Angst-Erlebnisbericht/dp/3744813908/

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Die Notfallmamas

Eltern hören Vorträge zu vielen Aspekten des Familienlebens und ihre Kinder sind währenddessen in besten Händen – das war die Idee hinter der Vortragsreihe „Projekt Familie“,…

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Die Notfallmamas

2017-11-21

Eltern hören Vorträge zu vielen Aspekten des Familienlebens und ihre Kinder sind währenddessen in besten Händen – das war die Idee hinter der Vortragsreihe „Projekt Familie“, die im zweiten Halbjahr 2017 von BSW und EWH in Kooperation mit der BAHN-BKK erstmals angeboten wurden.

Die Kinderbetreuung während der Vorträge haben die "Notfallmamas" übernommen, mit denen die Stiftungen BSW und EWH seit Jahren erfolgreich zusammenarbeiten. Wir nutzen die Gelegenheit, Ihnen die Kinderbetreuerinnen näher vorzustellen. Bei Interesse sprechen Sie uns gerne darauf an.

Ihr Kind ist krank, der Kindergarten geschlossen oder der Babysitter im Urlaub? Was nun? Kein Problem: Die Notfallmamas unterstützen Sie – unbürokratisch, professionell und direkt.

Eine Notfallmama kann ohne Voranmeldung oder Registrierung gebucht werden: Sie kontaktieren sie einfach telefonisch oder per E-Mail.

Im Video stellen sich die Notfallmamas selbst vor.

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Nur echt mit 52 Zähnen?

Nostalgie pur oder eine Wissenschaft für sich? Briefmarken zu sammeln scheint in Zeiten der schnellen, digitalen Kommunikation per E-Mail, WhatsApp und Twitter aus der Mode gekommen…

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Nur echt mit 52 Zähnen?

2017-11-17

Nostalgie pur oder eine Wissenschaft für sich?
Briefmarken zu sammeln scheint in Zeiten der schnellen, digitalen Kommunikation per E-Mail, WhatsApp und Twitter aus der Mode gekommen zu sein. Dabei ist dieses Hobby alles andere als verstaubt. Ganz im Gegenteil: Briefmarken erzählen Geschichten, sie sind Zeitzeugen wichtiger Ereignisse – und nicht selten kleine Kunstwerke.

Ein wenig Geschichte
Als die Post noch mit Kutschen befördert wurde, zahlte der Empfänger die Gebühr. Erst mit dem fortschreitenden Ausbau
der Eisenbahn im 19. Jahrhundert und der damit einhergehenden schnelleren und massenweisen Postabfertigung wurde es üblich, dass die Gebühr vom Absender entrichtet wurde. Um 1850 war das die Geburtsstunde der Briefmarke. Die ersten Marken kamen in England in Umlauf, wenig später druckten dann auch die deutschen Kleinstaaten wie Preußen und Sachsen eigene Marken, aber auch Helgoland und Hamburg. Schließlich wurden auch in entlegenen Kolonien Briefmarken hergestellt, zum Beispiel auf der Insel Mauritius – die „Blaue Mauritius“ gehört zu den berühmtesten; ein Exemplar ist sogar im Berliner Museum für Kommunikation ausgestellt.

Kreatives Sammeln
Wer eine Sammlung anlegen will, braucht zwei Dinge: ein Thema und zumindest solides Basiswissen. Sollen postfrische oder gestempelte Marken ins Album kommen? Soll es eine aufwendige (und teure) Ländersammlung sein oder eine thematische, etwa zur Inflation 1923, zur Wiedervereinigung oder zur Einführung des Euro? Auch Motive können im Zentrum einer Sammlung stehen: Blumen, Tiere, Bauten oder Persönlichkeiten. Jeder Sammler kann seiner Kreativität freien Lauf lassen. Das Thema Eisenbahn steht bei BSW-Sammlergemeinschaften hoch im Kurs, doch natürlich sind auch andere Ausrichtungen willkommen. Wer sich für ein
Thema entschieden hat, kann sich im Austausch mit anderen Sammlern in den BSW-Gruppen wertvolle Tipps holen. Dort sind die wichtigsten Kataloge, aktuelle Neuheiten und beste Kontakte zum Bund Deutscher Philatelisten (BDPh) vorhanden. So wird das Sammeln, Tauschen und Zusammenstellen der Alben – bis hin zur Wettbewerbssammlung nach den Regeln des BDPh – zum gemeinschaftlichen Vergnügen.

In jeder Region vertreten
700 begeisterte Philatelisten sind derzeit in zwölf BSW-Gruppen deutschlandweit organisiert – auch in Ihrer Nähe. Zu finden sind sie im Gruppenverzeichnis auf www.bsw24.de unter der Rubrik „Kultur und Freizeit“. Zusätzlich treffen sich kleinere Untergruppen in vielen Großstädten bzw. angegliedert an BSW-Ortsstellen. Fragen können Sie an Hans-Georg Schlicht richten (E-Mail: hansgschlicht@aol.com). Einige Briefmarkensammler-Gemeinschaften (BSG) im BSW sind auch für Münzsammler offen.

Aktuell ist die BSG Berlin auf der Suche nach Numismatikern, wie sie im Fachjargon genannt werden. Interessierte können sich gerne an den Gruppenleiter Jörg-Dieter Schwankert wenden (Telefon: 0173 1052661, E-Mail: jdschwankert@gmx.de).

Die Briefmarkensammler-Gemeinschaft Rhein-Ruhr-Lippe ist ebenfalls auf der Suche nach Eisenbahnern, die bereits Briefmarken sammeln oder gerne sammeln möchten. Ansprechpartner ist der Sammlerkollege Karl Hundstein. Tel.: 02241/313804 oder per E-Mail karlhundstein@ish.de.

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„Ich muss mir nicht jeden Schuh anziehen“

Die Anforderungen im Berufsleben steigen: Ständige Erreichbarkeit, Arbeitsverdichtung und ein hohes Maß an Flexibilität machen Stress laut Weltgesundheitsorganisation zur größten…

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„Ich muss mir nicht jeden Schuh anziehen“

2017-11-16

Die Anforderungen im Berufsleben steigen: Ständige Erreichbarkeit, Arbeitsverdichtung und ein hohes Maß an Flexibilität machen Stress laut Weltgesundheitsorganisation zur größten Gesundheitsgefahr des 21. Jahrhunderts. Wenn private Krisensituationen mit dem Partner, der Familie oder den Kindern hinzukommen, kann die Belastung die eigenen Kräfte schnell übersteigen. Eine Bahnbeschäftigte, die anonym bleiben möchte, war in einer solchen Notlage und erzählt, wie sie beim Psychologisch-Therapeutischen Fachdienst des BSW Hilfe fand.

„Als ich mich vor etwa fünf Jahren von meinem Mann trennte, machte ich eine schwere Zeit durch, in der ich unter einer starken Depression litt. Ich suchte damals verzweifelt nach Unterstützung, doch einen Psychotherapeuten zu finden, war nicht einfach. Bis meine Behandlung endlich begann, vergingen ganze drei Monate. Obwohl das noch vergleichsweise schnell ging, fühlte es sich für mich an wie eine Ewigkeit. Die Therapie half mir, nach und nach wieder Tritt zu fassen, und schließlich kam ich wieder gut zurecht. Vor einiger Zeit jedoch begegnete ich meinem Exmann auf der Hochzeit unseres gemeinsamen Sohnes wieder. Dadurch brachen alte Schuldgefühle wieder hervor und ich fiel zurück in die Depression. Zur Arbeit schleppte ich mich nur noch mit Mühe und schnell kam ich mit der Situation alleine nicht mehr zurecht.

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Ein Kollege erkannte meine Lage und vertraute mir an, dass er selbst einmal in einer ähnlichen Situation war. Er hatte sich damals an das BSW gewandt und hatte mit dem Psychologisch-Therapeutischen Fachdienst der Stiftung gute Erfahrungen gemacht. Daraufhin schrieb ich eine E-Mail ans BSW und innerhalb einer Woche hatte ich einen Termin. Ganz unbürokratisch und schnell! Bei dem Therapeuten fühlte ich mich schnell in guten Händen und gewann in kurzer Zeit das nötige Vertrauen. Die Gespräche mit ihm bewirkten, dass ich meine Gefühlswelt aus einem anderen Blickwinkel betrachtete.
Gemeinsam fanden wir heraus, dass die Wurzeln meiner anhaltenden Schuldgefühle in meinen Kindheitserfahrungen liegen. Gerade wenn es Menschen, die mir wichtig sind, nicht gut geht, fühle ich mich wie gelähmt – selbst wenn ich mich über sie ärgere. Dann ist es wichtig, dass ich meine Gefühle ernst nehme und darüber spreche. Enttäuschung, Ärger oder Frust herunterzuschlucken ist keine Lösung. Ich habe auch begriffen, dass ich kein schlechtes Gewissen haben muss, wenn es um die Erfüllung meiner eigenen Bedürfnisse und Wünsche geht. Das gehört zu einem glücklichen Leben einfach dazu – auch wenn das natürlich nicht heißt, dass jeder Wunsch erfüllt und jeder Plan in die Tat umgesetzt werden muss. Die wichtigste Erkenntnis für mich ist, dass ich mir nicht jeden Schuh anziehen muss. Das gilt rückwirkend für meine Ehe, aber auch für künftige Konfliktsituationen. Mit diesen neuen Einsichten haben sich meine Schuldgefühle schnell gebessert und ich sehe wieder optimistisch in die Zukunft.“

Fühlen Sie sich ausgebrannt oder niedergeschlagen? Die Sozialarbeiter und Therapeuten der Stiftung BSW bieten Ihnen eine lösungsorientierte Beratung und Begleitung. Rufen Sie uns einfach an oder schicken Sie uns eine E-Mail. Telefon: 0800 0600 0800 (Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr). E-Mail: sozialberatung@bsw24.de

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Der Mann, der aus dem Beichtstuhl fiel

In der Mondpalast-Komödie „Herr Pastor und Frau Teufel“ wird getafelt und getrunken, geweint, gelacht, geneidet, geliebt und gestritten. Damit bietet sie viel Stoff für ein Drama…

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Der Mann, der aus dem Beichtstuhl fiel

2017-11-13

In der Mondpalast-Komödie „Herr Pastor und Frau Teufel“ wird getafelt und getrunken, geweint, gelacht, geneidet, geliebt und gestritten. Damit bietet sie viel Stoff für ein Drama und noch mehr für eine Komödie, die von Pastor Roggensemmel und Apolonia Teufel, seiner Haushälterin, handelt.

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Am 9.11. konnten über 60 BSW-Förderer die Vorstellung im großen Volkstheater in Wanne-Eickel genießen und bei einem exklusiven Meet & Greet die Hauptdarsteller kennenlernen.

Mit unseren attraktiven Freizeit-Rabatten für BSW-Förderer können Sie tolle Events erleben und dabei bares Geld sparen! Aktuelle Angebote finden Sie jederzeit unter https://www.bsw24.de/kultur-freizeit/freizeit-rabatte/ oder unter https://www.bsw24.de/allgemeines/aktuelles/

Haben Sie Fragen? Wir freuen uns über Ihre Nachricht.

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Große Geschichten für kleine Zuschauer

König Drosselbart - nach dem Gebrüdern Grimm Besuchen Sie am 19. November 2017 um 16 Uhr das spannende Weihnachtsmärchen „König Drosselbart“ nach den Gebrüdern Grimm im Ernst…

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Große Geschichten für kleine Zuschauer

2017-11-02

König Drosselbart - nach dem Gebrüdern Grimm

Besuchen Sie am 19. November 2017 um 16 Uhr das spannende Weihnachtsmärchen „König Drosselbart“ nach den Gebrüdern Grimm im Ernst Deutsch Theater Hamburg mit Ihrer ganzen Familie zum BSW-Sonderpreis!

Die reichsten und klügsten Prinzen aller Länder haben ihre Eltern für sie eingeladen, aber die Prinzessin will einfach
keinen von ihnen zum Mann haben. Alle findet sie zu fett oder zu dürr, zu klein oder zu groß, auf jeden Fall
zu dumm und zu hässlich. Ziemlich verärgert beschließen die Eltern, dass die Prinzessin zur Strafe den erstbesten
armen Musikant, der an den Hof kommt, heiraten muss ...

Preis: 12 Euro p.P. (inkl. HVV-Fahrkarte)
Karten sind ab 17. Oktober ausschließlich telefonisch unter 040 18048225-2 erhältlich – nur so lange der Vorrat reicht.
Bestellte Tickets müssen innerhalb von 14 Tagen nach Bestellung und nach telefonischer Rücksprache abgeholt werden.

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„Mir kamen die Tränen vor Glück“

„Henry hat gestrahlt und war so stolz." Nach einer schwierigen Zeit stand das Jahr 2017 für Familie Timm unter einem guten Stern: Tochter Lotte kam gesund zur Welt, Sohn Henry…

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„Mir kamen die Tränen vor Glück“

2017-10-25

„Henry hat gestrahlt und war so stolz."

Nach einer schwierigen Zeit stand das Jahr 2017 für Familie Timm unter einem guten Stern: Tochter Lotte kam gesund zur Welt, Sohn Henry besuchte eine ganz normale Regelschule, und mithilfe der Stiftungen BSW und EWH sowie anderer Unterstützer konnten die Timms das behindertengerecht umgebaute Auto anschaffen, das sie so dringend brauchten. Die beste Nachricht kam zum Schluss: Seit Kurzem gibt es in Deutschland ein Medikament, das die erblich bedingte, fortschreitende Muskelschwäche des siebenjährigen Henry aufhalten kann.

„Er ist ja geistig voll da.“

2016 haben die Stiftungen die Familie beim Kauf eines Rollfiets, einer Kombination von Rollstuhl und Fahrrad, sowie beim Einbau einer Rollstuhlrampe unterstützt, damit Henry trotz seiner eingeschränkten Motorik so aktiv wie möglich am Alltag teilhaben kann, in der Schule wie zu Hause. „Wir waren so dankbar und froh, dass uns die Stiftungen damals unter die Arme gegriffen haben“, sagt Familienvater Sven. „Henry ist ein ganz normaler Schüler – er ist ja geistig voll da – und jetzt kann er sogar beim Sport mitmachen.“

Durch die Rampe konnte sich Henry endlich wieder etwas freier bewegen, doch der Transport des 160 Kilogramm schweren Elektrorollstuhls stellte ein echtes Problem dar. „Außerdem war da schon Lotte unterwegs und Henry wird auch nicht gerade leichter“, erzählt Mutter Ninette Fritsch-Timm. „Es war klar, dass wir über kurz oder lang ein Auto brauchen würden, das an Henrys Bedürfnisse angepasst ist und in das er auch alleine reinkommt – und wieder raus.“

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„Ein Brief hatte 21 Seiten.“

Eine solche Investition überstieg jedoch bei Weitem die Mittel des Triebfahrzeugführers und der Teilzeitarzthelferin. Auf der Suche nach Finanzierungsmöglichkeiten stieß die Mutter auf den Verein „Mobil mit Behinderung“, der darauf spezialisiert ist, Behinderte und ihre Familien bei der Suche nach Beihilfen für mobilitätserhaltende Maßnahmen zu unterstützen – also genau solche Fälle wie den der Timms. Ein ehrenamtlicher Mitarbeiter des Vereins beriet die Familie und half, Anträge an verschiedene Organisationen und Stiftungen zusammenzustellen. „So ein Brief hatte 21 Seiten: Anschreiben, Gehaltsabrechnungen, Berichte von Henrys Ärzten, Bestätigungen von der Krankenkasse, Kostenvoranschläge vom Autohaus, vom behindertengerechten Umbau und so weiter“, erinnert sich die 42-Jährige. „Man muss schon sehr viel von sich preisgeben – aber ich sagte mir, was haben wir schon zu verlieren?“

„Das Geld vom BSW ist da!“

Fast 600 Euro an Briefpapier, Druckerpatronen, Umschlägen und Porto sowie jede Menge Zeit hat die Familie investiert, um mehrere Dutzend Institutionen um Unterstützung zu bitten. „Manche haben sogar noch Kontoauszüge von uns angefordert. Ehrlich gesagt habe ich nicht damit gerechnet, dass viel dabei herumkommt“, sagt Sven Timm. Doch schon wenige Wochen nachdem die Briefe verschickt waren, gab es die ersten positiven Rückmeldungen – auch von BSW und EWH. Die ersten Überweisungen ließen ebenfalls nicht lange auf sich warten. „Kurz vor Lottes Geburt war ich mit Vorwehen im Krankenhaus, als Sven anrief und fragte: ‚Liegst du?‘“, erinnert sich Ninette Fritsch-Timm. „Dann rückte er mit der frohen Botschaft heraus: ‚Das Geld vom BSW ist da!‘“ Mit der Unterstützung von BSW und EWH war die Finanzierung des Autos endlich komplett und entsprechend erleichtert waren die Timms.

„Mir kamen die Tränen vor Glück.“

Im Mai 2017 wurde das behindertengerecht umgebaute Auto mit genügend Platz für den Elektrorollstuhl, den normalen Rollstuhl und den Kinderwagen der kleinen Lotte geliefert. Den Moment, in dem Henry zum ersten Mal ganz allein mit dem Rollstuhl in „sein“ Auto fuhr, hielt die Mutter in einem Video fest: „Das ist ganz verwackelt, weil meine Hände furchtbar gezittert haben. Henry hat gestrahlt und war so stolz – mir kamen die Tränen vor Glück.“

Im Alltag haben es die Timms nun deutlich leichter. „Wir möchten allen Mitarbeitern sowie allen Förderern und Spendern der Stiftungen ganz herzlich danken“, betont Sven Timm. Eine aufregende Nachricht stellt jedoch zurzeit alles in den Schatten: Kürzlich ist in Deutschland ein Medikament zugelassen worden, das gegen Henrys Krankheitsbild helfen könnte. Die Krankenkasse hat die Behandlung bereits genehmigt, und die Familie hat nun allen Grund zur Hoffnung, dass das Fortschreiten von Henrys Muskelschwäche aufgehalten werden kann. Den Blick fest auf die Zukunft gerichtet hat Henry in jedem Fall.

Die Stiftungen BSW und EWH haben die Anschaffung und den behindertengerechten Umbau eines Pkws bezuschusst.

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Angelo Witt schrieb am 27.10.2017

Ich wünsche der Familie Timm viel Glück!
Auch mein Sohn Philipp leidet unter der Muskeldystrophie Duchenne.
Auch bei ihm hilft dieses Medikament.
Philipp ist 6 Jahre alt und kann "Gott sei dank " noch selbstständig gehen.
Auf unsere Familie wird daher auch noch einiges zukommen.
Es sei denn, die Wissenschaft ist schneller.
Grüße aus Hamburg,
Euer Angelo Witt

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Wer ist schuld an den Schulden?

Fachartikel von BSW-Sozialarbeiter Sascha Rehberg Jeder zehnte Bundesbürger über 18 Jahren ist überschuldet. Das geht aus dem Schuldenatlas 2016 des Wirtschaftsauskunfts-Unternehmens…

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Wer ist schuld an den Schulden?

2017-10-25

Fachartikel von BSW-Sozialarbeiter Sascha Rehberg

Jeder zehnte Bundesbürger über 18 Jahren ist überschuldet. Das geht aus dem Schuldenatlas 2016 des Wirtschaftsauskunfts-Unternehmens Creditreform hervor. Davon leben über vier Millionen Personen in einer dauerhaften Überschuldungssituation. Auch vor den Förderern und Spendern der Stiftungen BSW und EWH macht dieses Thema nicht Halt. Immer wieder wenden sich Hilfesuchende mit Schuldenproblemen an die BSW-Sozialberatung.
Was steckt hinter diesen erschreckend hohen Zahlen? Was sind die Ursachen von Überschuldung? Wie kann man der Schuldenspirale entkommen? Diesen Fragen beantwortet Sascha Rehberg, Diplom-Sozialberater im BSW und zertifizierter Schuldnerberater, in diesem Fachartikel.

Jeder hat Schulden
Unser Waren- und Dienstleistungsaustausch wird über Geld geregelt. Ganz ohne Schulden zu leben, ist fast unmöglich – Flüge zu buchen oder ein Auto zu kaufen, ist ohne Kredit oder Kreditkarte heute gar nicht mehr denkbar. Schulden zu haben, ist daher ganz normal und gehört zum wirtschaftlichen Kreislauf, zum gesellschaftlichen Zusammenleben. Kritisch wird die Situation erst bei sogenannter Überschuldung. Davon spricht man, wenn die monatlichen Zahlungsverpflichtungen das Einkommen übersteigen und der Schuldner die Forderungen auf Dauer nicht mehr bedienen kann.

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Wie Überschuldung entsteht
Die Wenigsten sind „selbst schuld“ an den Schulden. Nur etwa elf Prozent der überschuldeten Personen sind aufgrund ihres Konsumverhaltens in diese Lage geraten, indem sie zum Beispiel mehr gekauft haben, als sie sich leisten können. In über der Hälfte aller Fälle sind Schicksalsschläge wie Arbeitslosigkeit, Krankheit oder Trennung bzw. Verlust des Partners die Auslöser von Schuldenkrisen. Es kann auch passieren, dass das Geld auch bei voller Erwerbstätigkeit nicht zum Leben reicht – Einkommensarmut ist in Deutschland die zweithäufigste Ursache für Überschuldung. An dritter Stelle folgt die gescheiterte Selbstständigkeit, die oftmals einen Schuldenberg hinterlässt, den die Betroffenen nicht mehr selbst bewältigen können.

Risikogruppen
Männer und Frauen sind ungefähr gleich oft von Überschuldung betroffen, doch es gibt zwei überdurchschnittlich gefährdete Gruppen: Alleinerziehende, die nicht oder nur in Teilzeit arbeiten, und Alleinlebende Besonders hoch ist das Überschuldungsrisiko zudem in der ersten Lebenshälfte: Kinder, Haus- und Autokäufe sind finanzielle Risiken, die viele in dieser Lebensphase eingehen. Verringert sich dann das Einkommen, etwa aufgrund einer langen Erkrankung oder Arbeitslosigkeit, ist die Schuldenkrise meist nicht mehr fern.

Schulden und Scham
Ist die Überschuldung erst einmal eingetreten, versuchen die meisten Betroffenen zunächst, naheliegende Gegenmaßnahmen einzuleiten: sie sparen, verkaufen Wertsachen, leihen sich Geld bei Freunden und Verwandten, nehmen Kredite auf oder suchen sich einen zusätzlichen Nebenjob. Reicht das nicht aus, treten sogenannte „harte“ Überschuldungsanzeichen auf. Die Schuldner geraten in Zahlungsverzug, in Inkassoverfahren, müssen eidesstattliche Versicherungen abgeben oder werden gar gepfändet. Viele der Betroffenen versuchen, ihr Problem geheim zu halten, weil sie sich ihrer Schulden schämen. Dabei kommt ihnen die Situation immer auswegloser vor, sie fühlen sich ohnmächtig. So dreht sich die Schuldenspirale immer weiter, bis die Überschuldeten anfangen, ihre Post nicht mehr zu öffnen, um das Problem zu verdrängen.

Auswirkungen von Schulden
Die meisten Betroffenen leiden so stark unter der Situation, dass sie über kurz oder lang körperliche und seelische Auswirkungen spüren. 80 Prozent der Überschuldeten werden psychisch krank oder entwickeln Wirbelsäulen- oder Gelenkerkrankungen. Fast zwei Drittel von denjenigen, die in medizinischer Behandlung sind, kaufen aus Geldmangel die verschriebenen Medikamente nicht. Auch Freunde und Familie der Betroffenen ziehen sich häufig zurück. Schulden können sogar den Arbeitsplatz gefährden oder verhindern, dass Arbeitslose eine Beschäftigung finden. In vielen Fällen können Überschuldete den Teufelskreis, in dem sie sich befinden und der ihr ganzes Leben beherrscht, nicht mehr aus eigener Kraft durchbrechen.

Der Weg aus der Krise
Doch Schulden zu überwinden, ist möglich – für jeden. Wichtig ist der erste Schritt der Betroffenen in eine nach §305 InsO anerkannte Schuldnerberatung. Die Schuldnerberatungsstellen helfen kostenlos und vertraulich dabei, die finanziellen Verhältnisse der Betroffenen zu ordnen und die individuellen Möglichkeiten auszuloten. Dabei gilt der Grundsatz: Erst kommt das Leben, dann die Schulden. Dazu hat der Gesetzgeber Regelungen getroffen, die trotz Überschuldung die Existenz sichern sollen: Das Pfändungsschutz-Konto, kurz: P-Konto, beinhaltet zum Beispiel eine Freigrenze von mindestens 1133,80 Euro, die nicht gepfändet werden darf, damit Schuldner die laufenden Kosten decken können, die lebensnotwendig sind. Als letzte Möglichkeit steht der Weg des Insolvenzverfahrens offen, bei der ein vollständiger finanzieller Neustart möglich ist. Schuldnerberatungen begleiten ihre Klienten in der Regel durch den gesamten Prozess bis eine Gesamtlösung gefunden ist. Leider müssen Hilfesuchende bei den Beratungsstellen oft lange Wartezeiten – im Schnitt um die zehn Wochen – in Kauf nehmen. Diese Wartezeit können die Schuldner jedoch zur Vorbereitung nutzen, indem sie wichtige Unterlagen zusammensuchen und ordnen.

Rechtzeitig Unterstützung suchen!
Wenn das Geld nicht mehr reicht, um Strom oder Miete zu bezahlen, lässt das auf ein ernstes Schuldenproblem schließen. Spätestens wenn diese so genannten Indikatorschulden auftreten, ist es höchste Zeit, sich Hilfe zu holen. Die BSW-Sozialarbeiter stehen auch bei Geldsorgen bereit und können im Rahmen einer Budgetberatung erste Schritte begleiten – schnell, diskret und vertraulich. Sie vermitteln bei Bedarf auch an Schuldnerberatungen weiter und helfen bei der Vorbereitung des dortigen Erstberatungsgesprächs, indem sie beispielsweise gemeinsam mit dem Schuldner die Unterlagen nach Ursprungsgläubigern sortieren oder eine Schufa-Auskunft anfordern.

Existenzsicherung vor Schuldentilgung
Wichtig ist in jedem Fall, sich dem Problem zu stellen, und sich klar zu machen, dass es nur aufwärts gehen kann. Bei der Schuldnerberatung gilt der Grundsatz „Existenzsicherung vor Schuldentilgung“: Erst müssen die lebensnotwendigen Ausgaben gedeckt sein – Miete, Strom, Heizung, Fahrtkosten und Lebensmittel. Nur mit dem dann noch übrigen Geld werden Schulden abgebaut. Dieser Prozess erfordert zwar viel Geduld und manchmal starke Nerven, doch am Ende steht ein schuldenfreies, selbstbestimmtes Leben.

BSW-Netzwerk Soziale Dienste

Wenn Sie nicht mehr weiter wissen, sind wir für Sie da. Die BSW-Sozialberatung und der Psychologisch-Therapeutische Fachdienst stehen Ihnen deutschlandweit, unbürokratisch und diskret zur Verfügung. Bei finanziellen Sorgen können wir zum Beispiel mit Budgetberatung oder Erstellung eines Haushaltsplans helfen – im Ernstfall vermitteln wir auch weiter an spezialisierte Fachdienste.

Wenn Sie Unterstützung benötigen, dann rufen Sie uns unter der gebührenfreien Telefonnummer 0800 0600 0800 an oder senden Sie uns eine E-Mail: sozialberatung@bsw24.de

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Wie lernen Kinder, mit Stress umzugehen?

Etwa 25 Prozent aller Kinder im Grundschulalter fühlen sich oft oder sogar sehr oft gestresst. Über die Gründe, die Folgen und über Methoden, mit dem Stress umzugehen, referierte…

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Wie lernen Kinder, mit Stress umzugehen?

2017-10-16

Etwa 25 Prozent aller Kinder im Grundschulalter fühlen sich oft oder sogar sehr oft gestresst.
Über die Gründe, die Folgen und über Methoden, mit dem Stress umzugehen, referierte am 31. August 2017 Prof. Dr. Arnold Lohaus von der Universität Bielefeld im Rahmen der Vortragsreihe "Projekt Familie", die Stiftung BSW und BAHN-BKK in Frankfurt am Main anbieten.

Eine kleine Zusammenfassung einiger Kernaussagen des Vortrages können Sie sich im Video-Zusammenschnitt ansehen.

Benötigen Sie Unterstützung bei der Bewältigung von Stresssymptomen Ihrer Kinder oder eine allgemeine Beratung?
Die Stiftungen BSW und EWH bieten zahlreiche Unterstützungsleistungen für Eltern und Familien an, die selbstverständlich auch Kindern und Jugendlichen offen stehen. Informationen zur Sozialberatung und zum Psychologisch-Therapeutischen Fachdienst finden Sie auf unserer Homepage unter bsw24.de/soziales-gesundheit

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Egal – Hauptsache, es rockt!

Bernhard Schad ist Regionalleiter HR-Partner Zentrale Regio Schiene und Bus sowie Betriebsleiter bei der DB Regio AG. Seit über vierzig Jahren ist er schon bei der Bahn – und ebenso…

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Egal – Hauptsache, es rockt!

2017-10-09

Bernhard Schad ist Regionalleiter HR-Partner Zentrale Regio Schiene und Bus sowie Betriebsleiter bei der DB Regio AG. Seit über vierzig Jahren ist er schon bei der Bahn – und ebenso lange BSW-Förderer. Im Interview mit dem BSWmagazin hat er uns sein Hobby verraten: Er ist Gitarrist der Coverband „egal“.

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Seit jeher weiß er um den Wert von Kreativität, bei der Arbeit und als Ausgleich in der Freizeit. Bei den regelmäßigen Auftritten mit seiner Band kann Bernhard Schad sich richtig auspowern und gleichzeitig seine Akkus wieder aufladen.

Wie die Band zu ihrem Namen gekommen ist? Ganz einfach: Die Zeit für die Suche nach einem Namen war den Musikern viel zu schade – sie wollten lieber Musik machen. Schließlich war es ihnen „egal“ wie sie sich nennen sollten, Hauptsache es rockt!

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Das musikalische Herz der Band schlägt überwiegend für den Rock und Pop der 70er und 80er Jahre. Angefangen von Bon Jovi und AC/DC, über Eagles, Status Quo und Toto bis hin zu Whitesnake oder ZZ Top – aber gerne auch mal Tina Turner oder Pink. Die Band interpretiert die Stücke mit dem Anspruch, möglichst originalgetreu zu spielen und mit Freude die eigene Note hinzuzugeben. Die Auswahl der Songs ist fernab dem alltäglichen Einheitsbrei. „egal“ spielt die Hits, bei denen man sich wieder jung fühlt.

Live erleben kann man „egal“ regelmäßig in und um Egelsbach bei Frankfurt am Main. Die aktuellen Auftrittstermine, Bilder und Informationen finden Sie hier: egal-rockt.de

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Birgit.Korte-Denker schrieb am 21.10.2017

Coole Band und kaum zu glauben, was das BSW für Geheimnisse verbirgt. 40 Jahre Treue zum BSW Glückwunsch an Bernhard.

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"Ich denke gerne an die alte Zeit zurück"

Ein Zeitzeugenbericht von Klara Rohr Mit dem Ende des 2. Weltkrieges verlor ich meine Tätigkeit als Zugbegleiterin bei der damaligen Reichsbahn und so war ich gezwungen mir schnell…

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"Ich denke gerne an die alte Zeit zurück"

2017-10-05

Ein Zeitzeugenbericht von Klara Rohr

Mit dem Ende des 2. Weltkrieges verlor ich meine Tätigkeit als Zugbegleiterin bei der damaligen Reichsbahn und so war ich gezwungen mir schnell eine neue Tätigkeit zu suchen um meine alleinerziehende Mutter und meinen kleinen Bruder zu unterstützen. Es war noch 1945 als ich mich in Mainz auf Arbeitssuche begab und ehemalige Bahnkollegen traf, die mir den Ratschlag gaben, mich doch in der neuen Bahnkantine zu bewerben. Ich ging also in die Bahnhofsstraße um mich zu bewerben.
Das Gebäude wurde vor dem Krieg als Hotel genutzt, dann zur kurzfristigen Versorgung heimkehrender Soldaten und danach als Kantine. Die Kantine wurde jetzt von einem privaten Pächter mit der Unterstützung des Bahn-Sozialwerkes bewirtschaftet. Ich wurde auch sofort eingestellt, für 10 Stunden Arbeit pro Woche gab es 26 Mark und davon wurden uns noch 50 Pfennig pro Mahlzeit abgezogen. Ich wohnte in Budenheim und da aus Budenheim keine Züge fuhren musste ich täglich mit dem Fahrrad nach Mainz und zurück fahren, egal ob früh um 6 Uhr oder bei Schnee und Regen.

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Mainz war amerikanisch und französisch besetzt. Die amerikanische Verwaltung mit Kantine war in der ehemaligen Bahnverwaltung in der Kaiserstraße ehemals Horst-Wesel-Platz. Der Küchenchef der Amerikaner hieß Bill und er war sehr nett. Unser Chef und zwei Küchenhilfen wurden ab und zu von Ihm für Hilfsarbeiten angefordert, meistens kamen wir zum Hähnchenausnehmen, die Innereien durften wir zum Verbrauch in unsere Kantine mitnehmen. Außerdem durften wir den Kaffeesatz mitnehmen, der später wieder aufgebrüht wurde und dann pro Tasse 10 Pfennig kostete.

Unser Chef versteckte schon mal ein ganzes Hähnchen unter den Innereien und die kleinen Aufmerksamkeiten von Bill, wie Schokolade und Gebäck, forderte er später ein, da er der Meinung war, sie würden der Kantine, also eigentlich Ihm, zustehen. Nach Absprache mit Bill holten wir in Zukunft die Süßigkeiten dann ein paar Stunden später. Gelegentlich wurden wir zum Tanzen bei den Amerikanern eingeladen, das war in dieser armen Zeit immer ein Fest.

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Nach 5 Jahren übernahm ein neuer Pächter unsere und zwei weitere Kantinen im Auftrag der Bahn und so wurden wir wieder Bahnangestellte im Angestelltenverhältnis. Dieses Arbeitsverhältnis hatte Bestand bis zu meiner Pensionierung im Jahre 1983. An der Münsterbrücke befanden sich die Lockschuppen in denen Loks überprüft, gewartet und mit Wasser und Kohle befüllt wurden, hier bewirtschafteten wir eine zweite Kantine in der ich auch tätig war. Außerdem wurden hier die Züge in verschiedene Richtungen wie nach Koblenz, Düsseldorf, Ludwigshafen oder München zusammengestellt.

Unsere Kunden waren Bahnarbeiter, Schlosser und Jungarbeiter, heute würde man Auszubildende sagen. Um alle Mitarbeiter zu versorgen war die Kantine von 7 Uhr bis 21 Uhr geöffnet. Die warmen Mahlzeiten wurden aus unserer dritten Kantine, die sich in der nahen Dragoner Kaserne befand, (sie heißt heute noch so) angeliefert. In der Dragoner Kaserne wohnten viele ausgebombte Familien. Außerdem befanden sich hier auch die Kleider-und Schuhkammer der Bahn, in welcher Mitarbeiter Ihre zerschlissenen Uniformen tauschen konnten. Andere Büros auf diesem Gelände waren zuständig für soziale Belange der Bahnmitarbeiter, z.B. wurde hier an geringverdienende Mitarbeiter, angespartes Kartoffel- und Kohlegeld ausgezahlt, so dass diese Leute, bei Anlieferung ihrer Kartoffeln oder Kohle, diese bezahlen konnten.

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Alle Bahnmitarbeiter und Anwohner wurden aus unserer Kantine versorgt. Wir hatten sogar einen eigenen Metzger, der Wurst herstellte, die wir ebenfalls in der Kantine verkauften. In dieser Nachkriegszeit wurden viele zerstörte Bahnstrecken wieder hergestellt oder neu gebaut. Diese Strecken wurden nach Fertigstellung von einer Kommission, unter Leitung des Bahnpräsidenten, zur Kontrolle abgefahren. Es wurden unter anderem Streckenkontrolllichter, Signale und Notfallkoffer auf Bahnhöfen kontrolliert. Bei diesen Fahrten waren mein Chef, eine Bedienung und ich dabei um für das leibliche Wohl der Kommission, mit Kaffee und belegten Brötchen zu sorgen.
Heute bin ich 93 Jahre alt und denke gerne an die alte Zeit zurück, es waren harte Jahre voller Entbehrungen, aber im nach hinein waren es doch schöne Jahre.

– Klara Rohr

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Bernhard Schad schrieb am 27.10.2017

Danke für diesen interessanten und sehr persönlichen Beitrag ! Es tut gut auch hin und wieder mal aufzuzeigen wie schwer - aber auch spannend und herausfordernd - die Zeiten nach dem Krieg und bis hinein in die 70er Jahre des letzten Jahrhunderts waren; viele können sich davon ja heute keine rechte Vorstellung mehr machen.

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Aus alt wird anders

Wer kennt eigentlich Upcycling? Also wir kannten diesen Begriff lange nicht aber haben uns in den letzten Monaten einmal näher damit beschäftigt. Upcycling ist eine Lebenseinstellung;…

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Aus alt wird anders

2017-09-14

Wer kennt eigentlich Upcycling?
Also wir kannten diesen Begriff lange nicht aber haben uns in den letzten Monaten einmal näher damit beschäftigt. Upcycling ist eine Lebenseinstellung; Verantwortung für das übernehmen, was bereits produziert wurde; Ausgedientem neues Leben einhauchen. Grundsätzlich gilt: Abfallprodukte oder nutzlose Stoffen werden in neuwertige Produkte umgewandelt. Bei dieser Form des Recyclings ist das Endergebnis die stoffliche Aufwertung.

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Unsere Begeisterung für diese Art Kunst liegt in den unglaublich vielen schönen Dingen, die aus Abfall entstehen können. Es fasziniert uns, dass einfaches Design durchaus große Botschaften, z.B. gegen die Wegwerfgesellschaft, transportieren kann.
Wer stellt in seiner Freizeit solche Objekte her? Oder wer hat Lust sich einmal selbst auszuprobieren? Meldet Euch bei uns.
Wir organisieren für Euch zusammen mit dem Servicebüro Nürnberg das Projekt BSW denkt weiter.
Bereits im Sommer wurden in einem Pilotprojekt tolle Möbelstücke hergestellt, die durchweg einen hohen Grad an Begeisterung hervorrufen. Das wollen wir wiederholen!!!
Jeder der mitmachen möchte, kann und soll sich kreativ austoben und dabei ganz individuelle Eigenkreationen erschaffen. Ressourcen schonen und tolle Exponate, Möbel und vieles mehr herstellen, das ist doch eine fantastische Kombination.

Seid kreativ und macht Euch mit uns gemeinsam ans Werk!
Rückfragen und Infos jederzeit gerne bei: Janis Bauer, Servicebüro Nürnberg, janis.bauer@bsw24.de

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„Indien war für uns ein wundervolles Abenteuer.“

Susanne und Ulrich Romahn waren auf BSW-Exklusiv-Reise in Indien Reisen ist das liebste Hobby von Susanne und Ulrich Romahn aus dem südhessischen Alsbach-Hähnlein. Wann immer es geht,…

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„Indien war für uns ein wundervolles Abenteuer.“

2017-08-16

Susanne und Ulrich Romahn waren auf BSW-Exklusiv-Reise in Indien

Reisen ist das liebste Hobby von Susanne und Ulrich Romahn aus dem südhessischen Alsbach-Hähnlein. Wann immer es geht, sind der DB Vertrieb-Mitarbeiter und seine Frau auf Achse. Im Februar 2017 haben die beiden an einer BSW-Exklusiv-Reise nach Indien teilgenommen. Elf Tage lang erkundeten sie den Norden des Subkontinents auf der Rundreise namens „Rajasthan und das Goldene Dreieck“. Dabei besuchten sie berühmte Sehenswürdigkeiten wie das Taj Mahal, den Palast der Winde und das Amber Fort, erkundeten Delhi, Jaipur und Barathpur bei Stadtrundfahrten und unternahmen Ausflüge nach Agra und Pushkar.
Auf BSW-Talk erzählen sie von interessanten Begegnungen, ungewöhnlichen Einblicken und jeder Menge Überraschungen.

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„Wir haben schon oft Urlaub im Ausland gemacht. Dabei waren wir aber meistens auf eigene Faust unterwegs. Auf einer organisierten Gruppenreise waren wir vorher noch nicht – die BSW-Exklusiv-Reise war gewissermaßen ein Experiment für uns. Wir hatten, ehrlich gesagt, nicht gedacht, dass das randvolle Programm in elf Tagen überhaupt machbar ist. Schließlich kann man nicht alles hundertprozentig planen, vor allem nicht in Indien. Aber wir waren bereit, uns überraschen zu lassen und die Überraschung war sehr positiv.

Schon die Reiseunterlagen von BSW-Touristik haben uns beeindruckt: Das Infomaterial war gut zusammengestellt, übersichtlich und hat uns gut vorbereitet – zum Beispiel bei den Fragen, was unbedingt in unser Gepäck gehört, und ob wir uns noch gegen irgendwelche Krankheiten impfen lassen müssen. Sogar ein Reiseführer über Nordindien war dabei, der uns richtig Lust machte, loszufahren.

Als es dann endlich losging, merkten wir schnell: Das BSW hatte alles wirklich gut organisiert.

Die Reisezeit war perfekt, es war trocken und noch nicht zu heiß. Die Hotels waren schön und komfortabel – und schon bei der Auswahl des Essens hatte unser Reiseleiter Hans-Dieter Müller darauf geachtet, dass man etwas über die kulturelle Vielfalt des Landes erfährt. Die Mitreisenden konnte das BSW zwar nicht geplant haben, aber auch die waren sehr angenehm.

Die Reisegruppe verteilte sich auf zwei Busse mit je einem einheimischen Reiseführer, bei denen man spürte, wie wichtig es ihnen war, uns Touristen ihre Heimat näher zu bringen. Sie sprachen fast perfekt Deutsch und informierten uns immer gut und auf unterhaltsame Art. Dabei erfuhren wir einerseits viel über die Sehenswürdigkeiten, aber auch über kulturelle Besonderheiten, historische und religiöse Hintergründe und die politische Situation. Auch längere Busfahrten waren daher nie langweilig.

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Außerdem kannten sich die Reiseführer vor Ort prima aus. Das merkte man vor allem dann, wenn etwas mal nicht pünktlich klappte, was in Indien keine Seltenheit ist. Einmal mussten wir zum Beispiel etwas Zeit überbrücken und da führten sie uns in einen Tempel, wo gerade eine Zeremonie stattfand – ganz ungestellt und authentisch. Es war ein einmaliges Erlebnis, das sicher nicht vielen Touristen vergönnt ist.

Zum Taj Mahal, dem Wahrzeichen Indiens, fuhren wir sehr früh morgens. So waren wir vor dem Massenansturm da und konnten das Mausoleum bei angenehmen Temperaturen genießen. Außerdem ist der Taj Mahal aus sehr hellem Stein gefertigt, der in der gleißenden Mittagssonne stark blendet. Daher lassen sich Fotos morgens auch viel besser machen. Das alles haben die Reiseplaner vom BSW berücksichtigt – und das lohnte sich. Sogar Kleidungstipps haben wir bekommen: Wer Beige oder Weiß trägt, ist auf Fotos vor dem Taj Mahal kaum zu erkennen, daher soll man lieber dunkle oder bunte Kleidung tragen.

Die großen Sehenswürdigkeiten waren natürlich beeindruckend, aber wir wollten auch Land und Leute kennen lernen und einen Blick hinter die touristischen Kulissen werfen. Auch in dem Punkt war die BSW-Exklusiv-Reise unschlagbar. Ein Erlebnis war besonders schön: Unser Reiseführer schlug vor, uns in ein Dorf in der Nähe zu führen. Dort merkte man zwar, dass die Einheimischen nicht zum ersten Mal mit Touristen in Berührung kamen, aber sicher nicht regelmäßig. Viele wollten unbedingt Selfies mit uns Touristen machen – plötzlich waren wir die Attraktion! Wir besuchten dort auch eine kleine Schule. Man erlaubte uns, ein wenig den Unterricht zu beobachten. Die Kinder schauten sehr neugierig und schienen sich über unseren Besuch richtig zu freuen. Zum Abschied sangen sie für uns sogar noch die indische Nationalhymne. Das war ein ganz toller Moment.

Dass auf den vielen Ausflügen keiner verloren ging, ist auch der geschickten Planung und Vorbereitung durch den Reiseleiter zu verdanken. Er erzählte uns, dass er die ganze Route vorab schon bereist hat, um alles persönlich in Augenschein zu nehmen. Das zahlte sich aus, zum Beispiel beim Gang über verschiedene Basare in Jaipur. Damit wir die Farbenpracht der Blumen und Stoffe und die intensiven Gerüche der Gewürze erleben konnten und uns trotzdem im Gewimmel nicht verloren, gingen wir im Gänsemarsch auf einer vorher geplanten Route über den Markt, immer hinter unserem indischen Guide Rakesh Sharma her. Zeit für Souvenirs gab es später noch, und auch das war sorgfältig durchdacht. Dazu fuhren wir zu einem kleinen genossenschaftlich geführten Markt, auf dem Einheimische ihre Produkte verkauften, die sie selbst in Handarbeit herstellen und deren Erlös auch ihnen direkt zugutekam. Hier konnten wir mit gutem Gewissen etwas kaufen.

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Indien war für uns ein wundervolles Abenteuer, bei dem wir uns stets sicher und gut aufgehoben fühlten. Alles in allem können wir nur sagen: Wer den perfekten Urlaub mit netten Leuten sucht, sollte eine BSW-Exklusiv-Reise machen. Das Reiseprogramm war so angelegt, dass wir ganz ohne Stress unheimlich viel sehen und erleben konnten – wir hätten sicher doppelt so viel Zeit gebraucht, wenn wir das alles individuell versucht hätten. Wir werden auf jeden Fall wieder mit dem BSW in Urlaub fahren und freuen uns jetzt schon darauf.“

Buchen Sie jetzt Ihre BSW-Exklusiv-Reise

Erleben Sie zum Beispiel den Zauber von Mexiko oder erkunden Sie Frankreich auf einer Seine-Flusskreuzfahrt. Eine Übersicht der Reisen finden Sie unter https://www.bsw-touristik.de/bsw-exklusiv-reisen.html.

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Erleben Sie KINKY BOOTS in Hamburg

KINKY BOOTS ist eine schrille Show voll Glitzer und Glamour – singende Drag-Queens, tolle Kostüme und die mitreißende Musik des amerikanischen Popstars Cyndi Lauper. Basierend auf…

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Erleben Sie KINKY BOOTS in Hamburg

2017-08-15

KINKY BOOTS ist eine schrille Show voll Glitzer und Glamour – singende Drag-Queens, tolle Kostüme und die mitreißende Musik des amerikanischen Popstars Cyndi Lauper. Basierend auf einer wahren Begebenheit, erzählt KINKY BOOTS die herzerwärmende Geschichte zweier Menschen, die auf den ersten Blick nichts zu verbinden scheint. Charlie will die Schuhfabrik seines Vaters vor dem Konkurs bewahren und erhält Hilfe von der Drag Queen Lola, die das Leben in der englischen Kleinstadt gehörig auf den Kopf stellt!

BSW-Förder und deren Angehörige sparen exklusiv 33%*.
Sichern Sie sich jetzt Ihr Ticket für eine der Vorpremieren am 29.11.17, am 30.11.17 oder am 01.12.17.
Beginn ist um jeweils 19:30 Uhr im Stage Operettenhaus Hamburg.
Die Aktion ist buchbar bis 01.12.17 unter www.musicals.de/schuhfabrik
oder telefonisch unter 01805 114113** (Stichwort: BSW)

Nähere Informationen:
Stiftung Bahn-Sozialwerk (BSW)
Servicebüro Hamburg
Schanzenstr. 80
20357 Hamburg
Telefon: 040 -18048225-2
E-Mail: hamburg@bsw24.de

*Rabatt auf den reinen Karten-Netto-Preis zzgl. 15 Prozent Vorverkaufsgebühren, 2 Euro Buchungs- und 5 Euro ticketbezogener Gebühren pro Ticket. Das Angebot gilt für die Preiskategorien Premium bis 3. Reguläre Karten-Netto-Preise von 46,00 € (PK 3 am Mi.) bis 106,87 € (PK Premium am Fr). Bei telefonischer oder Online-Buchung fallen zusätzlich pro Auftrag 4,90 € Versand-bzw. 2,90 € Hinterlegungsgebühr oder 2,50 € bei Zustellung per ticketdirect pro Auftrag an. Keine Kombination mitanderen Ermäßigungen möglich. Änderungen vorbehalten. Kein Einlass für Kinder unter 3 Jahren. **14 Ct./Min. aus dem dt. Festnetz, Mobilfunkpreis max. 42 Ct./Min.

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Erstes DB Sport- & Familienevent in Frankfurt am Main

Vom strömenden Regen ließen sich die vielen Sportbegeisterten die Lust an der Bewegung nicht verderben und trainierten unbeirrt für das Deutsche Sportabzeichen. Die Organisatoren…

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Erstes DB Sport- & Familienevent in Frankfurt am Main

2017-08-11
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Vom strömenden Regen ließen sich die vielen Sportbegeisterten die Lust an der Bewegung nicht verderben und trainierten unbeirrt für das Deutsche Sportabzeichen. Die Organisatoren freuten sich über die zahlreichen Besucher des DB Sport- und Familienevents, für das Dr. Klaus Vornhusen, der Konzernbevollmächtigte für das Land Hessen, die Schirmherrschaft übernommen hatte. In seiner Begrüßung betonte er die verbindende Wirkung von Sport durch Teamgeist und Fairplay. Als Moderator führte Markus J. Kuhn vom BSW durch die Veranstaltung.

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Das gemeinsame Fest der Stiftung BSW, des VDES, der BAHN-BKK, der DEVK und des Sportvereins ESV Blau-Gold Frankfurt bot in der Frankfurter Sportanlage Rebstock viele Möglichkeiten, sich körperlich auszutoben – von Leichtathletik über Gymnastik bis zu Mannschaftssport. An vielen Stationen präsentierten sich die Veranstalter mit Infoständen und sportlich-aktiven Angeboten. Wem die Außenanlagen zu nass und die Sportzelte zu voll waren, konnte auch sein Können am Kickertisch unter Beweis stellen oder im Märchenzelt spannenden Geschichten lauschen.

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Safari Abenteuer

Dein Traum war es schon immer, wilden Tieren nahe zu sein? Folge den Spuren der Natur und erlebe auf der „Serengeti-Safari“ im Serengeti-Park Hodenhagen 1.500 wilde und exotische…

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Safari Abenteuer

2017-08-08

Dein Traum war es schon immer, wilden Tieren nahe zu sein?

Folge den Spuren der Natur und erlebe auf der „Serengeti-Safari“ im Serengeti-Park Hodenhagen 1.500 wilde und exotische Tiere aus unterschiedlichen Ländern in einer naturnahen Umgebung!

BSW-Förderer erhalten ermäßigte Eintrittskarten im BSW-Servicebüro Hamburg. Jeder Förderer erhält Karten für sich und seine Familienangehörigen.

Ticketbestellung unter (nur telefonisch möglich): 040 18048225-2

BSW-Preise

Erwachsene (ab 13 Jahren): 17,- Euro (statt 32,50 Euro)
Kinder (3-12 Jahre): 11,- Euro (statt 25,50 Euro)

Nähere Informationen:
Stiftung Bahn-Sozialwerk (BSW)
Servicebüro Hamburg
Schanzenstr. 80
20357 Hamburg
E-Mail: hamburg@bsw24.de

Hinweis:
Bestellte Tickets müssen innerhalb von 14 Tagen nach Bestellung und nach telefonischer Rücksprache abgeholt werden. Die Tickets sind 3 Jahre gültig und nur zu den bekannten Öffnungszeiten.

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... und dann fiel auch noch der Strom aus!

Selbstlose Hilfsbereitschaft zeigten die Feriengäste des BSW-Wald- und Sporthotels Festenburg am 26. Juli, als sie tatkräftig die in Not geratenen Einwohner Oberschulenbergs im Harz…

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... und dann fiel auch noch der Strom aus!

2017-08-03

Selbstlose Hilfsbereitschaft zeigten die Feriengäste des BSW-Wald- und Sporthotels Festenburg am 26. Juli, als sie tatkräftig die in Not geratenen Einwohner Oberschulenbergs im Harz unterstützten.

Gegen 17 Uhr erhielt Hotelleiter Frédy Morgenroth den alarmierenden Anruf: Oberschulenberg muss evakuiert werden. Aufgrund starker Regenfälle drohte der Damm des Schalker Teiches zu brechen. Die Feuerwehr suchte nach einem Raum, um die betroffenen Einwohner unterzubringen und versorgen zu können. Kurzerhand wurden also die Bewohner im Hotel untergebracht, wo sie von Polizei und Feuerwehr gezählt und registriert werden konnten.
Als die Stromversorgung des Hauses nur noch über das hauseigene Notstromaggregat laufen konnte, standen die meisten technischen Geräte nicht mehr zur Verfügung.
Das gesamte Hotelpersonal und die Gäste des Hauses bewiesen umgehend bedingungsloses soziales Engagement und unterstützen, wo sie nur konnten. Einer der Hotelgäste bot an, sein Zimmer zu räumen, um für die in Not geratenen Menschen Platz zu schaffen, ein Stammgast des Hauses bot seine Unterstützung in der Küche an. Einige Einwohner von Oberschulenberg, darunter eine Familie mit drei Kindern, wurden kurzerhand über Nacht im Hotel untergebracht und versorgt. Glück im Unglück – der Damm hat gehalten.

Unterstützung bei Unwetterschäden

Immer wieder leiden zahlreiche Menschen in weiten Teilen Deutschlands unter den Folgen von Unwettern. Viele müssen den Verlust von Hab und Gut durch Unwetterschäden in Kauf nehmen. Betroffen sind häufig Kolleginnen und Kollegen aus dem Bahnbereich. Ihnen stehen wir solidarisch zur Seite und helfen, ihre größte Not zu lindern. Hier erhalten Sie im Bedarfsfall Unterstützung:

Weitere Informationen unter bit.ly/2unnvGu

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Rudolf Hardtke schrieb am 09.08.2017

Das ist das, was eine Solidargemeinschaft ausmacht und kennzeichnet. Eben .... Förderer des BSW. Danke allen, die Hilfe und Unterstützung geleistet hatten.

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Zeig Profil!

Wir alle sind einzigartig. Wir sind individuell und besonders. Gemeinsam sind wir eine starke Gemeinschaft, jeder einzelne Förderer der Stiftung BSW ist ein Teil davon. Gib der Stiftung…

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Zeig Profil!

2017-07-13

Wir alle sind einzigartig. Wir sind individuell und besonders.

Gemeinsam sind wir eine starke Gemeinschaft, jeder einzelne Förderer der Stiftung BSW ist ein Teil davon.

Gib der Stiftung ein Gesicht!
Zeig anderen, was das BSW für dich bedeutet, welche Werte dir wichtig sind.
Leg jetzt dein individuell gestaltetes Profil auf BSW-Talk an und teile es auf Facebook, Twitter oder Instagram. Mit direkter Verlinkung zum Online-Veranstaltungskalender kannst du in deinem Profil Veranstaltungen vermerken, an denen du teilnimmst.
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Achim Sieker schrieb am 05.11.2017

Für meine Frau und mich auch ausserhalb von Internet und Online soziale Kontakte im realen Leben zu knüpfen.

Annette Sattler schrieb am 26.08.2017

Tolle Idee
Ich habe mich registriert aber noch keine E-Mail erhalten

Carola Jorzik schrieb am 18.07.2017

Die Hilfe und Fürsorge ist ein hervorragendes Beispiel für unsere Gesellschaft.
Ankommen und Mitmachen, das ist das Ziel.

Stiftung BSW schrieb am 18.07.2017

Ein großes Dankeschön an Anneliese Schumacher und Carola Jorzik für diese tollen Rückmeldungen!

Anneliese Schumacher schrieb am 17.07.2017

Das BSW ist für mich ein Ort der Gemeinsamkeit und gegenseitigen Hilfe. Die Freizeitgruppen sind ideal, gemeinsam Hobbies zu pflegen.

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Perfekter Schulstart

Perfekter Schulstart - mit dem kostenlosen EWH-Schulranzen-Paket Ihr Kind wird eingeschult: ein großes Ereignis für die ganze Familie – und ganz schön teuer! Für Ranzen, Schultüte,…

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Perfekter Schulstart

2017-06-14

Perfekter Schulstart - mit dem kostenlosen EWH-Schulranzen-Paket

Ihr Kind wird eingeschult: ein großes Ereignis für die ganze Familie – und ganz schön teuer! Für Ranzen, Schultüte, Füller und
Federmappe geben Eltern im Schnitt mehr als 160 Euro aus. Oft kommen noch hunderte Euro für Schreibtisch, Drehstuhl und
Schulbücher dazu.

Um Eltern finanziell zu entlasten, unterstützt die Stiftung EWH ab sofort Familien mit kleinem Budget mit einem kostenlosen
Schulranzen-Paket in geprüfter Produktqualität der Firma Scout. Darin enthalten sind Ranzen, Sporttasche, ein 23-teiliges
Mäppchen inkl. verschiedener Stifte, Lineal, Radiergummi, Spitzer etc. sowie ein Schlamper-Etui. Das Paket hat einen Gesamtwert
von etwa 250 Euro - für Sie ist es kostenlos!

Eltern von bereits eingeschulten Kindern können über die Stiftung EWH für ihr Kind im Alter bis zur 4. Klasse einen Einzelranzen
im Wert von etwa 160 Euro bestellen.
Scout bietet nicht nur leichte und schöne Ranzen – sie sind auch sicher, weil sie die Sichtbarkeit des Kindes im Straßenverkehr erhöhen.
Die Modelle mit gelben oder orange-roten Warnflächen entsprechen der Schulranzen-DIN 58124 und sind TÜV-zertifiziert.

Voraussetzung für den Erhalt eines Schulranzen-Pakets zur Einschulung oder eines Einzelranzens für Kinder im Alter bis zur 4. Klasse ist die
Beschäftigung mindestens eines Elternteils im Bahnbereich sowie das Vorliegen einer wirtschaftlichen Hilfebedürftigkeit nach § 53 der Abgabenordnung.
Weitere Informationen erhalten Sie unter:
Stiftung EWH
Zentrale Antragsbearbeitung
Münchener Straße 49
60329 Frankfurt am Main
Telefon: 069 809076-247
E-Mail: EWH-ZAB@bsw24.de

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Stiftung BSW schrieb am 19.06.2017

Hallo! Den Flyer haben wir Ihnen zukommen lassen :-) Wenn noch etwas benötigt wird: Einfach melden!

Sabine Schmidt schrieb am 14.06.2017

Hallo, gibt es dazu einen Flyer/ PDF Ausdruck? Ich würde es gerne im Betrieb verteilen. Ich habe auch engen Kontakt zu den Kollegen von DB Services / Reinigung wo viele Kollegen kurz über Mindestlohn arbeiten und da würde es sich bestimmt lohnen. Bitte lasst mir den Flyer doch mal zukommen an Sabine.si.schmidt@deutschebahn.com
Vielen Dank!

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Wir brauchen Dich!

Du hast Spaß in der Welt der sozialen Netzwerke und Online-Medien? Du hast kreative Ideen und Lust, Neues auszuprobieren? Dann brauchen wir dich für unseren Social Media Think Tank!…

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Wir brauchen Dich!

2017-06-13

Du hast Spaß in der Welt der sozialen Netzwerke und Online-Medien? Du hast kreative Ideen und Lust, Neues auszuprobieren?

Dann brauchen wir dich für unseren Social Media Think Tank! Zusammen mit Dir möchten wir unsere Social Media- und Online-Plattformen weiterentwickeln. Dazu sammeln wir einen Tag lang Gedanken und Themen, diskutieren Ideen und entwickeln gemeinsam Strategien.

Bist Du dabei?

Dann melde dich zu unserem Think Tank am 20. Juli 2017 in Frankfurt an. Los geht’s um 9.30 Uhr in der BSW-Zentrale in der Münchener Str. 49 in Frankfurt am Main. Für ausreichend Essen und Trinken ist selbstverständlich gesorgt. Gemeinsam gestalten wir bis ca. 17 Uhr die digitale BSW-Welt der Zukunft.

Für die Anmeldung oder bei Rückfragen melde Dich einfach per E-Mail an SocialMedia@bsw24.de oder per Telefon unter: 069 809076-122.

Wir freuen uns auf Dich!

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Delfintherapie ist für uns alle wichtig

Die Geschichte der Familie Kutzke. Ohne jede Scheu bewegte sich Stella im Wasser auf Delfindame Nubia zu und spielte mit ihr während ihrer Delfintherapie, die das heute zehnjährige…

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Delfintherapie ist für uns alle wichtig

2017-06-01

Die Geschichte der Familie Kutzke.

Ohne jede Scheu bewegte sich Stella im Wasser auf Delfindame Nubia zu und spielte mit ihr während ihrer Delfintherapie, die das heute zehnjährige Mädchen im vergangenen Jahr machen durfte – für die Eltern eine große Erleichterung. Denn Stella hatte einige Tage nach ihrer Geburt mehrere Hirnblutungen erlitten, hervorgerufen durch eine Sinusvenenthrombose. Die Folge: Stellas geistige und körperliche Entwicklung ist extrem verlangsamt.
„In Stellas Gehirn sind die Verbindungen zwischen eingehenden und ausgehenden Emotionen, Reizen und Informationen gestört, und deshalb müssen neue, langsamere Verbindungen aufgebaut werden“, erklärt Stellas Vater. „Man muss sich das so vorstellen, dass sie anstatt der Autobahn die Landstraße benutzt.“
Dazu kommt Epilepsie und außerdem ist Stella auf Fußorthesen und Korsett angewiesen.

„Es war eine schlimme Zeit damals“

Isabell Kutzke

Nach vierwöchiger Intensivstation musste Stella fast bis zu ihrem ersten Geburtstag im Krankenhaus sein. „Deshalb sind wir unglaublich froh darüber, dass es unserer Großen so gut geht“, ergänzt Jens Kutzke, der in Teilzeit als Controller bei der DB Intermodal Services in Mainz arbeitet.
Um für Stella bessere Voraussetzungen zu schaffen, wohnt die vierköpfige Familie – Stellas Schwester Flora ist zwei Jahre jünger – mittlerweile barrierefrei in Bad Kreuznach. Denn selbstständig zu laufen ist für die Zehnjährige ein großes Problem.

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Seit der Delfintherapie vor einem Jahr, die durch eine Spendenaktion finanziert werden konnte, haben sich Stellas motorische Fähigkeiten deutlich gebessert:
„Kurze Strecken klappen jetzt wirklich gut“, freut sich die Mutter. „Und sie ist viel ruhiger geworden“, ergänzt Jens Kutzke. „Wir merken, dass Stella offener reagiert, lebendiger ist, und das nicht nur bei uns in ihrem gewohnten Kreis.“
Um die soziale Interaktion des zehnjährigen Mädchens zu stärken und ihre motorischen Fähigkeiten zu verbessern, möchte Familie Kutzke eine weitere Delfintherapie machen.
„Wir glauben fest daran, dass dies Stella in ihrer Entwicklung weiter voranbringen wird. Sie schaut sich immer noch begeistert die Bilder vom letzten Jahr an, und wir haben alle so viel mitgenommen – auch durch die Gespräche mit den Therapeuten vor Ort, mit denen wir heute noch Kontakt haben. Auch für uns als Familie war die Zeit einfach super. Für Flora war es der erste Urlaub überhaupt, und wir konnten alle einmal zur Ruhe kommen, andere Sichtweisen kennenlernen. Umso toller, dass uns die Stiftungen jetzt beiseite stehen. Alleine könnten wir das niemals stemmen. Und es ist so schön, die Erfolge bei Stella zu sehen.“

Die Stiftung EWH fördert die anstehende zweite Delfintherapie. Diese Therapieform führt durch die Zusammenarbeit mit den als äußerst sozial geltenden, intelligenten Säugetieren nicht nur zu Erfolgen in der sozialen Interaktion und im motorischen Bereich, sondern umfasst auch Sprach- und Ergotherapien sowie Gruppen- und Einzelgespräche mit der gesamten Familie.

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Premiere gelungen!

Sie werden zumeist in einem großen Rahmen und besonders festlich gefeiert. Welcher Ort hätte sich also für das erste Eisenbahn-Familienfest hier in Nürnberg besser geeignet als…

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Premiere gelungen!

2017-05-18

Sie werden zumeist in einem großen Rahmen und besonders festlich gefeiert. Welcher Ort hätte sich also für das erste Eisenbahn-Familienfest hier in Nürnberg besser geeignet als das älteste Eisenbahn- Museum der Welt? Auf diesem Gelände verschmelzen die historische und die moderne Welt zu einem phantastischen sowie spannenden Erlebnisareal.

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Über 400 Gäste, davon rund 100 Kinder, konnten zu einem munteren, bunten Fest begrüßt werden. Schauen sie einmal in der Galerie vorbei und machen Sie sich selbst ein Bild von den eingefangenen schönen Momenten. https://www.bsw-talk.de/galerie/eff2017 .

Die fröhliche Stimmung trug sich durch alle Räume des altehrwürdigen Gebäudes und füllte die großen Hallen und den sonnigen Innenhof mit Lachen und Leben. Ein Rahmenprogramm gestaltet von mehr als 13 Ausstellern bot für alle Alters- und Interessensgruppen unzählige Angebote zum mitmachen oder informieren. Viele ehrenamtliche BSW-Unterstützer waren vor Ort und haben durch Ihren tatkräftige Einsatz dazu beigetragen, dass alle zusammen einen tollen Nachmittag erleben konnten.

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Klaus-Dieter Josel, Konzernbevollmächtigter der DB für den Freistaat Bayern, als auch die Hausherrin des DB-Museums Russlaka Nikolov, die beide die Idee des Familienfestes von Anfang an unterstützt haben, werden auch im nächsten Jahr wieder an der Seite der BSW Region Süd stehen, damit am Freitag vor Muttertag für Klein und Groß dieses Fest in die Zweite Runde geht.

Wir freuen uns auf Euch und ein Wiedersehen im Innenhof!

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Nervenkitzel und Weltrekord im Harz

Der Harz hat seit 7. Mai 2017 eine neue Attraktion, die puren Nervenkitzel verspricht und einen Weltrekord für sich beanspruchen darf – genau das Richtige für die Gäste des BSW-Wald-…

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Nervenkitzel und Weltrekord im Harz

2017-05-12

Der Harz hat seit 7. Mai 2017 eine neue Attraktion, die puren Nervenkitzel verspricht und einen Weltrekord für sich beanspruchen darf – genau das Richtige für die Gäste des BSW-Wald- und Sporthotels Festenburg!

„Titan-RT“ heißt die mit 458 Metern längste Hängeseilbrücke für Fußgänger der Welt, die das Rappbodetal in luftiger Höhe von 100 Metern überspannt. Die Überquerung der filigranen Stahlseilkonstruktion auf dem nur 1,20 Meter breiten Steg erfordert echten Mut und ist nichts für schwache Nerven. Wer davon noch nicht genug Adrenalin im Blut hat, kann mit der „GigaSwing“ den spektakulärsten Pendelsprung Europas wagen: Allein oder im Tandem stürzen sich dabei Waghalsige an einer 65 Meter langen Seilschaukel in die Tiefe und schwingen nach einer Freifallphase langsam aus.

Die Hängebrücke „Titan-RT“ erreicht man vom BSW-Wald- und Sporthotel Festenburg aus mit dem Auto in rund einer Stunde. Sie bildet ein weiteres Highlight unter den vielen einzigartigen Attraktionen in der Umgebung des Hotels wie der berühmte Brocken, der Hexentanzplatz in Thale oder der Baumwipfelpfad in Bad Harzburg. Zurück im Hotel lädt das hauseigene Schwimmbad und die schöne Saunalandschaft nach so vielen Erlebnissen zum Entspannen ein.

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Suchterkrankungen und das „Thema hinter dem Thema“

Fachartikel von Dipl. Psych. Arne Mangelsen, Suchttherapeut im BSW. Rund 8 Millionen Menschen in Deutschland leiden an einer Abhängigkeitserkrankung – das ist jeder zehnte. Am häufigsten…

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Suchterkrankungen und das „Thema hinter dem Thema“

2017-05-11

Fachartikel von Dipl. Psych. Arne Mangelsen, Suchttherapeut im BSW.

Rund 8 Millionen Menschen in Deutschland leiden an einer Abhängigkeitserkrankung – das ist jeder zehnte. Am häufigsten treten die Abhängigkeiten von Tabak und Alkohol auf. Um eine Sucht behandeln zu können, ist es unablässig, deren Ursache herauszufinden.

Wenn über Sucht geredet wird, meinen viele, es komme bei deren Behandlung vor allem auf das Suchtmittel und die Konsumhäufigkeit an, da man daraus auf die Schwere der Sucht schließen könne. Ein Suchtkranker müsse dann nur seine Abstinenz herstellen, um „geheilt“ zu sein und ein positives und konstruktives Leben führen zu können. Aus therapeutischer Sicht ist dies nicht ausreichend: Suchtmittel und Konsumhäufigkeit spielen sicherlich eine gewichtige Rolle in der Behandlung von Suchterkrankungen; erfahrungsgemäß ist es für eine langfristige Abstinenz allerdings unbedingt erforderlich, das „Thema hinter dem Thema“ zu finden und zu bearbeiten.

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Was ist eine Suchterkrankung aus therapeutischer Sicht?
Eine wichtige Sichtweise auf das Suchtgeschehen besteht darin, dass die Suchterkrankung nur das Symptom einer Störung ist und nicht deren Ursache. Im Verlauf gibt es viele negative physische und psychische Begleiterscheinungen, die in die medizinische Behandlung mit einbezogen werden müssen, beispielsweise Herz-Kreislauf- oder Lungenerkrankungen, die Nervenkrankheit Polyneuropathie (Schaufensterkrankheit) oder auch das Korsakowsyndrom (Verlust des Kurzzeitgedächtnisses) und die Leberzirrhose sind hier besonders zu nennen. Diese sind aber Folgeerkrankungen, nicht Ursachen der Suchterkrankung.
Auch negative soziale und berufliche Veränderungen sind immer nur als Folge einer Sucht zu betrachten, auch wenn diese häufig im Vordergrund stehen, beispielsweise bei drohendem Job- oder Wohnungsverlust, Trennung einer Partnerschaft oder Distanzierung der Freunde und Familie.

Aber was ist das „Thema hinter dem Thema“?
Bei suchtkranken Menschen ist immer wieder eine Gemeinsamkeit festzustellen, egal welcher Sucht sie verfallen sind und in welcher Häufigkeit sie Suchtmittel konsumieren: Sie haben eine so genannte Kontaktstörung, womit die Beziehungsmuster des Individuums zu Menschen im beruflichen wie auch privaten Umfeld gemeint sind: Die Betroffenen haben Schwierigkeiten damit, sich zu binden oder abzugrenzen. Konfliktfähigkeit spielt hier eine wichtige Rolle, die meist unzureichend entwickelt ist.

Vorsicht: Theorie!
In der Theorie spricht man von einem Nähe-Distanz-Konflikt. Der Konflikt in der Nähe- und Distanzregulierung besteht für den Einzelnen darin, dass er sich als soziales Wesen immer eine Nähe zu anderen Menschen wünscht und anstrebt, diese Nähe, wenn sie in einer Beziehung erreicht wird, aber nicht aushält. Das heißt, es muss anschließend wieder eine Distanz aufgebaut werden, um sich entspannen zu können. Wenn diese Distanz, eventuell aktiv durch eine Trennung der Partnerschaft oder auch passiv-aggressiv, hergestellt wurde, leidet der Betroffene wieder unter dem Gefühl der Einsamkeit – und macht sich auf die Suche nach neuen Beziehungen.

In diesem Kreislauf von Suche und Abwehr spielen Alkohol oder andere Drogen und Verhaltenssüchte eine wichtige Rolle. Denn wenn sich der Betroffene in diesem Muster bewegt und damit unter enormer Anspannung bzw. Stress steht, bietet das Suchtmittel immer eine emotionale Betäubung und Distanzierungsmöglichkeit an. Das heißt, das Rauschmittel bringt die negativen Gefühle zum Verschwinden und bietet kurzfristig eine positiv bewertete Selbstwahrnehmung an.

Therapie, aber wie?
Dieser Themenkomplex der Nähe-Distanz-Regulierung spielt in unser aller Leben eine Rolle, aber nicht jeder Mensch wird süchtig. Das liegt vor allem daran, dass sich die meisten Menschen ausreichend gut in Nähe und Distanz regulieren können.
Warum können süchtige Menschen dies nicht oder nicht ausreichend? Und ist das nicht vielleicht auch ein Ergebnis der Suchterkrankung?
In der therapeutischen Arbeit steht die Auseinandersetzung mit den Lebensgeschichten der Suchtkranken an erster Stelle. Denn hier wird deutlich, dass es in der Regel verunsichernde, schädigende oder auch traumatisierende Erfahrungen in der frühen Kindheit gegeben hat. Diese Erlebnisse waren meist sogar in der eigenen Familie auszumachen, die dem Kind häufig kein Grundvertrauen vermitteln konnte (Unterversorgung). Auch aktiv beschädigende Handlungen, wie gewalttätige Misshandlungen und sexueller Missbrauch, spielen oft eine Rolle in der Entstehung des Störungsbildes.
Mit solchen Erfahrungen ist es nachvollziehbar, dass es dem heranwachsenden jungen Menschen nicht möglich ist, vertrauensvolle, nahe Beziehungen aufzubauen. Im Gegenteil: Meist schon in der Pubertät entdecken sie Regulationsmöglichkeiten über Alkohol und andere Drogen oder in Verhaltensexzessen – fast ein Garant dafür, dass sie sich auch als Erwachsene nicht ausreichend positiv binden können.

Die vertrauensvolle therapeutische Beziehung
Hier setzen viele Therapieangebote ganz grundsätzlich an: den Betroffenen eine Art der Nachreifung anzubieten. Hierbei spielt eine vertrauensvolle therapeutische Beziehung die zentrale Rolle; der Suchtkranke kann dadurch lernen, dass er mit allen Ängsten und Fehlern angenommen wird, auch wenn er sich zeigt, wie er ist. Keine Angst vor Unterdrückung zu haben, stellt ebenfalls eine wichtige Voraussetzung für eine entspannte therapeutische Verbindung dar.
Wenn es also gelingt, die Beziehungsebene positiv zu etablieren, können auch die vergangenen Erlebnisse, die zu einer Beschädigung geführt haben, besprochen werden – was unumgänglich für deren Bearbeitung ist und erst danach die Chance besteht, dass diese Themen ihre negativen Auswirkungen auf das aktuelle Leben des Suchtkranken verlieren und er endlich zur Ruhe kommen kann.

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Überlebensstrategie
Zunächst muss man sich die Ausgangssituation vorstellen: Ein Kind unter 10 Jahren erfährt beispielsweise körperliche Gewalt von den Eltern. Die Eltern sind grundsätzlich für jedes Kind als Liebesobjekt besetzt; das heißt, das Kind erwartet von den Eltern Nähe und Sicherheit. Es macht aber ganz gegenteilige Erfahrungen, die es nicht mit dem inneren Bild und seinen Gefühlen zu seinen Eltern in Übereinstimmung bringen kann.
Ein so junger Mensch hat noch keine Fähigkeiten entwickeln können (weder intellektuell noch emotional), sich von dieser Situation zu distanzieren. Deshalb laufen die weiteren psychischen Prozesse auf der unbewussten Ebene ab. Ein möglicher unbewusster Prozess könnte ein Abspaltungsvorgang sein. Der psychische Apparat versucht die inneren Spannungen aufzuheben, indem er die Schuld bei sich selbst sucht und die Eltern idealisiert. Damit wird das Liebesobjekt geschützt und es darf auch weiter positiv besetzt bleiben. Das – vermeintlich eigene – Fehlverhalten wirkt aber langfristig weiter. An dieser Stelle ist meistens auch die Entstehung eines negativen Selbstwerts zu verzeichnen.
Mit einer solch entlastenden Ausweichstrategie kann das Kind zunächst seine Situation überleben, denn es gibt keine Alternative zu den Eltern. Das abgespaltene Gefühl bleibt aber in der Form erhalten, dass zukünftig alle Liebesobjekte und positiv bewerteten Personen als potentiell gefährlich eingestuft werden. Der Heranwachsende hat gelernt, auf unbewusste Gefühle des Unwohlseins und der Bedrohung mit dem Konsum von beispielsweise Alkohol zu reagieren. Die Ängste verschwinden und ein Gefühl der Sicherheit und Entspannung stellt sich ein. Wenn dieser Wirkzusammenhang einige Jahre wiederholt eingesetzt wird, kommt es von der Gewöhnung an das Suchtmittel zur ausgeprägten Suchtstruktur, die der Betroffene nicht mehr selbständig verändern kann.

Wie funktioniert Therapie?
Erst durch die therapeutische Aufarbeitung können diese Zusammenhänge deutlich werden und der Suchtkranke kann daran arbeiten, neue und positive Erfahrungen zu machen, die wiederum einen neuen Erfahrungshorizont schaffen – es entstehen neue Handlungsalternativen, die den Betroffenen in die Lage versetzen, sich positiv und konstruktiv mit sich und seinem aktuellen Leben auseinanderzusetzen. Das alte Handlungsmuster, das meist durch eine Vermeidung von Auseinandersetzung geprägt war, kann als destruktiv erkannt und vermieden werden.
Für eine langfristige Abstinenz ist deshalb eine Erhöhung der Selbstwahrnehmung Voraussetzung. Achtsamkeit, Selbstfürsorge und ein positiver Selbstwert sind wichtige Begriffe, die für den weiteren Prozess der Persönlichkeitsentwicklung eine zentrale Rolle spielen. Diese Entwicklung zieht dann auch eine Neupositionierung des Betroffenen in seinen bisherigen Lebenszusammenhängen nach sich, und damit verändern sich schließlich auch die Beziehungen zu den Menschen im privaten wie beruflichen Umfeld.

Weitere Informationen zum Thema Suchtprävention finden Sie unter https://www.bsw24.de/soziales-gesundheit/suchtpraevention/.

BSW-Beratungsangebote

Wenn die eigenen Kräfte nicht mehr reichen, ist die Stiftung Bahn-Sozialwerk für Sie da. Die BSW-Sozialberatung und der Psychologisch-Therapeutische Fachdienst stehen Ihnen deutschlandweit, unbürokratisch und diskret bei beruflichen oder persönlichen Problemen zur Verfügung – z.B. bei Burnout, Depression, psychischen Belastungen, schwierigen familiären Situationen, Suchterkrankungen oder in Krisensituationen.
Wenn Sie Unterstützung benötigen, dann rufen Sie uns unter der gebührenfreien Telefonnummer 0800 0600 0800 an - Montag bis Freitag, von 8 bis 16 Uhr, oder senden Sie uns eine E-Mail an sozialberatung@bsw24.de.

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Coole Kunst in Connewitz

Nicht nur die Bäume werden bunter, sondern auch ein riesiger Frachtcontainer am Bahnhof Connewitz – durch ein farbenfrohes Kunstprojekt der Stiftung BSW und Auszubildenden der DB…

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Coole Kunst in Connewitz

2017-05-05

Nicht nur die Bäume werden bunter, sondern auch ein riesiger Frachtcontainer am Bahnhof Connewitz – durch ein farbenfrohes Kunstprojekt der Stiftung BSW und Auszubildenden der DB Netz AG. Ein eigens dafür zur Verfügung gestellter Container verwandelt sich Stück für Stück von einem einfachen Weiß in einen leuchtendes, dreidimensionales Kunstwerk.

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DB Netz/ Steffen Burkhardt

Unter professioneller Anleitung lernen die vier legitimierten Nachwuchs-Sprayer, wie man ein solches Werk plant und durchführt, mit welchen faszinierenden Tricks und Kniffen nach und nach ein riesiges Kunstwerk entsteht.

Der Sammelbegriff Graffiti steht erst einmal für thematisch und gestalterisch unterschiedliche sichtbare Elemente wie zum Beispiel Bilder, Schriftzüge oder Zeichen. Erst wenn Sprühdosen ins Spiel kommen, nennt man die Ersteller von Graffiti Sprayer. Unsere Sprayer haben auf jeden Fall viel Spaß bei Ihrer Arbeit und wir freuen uns, dass wir dieses Projekt zusammen mit Ihnen verwirklichen können.

Gerne möchten wir diese coole Art der Kunst und Kultur wiederholen. Wer Lust hat, sich das nächste Mal zu beteiligen, kann sich gerne bei Jacqueline Bernutz unter Jacqueline.bernutz@bsw24.de melden.

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Jacqueline Bernutz (BSW Servicebüro Leipzig) schrieb am 23.05.2017

Liebe Frau Schumacher,

vielen Dank für Ihr tolles Lob!

Dieses Graffiti-Projekt hat allen Teilnehmern sehr viel Spaß gemacht und wir hoffen ebenfalls auf weitere Aktionen. Dazu wird es dann im Vorfeld auch wieder Informationen geben.
Wir können also alle gespannt sein!

Herzliche Grüße,
Jacqueline Bernutz

Anneliese Schumacher schrieb am 16.05.2017

Das ist eine tolle Idee! Mehr davon!
Ganz nebenbei: alle BSW-Freizeitgruppen machen gerne bei Aktionen für Jugendliche und Erwachsene mit.

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Ein Wochenende voller Action!

Seid ihr unter 27? Dann kommt mit uns! Verbringt mit uns von 25. bis 28. August 2017 einmalige Tage im Harz! Erlebt den ultimativen Kick mit der Fahrt in überdimensionierten Monsterrollern,…

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Ein Wochenende voller Action!

2017-05-05

Seid ihr unter 27? Dann kommt mit uns!

Verbringt mit uns von 25. bis 28. August 2017 einmalige Tage im Harz! Erlebt den ultimativen Kick mit der Fahrt in überdimensionierten Monsterrollern, mit der actiongeladenen Mountainbiketour und mit Outdoorspaß beim Projekt Floßbau. Entspannen könnt ihr anschließend beim abendlichen Barbecue und im hauseigenen Wellnessbereich inkl. Schwimmbad und Sauna.

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Und das Beste: Das Ganze gibt‘s zum Schnäppchenpreis von nur 99 Euro pro Person im Doppelzimmer inkl. Halbpension (Einzelzimmer 149 Euro).

Schnell sein und anmelden heißt es jetzt, denn die Anzahl der Plätze ist begrenzt. Das BSW-Wald und Sporthotel Festenburg freut sich auf euren Besuch!

Buchung:
BSW-Reisezentrum
Peggy Frank
Telefon: 0821 2427-415
E-Mail: peggy.frank@bsw24.de

Jens Gerke
Telefon: 0821 2427-442
E-Mail: Jens.Gerke@bsw24.de

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Martin & Yesenia schrieb am 27.05.2017

Hallo,
ich fände es toll, wenn es ein solches Angebot auch ohne Altersbeschränkung für die jungen UND junggebliebenen gäbe. Wir sind 38 bzw. 36 Jahre alt, recht fit und bei unseren dann eben eigenständig geplanten Aktivurlauben an den BSW Orten meist die totalen Exoten in der jeweiligen Einrichtung.
Entsprechende Angebote für sportliche Leute jeden Alters fehlen leider im BSW Programm.
Beste Grüße
Martin & Yesenia

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Was ist Stress?

Fachartikel von Martina Menzel, systemische Therapeutin im BSW Etwa 23 Prozent der Menschen in Deutschland fühlen sich häufig gestresst. Das heißt, dass knapp 19 Millionen Menschen…

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Was ist Stress?

2017-04-10

Fachartikel von Martina Menzel, systemische Therapeutin im BSW

Etwa 23 Prozent der Menschen in Deutschland fühlen sich häufig gestresst. Das heißt, dass knapp 19 Millionen Menschen niemals ganz abschalten können. Fast genauso viele haben schon einmal so extremen Stress erlebt, dass sie ihn alleine nicht mehr bewältigen konnten.
Dauerhafter Stress kann zu psychischen Erkrankungen wie Depression oder Burnout führen. Warum wir uns gestresst fühlen, dafür gibt es unterschiedliche Gründe. Meist liegen sie im Arbeitsumfeld oder werden durch Konfliktsituationen, insbesondere im privaten Umfeld, hervorgerufen. Doch was ist Stress eigentlich?

Schon das Wort Stress verursacht Stress

Ursprünglich stammt der Begriff aus der Materialprüfung und meint die Anspannung und Verzerrung von Metallen. Der Mediziner Hans Selye verwendete den Begriff in den 1930er-Jahren erstmals in der Psychologie und bezeichnete damit jede Belastung, Anstrengung und jedes Ärgernis, denen ein Lebewesen täglich ausgesetzt ist.
Heute verwenden wir das Wort Stress oft für alles, was mit einer gewissen Anstrengung verbunden ist: Einen normalen Arbeitstag, das Einkaufen von Lebensmitteln, vielleicht sogar ein Treffen mit Freunden nennen wir stressig, ohne viel darüber nachzudenken.
Allein der unbedachte Gebrauch des meist negativ besetzten Wortes erzeugt ein Gefühl unangenehmer innerer Anspannung und macht normale Alltagssituationen zu überfordernden Belastungen. Die Folge ist oft, dass wir uns selbst in eine Erschöpfung hineinreden. Durch unsere Bewertung erzeugen wir das, was wir befürchten. Manchmal ist der Satz: „Ich bin total im Stress“ aber auch ein Statussymbol, das auf die eigene Wichtigkeit und Unersetzlichkeit hinweisen soll.

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Stress als Herausforderung

Sinnvoll ist daher eine enger gefasste Definition: Stress entsteht durch eine (meist unangenehme) Anforderung, die wir mit unseren Fähigkeiten nicht bewältigen können, die uns bedroht und überfordert. In solchen Situationen ist es ratsam und sinnvoll, fachliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Der Begriff sollte also mit Bedacht verwendet werden und nur dann, wenn es – so objektiv wie möglich betrachtet – auch so ist. Bezeichnet man eine an sich nicht-stressige Situation beispielsweise als „interessante Herausforderung“ verändert man meist auch die eigene Haltung dazu.

Unterscheidung ist wichtig

Diese Differenzierung ist keine Wortklauberei: Für eine gesundheitsfördernde Lebensweise ist es sehr wichtig, zwischen negativer Stressbelastung und interessanter Herausforderung zu unterscheiden. Nur so können wir das eine in das andere verwandeln oder uns umgekehrt davor bewahren, schädigenden Stress schön zu reden.
Akuter Stress muss nicht immer schädlich sein. Ganz im Gegenteil: Er kann sogar neuen Schwung in unser Leben bringen. Stress fördert das Lernen und die Entwicklung – und dies vor allem dann, wenn wir eine Stress-Situation als positive Herausforderung wahrnehmen, an der wir reifen können.
Im Gegensatz dazu kann chronische Stressbelastung ohne ausreichende Erholungsphase unsere Gesundheit erheblich bedrohen. In der Folge kann auch unsere Arbeitsleistung beeinträchtigt werden. Nicht selten führt dies dann etwa zu Depressionen, weil die gesteckten Ziele innerhalb der vorgegebenen Zeit nicht erreicht werden.

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Verantwortung übernehmen

Lösungsorientierte Stressbewältigung packt das Problem bei der Wurzel und wirkt nachhaltig – sie ist daher grundsätzlich einem bloßen Verdrängen vorzuziehen. Allerdings gibt es nicht immer eine schnelle Lösung oder diese erscheint einem nicht umsetzbar. Dann ist es gut, ein soziales Netzwerk zu haben, das bei der Lösungsfindung unterstützt. Professionelle Hilfe bietet zusätzlich die Möglichkeit, die eigene Situation mit einem Blick von außen auf einer neutralen Ebene zu betrachten.
Wer über ein breites Spektrum an Stressbewältigungsstrategien verfügt und diese bei Bedarf flexibel einsetzen kann, hat alle Chancen, ungesunden Stress in eigener Verantwortung zu vermeiden – und zwar ganz individuell: Der eine erholt sich eher in der Sauna, während sich der andere sportlich auspowern muss, um Anspannung abzubauen. Das kann jeder für sich selbst herausfinden.
Finden Betroffene nicht selbst aus einer akuten und anhaltenden Stressspirale heraus, sollten sie therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen. Systemisch-therapeutische Methoden helfen dabei, den Blick für notwendige Veränderungen zu entwickeln.

Fühlen Sie sich dauerhaft gestresst und wissen nicht, wie Sie Ihre Situation entspannen können? Unsere Sozialarbeiter und Therapeuten bieten Ihnen eine lösungsorientierte Beratung und Begleitung. Kontakt: Telefon: 0800 0600 0800, E-Mail: sozialberatung@bsw24.de

Stopp mal-Seminare - Hilfe bei Stress und Eskalation im Berufsalltag

Wenn Ihre Kraft für die Bewältigung des täglichen Berufsstresses immer weniger wird, die nötige Gelassenheit und Distanz verloren geht oder auch zunehmende Eskalationen im Kundenkontakt das Gefühl der Hilflosigkeit erzeugen, dann ist Hilfe und guter Rat teuer. Eben nicht!
Mit dem Seminar „Stopp mal!“ bieten Stiftung Bahn-Sozialwerk, Fonds soziale Sicherung und der Verband Deutscher Eisenbahner-Sportvereine die Möglichkeit der fachlichen Orientierungshilfe zum Umgang mit Stress und zur Bewältigung des persönlichen Stresserlebens.

Weitere Informationen unter www.bsw24.de/soziales-gesundheit/stopp-mal/

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Die BSW- App ist da!

Mit der kostenlosen BSW-App haben Sie die Stiftungen BSW und EWH immer und überall dabei. Verpassen Sie nichts mehr! Mit den aktuellen Meldungen rund um die Stiftungen sind Sie immer…

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Die BSW- App ist da!

2017-04-04

Mit der kostenlosen BSW-App haben Sie die Stiftungen BSW und EWH immer und überall dabei.
Verpassen Sie nichts mehr! Mit den aktuellen Meldungen rund um die Stiftungen sind Sie immer auf dem neuesten Stand. Entdecken und beantragen Sie die attraktiven Leistungen der Stiftungen direkt in der App. Auch für die vielfältigen BSW-Urlaubsangebote können Sie dort Ihre Buchungsanfrage stellen.
Erleben Sie die Stiftungen vor Ort: Finden Sie Gleichgesinnte in Ihrer Umgebung, treffen Sie andere BSW-Förderer auf interessanten Veranstaltungen oder besuchen Sie die BSW-Gruppen und -Ortsstellen.
Zeigen Sie, dass Sie Teil der Gemeinschaft sind! Eine Auswahl an schönen und praktischen Artikeln exklusiv für BSW-Förderer finden Sie im Fan-Shop.
Laden Sie jetzt die neue BSW-App herunter und entdecken Sie die Möglichkeiten!

Sie können die BSW-App entweder im Google Play-Store bzw. im App-Store von Apple herunterladen oder einfach einen der QR-Codes einscannen.

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BSW-App für Android-Geräte
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BSW-App für iOS-Geräte

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Hans Gabriel schrieb am 14.06.2017

Bei Windows Phone gibts keine App

Peter Schulz schrieb am 12.04.2017

Hallo, ich finde bei Reisen&Erholung keine Preisangabe für Hotels und Ferienwohnungen. Ist das bewusst so gemacht?
Ebenso finde ich nicht die Kategorie der zu buchenden Zimmer bzw. Wohnungen.
Vielleicht könnte man diese Angaben noch in die App aufnehmen.

Freundliche Grüße

Jürgen Niebuhr schrieb am 04.04.2017

Die App funktioniert leider nicht 😞
Hoffe um baldige Überarbeitung
Samsung S7

Redaktion schrieb am 04.04.2017

Lieber Herr Niebuhr,

wir haben diese Info an das Projektteam weitergegeben. Bitte überprüfen Sie parallel die Software-Aktualität ihres Handys.

Viele Grüße
Ihr Redaktions-Team

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Essstörungen – keine Frage des Geschlechts

Antje Krause ist als Sozialarbeiterin für die Stiftung BSW in Nürnberg tätig. Gelegentlich suchen auch Menschen ihre Hilfe, die unter Essstörungen leiden. Hier erklärt sie die…

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Essstörungen – keine Frage des Geschlechts

2017-03-27

Antje Krause ist als Sozialarbeiterin für die Stiftung BSW in Nürnberg tätig. Gelegentlich suchen auch Menschen ihre Hilfe, die unter Essstörungen leiden. Hier erklärt sie die häufigsten Formen der Krankheit und warum die Ursachen dafür bei Männern und Frauen sehr verschieden sein können.

Unter den vielen verschiedenen Arten von Essstörungen treten drei am häufigsten auf: Magersucht, (Anorexia nervosa), Ess-Brech-Sucht (Bulimia nervosa) und die sogenannte Binge Eating-Störung.

antje-krause-600x752-q92
Antje Krause

Magersucht
In aller Regel tritt die Erkrankung während der Pubertät erstmals auf. An Magersucht Erkrankte sind extrem dünn. Sie führen dieses Untergewicht selbst herbei, indem sie sehr wenig essen und teilweise auch das Trinken einschränken. Ein Teil der Magersüchtigen beschleunigt die Gewichtsabnahme durch exzessiven Sport oder die Verwendung von Abführmitteln, Appetitzüglern oder Medikamenten zur verstärkten Ausscheidung von Körperwasser.
Die Körperwahrnehmung von Magersüchtigen weicht von der Realität ab, d.h. die Erkrankten fühlen sich trotz des geringen Gewichts zu dick. Der sogenannte Body-Mass-Index liegt bei Diagnose einer Magersucht unter 17,5 – eine Frau mit 1,65 Meter Körpergröße würde zum Beispiel 47 Kilogramm oder weniger wiegen.
Auf Dauer kann so extremes Untergewicht auch körperliche Folgen haben, wie z.B. Osteoporose, Verlangsamung des Herzschlags, Blutarmut bis hin zu Herzrhythmusstörungen oder Nierenversagen. Für bis zu 15 Prozent der Erkrankten endet die Erkrankung sogar tödlich.

Ess-Brech-Sucht
Phasenweise ernähren sich an Bulimie Erkrankte normal bis gesund mit eher kalorienreduzierter Nahrung. Zwischen diesen normalen Phasen folgen aber immer wieder Essanfälle, in denen sie innerhalb kürzester Zeit sehr große Mengen an Kalorien zu sich nehmen. Sie sind dabei von nicht abwendbarer Gier nach Essen getrieben.
Um die Kalorien nicht in Körperfett umzuwandeln, versuchen sie, das Essen durch selbst ausgelöstes Erbrechen wieder loszuwerden. Auch Bulimiker treiben zur Stabilisierung des Gewichts häufiger exzessiv Sport oder missbrauchen Medikamente wie beispielsweise Abführmittel. Nach außen ist diese Erkrankung schwerer auf Anhieb erkennbar, da sich das Körpergewicht im Gegensatz zu Magersüchtigen eher im Normalbereich bewegt. Insofern führen die Betroffenen oft ein anstrengendes Doppelleben zwischen Wahrung des schönen Scheins und unkontrollierten Essattacken. Das kostet sie viel Kraft und Zeit. Oft bleiben auch zwischenmenschliche Kontakte auf der Strecke. Die Erkrankung tritt häufig erst gegen Ende des Jugendalters auf.

Binge Eating-Störung
Binge bedeutet übersetzt Gelage oder Prasserei. Auch bei dieser Erkrankung werden wie bei der Bulimie enorm große Mengen an Essen innerhalb kurzer Zeit verschlungen oder es wird willkürlich über den Tag verteilt eine hohe Kalorienzufuhr betrieben.
Die Patienten verlieren die Kontrolle über ihr Essverhalten. Darüber hinaus nehmen sie kein Sättigungsgefühl wahr. Zudem verspüren sie nach den Essattacken enorme Schuldgefühle. Zu dem starken Leidensdruck können häufig auch Depression oder soziale Angst kommen.
Anders als bei der Bulimie entledigen sich die Erkrankten der zugeführten Kalorien jedoch nicht durch Erbrechen oder andere Vorgehensweisen. Insofern sind die Betroffenen oft übergewichtig – häufig begünstigt durch Bewegungsmangel. Übergewicht ist jedoch keine notwendige Voraussetzung für dieses Krankheitsbild, es gibt auch Normalgewichtige unter den Betroffenen. Diese Erkrankung tritt häufig im Alter von 20 bis 30 Jahren auf oder aber zwischen dem 45. und 50. Lebensjahr.
Als medizinische Folgen können beispielsweise Magenerweiterung mit Gefahr des Magenrisses, Gelenkabnutzungen, Herzerkrankungen, Stoffwechselstörungen oder Schlafstörungen auftreten.

Essstörungen bei Männern und bei Frauen
Die Erscheinungsbilder der oben beschriebenen Krankheiten sind bei beiden Geschlechtern sehr ähnlich und werden bei Männern und Frauen gleich behandelt. Häufig sind überzogene Schönheitsideale, die von Medien und Werbung verbreitet werden, eine Ursache. Die Erkrankten – Frauen wie auch Männer – versuchen so, dem Idealbild des schlanken, sportlichen Menschen zu entsprechen. An der Binge Eating-Störung leiden ungefähr gleich viele Männer und Frauen, während Frauen drei Mal häufiger an Magersucht und Bulimie erkranken als Männer.
Oft treten diese Krankheiten in der Pubertät auf, während der im weiblichen Körper vermehrt Fett eingelagert wird. So wird das Körperbild negativ beeinflusst. Frauen neigen dann dazu, ihr Gewicht durch Diätmaßnahmen zu kontrollieren. Findet an dieser Stelle ein Kontrollverlust statt, kann das Abnehmen die genannten krankhaften Züge annehmen. Männer hingegen kontrollieren ihr Gewicht meist durch sportliche Aktivität. Bartwuchs und Muskeln, die sich in der Pubertät entwickeln, sind – im Unterschied zu Fetteinlagerungen – gesellschaftlich anerkannt und sogar erwünscht.
Essstörungen werden bei Männern oft viel später entdeckt. Dafür sind viele Faktoren verantwortlich. Zum einem wird gesellschaftlich deutlich besser akzeptiert, wenn Männer exzessiv viel Nahrung zu sich nehmen, als wenn Frauen das tun. Männer verspüren nach Essattacken deshalb auch weniger Selbsthass, der sie dazu bewegen könnte, Hilfe zu suchen. Umgekehrt schämen sich viele Männer besonders, die an Bulimie oder Magersucht leiden, da diese Krankheitsbilder als typisch weiblich gelten. Zudem sind auch viele Ärzte nicht ausreichend für das Thema sensibilisiert und erkennen die Krankheit bei Männern oft erst spät.

Fazit
Egal, ob eine Frau oder ein Mann von einer Essstörung betroffen sind: Dahinter stecken oft tiefer liegende psychische Probleme, die einer psychotherapeutischen Behandlung und ebenso medizinischen Sicherung bedürfen. Darüber hinaus kann beispielsweise extreme Fettleibigkeit massive berufliche Schwierigkeiten nach sich ziehen – gerade dort, wo körperliche Arbeit gefragt ist. Das Leid von Menschen mit Essstörungen ist oft für Außenstehende nicht sichtbar und für die Betroffenen selbst von großer Scham und Unsicherheit geprägt.

Die Stiftung Bahn-Sozialwerk bietet mit qualifizierten Sozialarbeitern und dem Psychologisch-Therapeutischen Fachdienst in psychischen und gesundheitlichen Fragen eine erste Anlaufstelle, um weitergehende Hilfe und Besserung auf den Weg zu bringen. Wenn Sie Unterstützung benötigen, dann rufen Sie uns unter der gebührenfreien Telefonnummer 0800 0600 0800 an (Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr) und Sie werden direkt zu einem Sozialarbeiter weitergeleitet. Selbstverständlich können Sie sich auch per E-Mail bei uns melden: sozialberatung@bsw24.de

Quellen: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA), Bundesministerium für Gesundheit, Internetportal magersucht.de

– Antje Krause

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„Das hat mir richtig gut getan.“

Die Geschichte der Familie Trapp Felix leidet an Duchenne-Muskeldystrophie (Muskelschwund), einer Erbkrankheit, die im Kleinkindalter beginnt und nur Jungen betrifft. Felix ist jetzt…

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„Das hat mir richtig gut getan.“

2017-03-14

Die Geschichte der Familie Trapp

Felix leidet an Duchenne-Muskeldystrophie (Muskelschwund), einer Erbkrankheit, die im Kleinkindalter beginnt und nur Jungen betrifft. Felix ist jetzt zehn Jahre alt und ein aufgeweckter Junge, der mit seiner Krankheit gut zurechtkommt. Doch die Belastung ist hoch – besonders für die Mutter, die auch für Felix‘ jüngere Zwillingsschwestern da sein muss.

Auszeit für pflegende Angehörige
Kathleen Trapp arbeitet in Teilzeit bei der DB Regio in Fulda, ihr Mann Jürgen Trapp war lange Triebfahrzeugführer und ist mittlerweile pensioniert. Als dieser im BSWmagazin einen Artikel über die „Auszeit“ las, machte er seine Frau darauf aufmerksam.
„Mein Mann sagte gleich, ich solle das machen“, erzählt sie. „Wir sind froh darüber, dass es mit Felix so gut klappt: In der Schule macht er sich toll, und seine Schulbegleitung, die sogenannte Teilhabeassistenz, ist prima. Felix fährt dann nach der Schule alleine in seinem elektrischen Rollstuhl nach Hause. Aber es ist nicht leicht, die Bedürfnisse dreier Kinder unter einen Hut zu bringen.“

Zeit zum Durchatmen
Ganz zu schweigen von den Bedürfnissen der dreifachen Mutter: „Mir ist die Familie sehr wichtig und ich würde alles für sie tun. Aber ich komme manchmal an meine Grenzen.“
Eine echte Erleichterung im Alltag der Trapps ist der von den Stiftungen mitfinanzierte Fahrstuhlanbau, der seit knapp drei Jahren zumindest das Problem der sonst unüberwindbaren Treppen löst. Die seelische Belastung jedoch bleibt.
Um einerseits den pflegenden Angehörigen eine Auszeit zu ermöglichen, in der sie sich mit Menschen in ähnlichen Lebenssituationen austauschen können, und ihnen andererseits auch Rüstzeug zur Stärkung der eigenen Pflegekompetenz mitzugeben, hat das BSW eine einwöchige Auszeit für pflegende Angehörige in Bad Tölz zum Sonderpreis ins Leistungsportfolio aufgenommen. Das BSW-Ferienhotel Isarwinkel bietet eine hauseigene Sauna und eine Kooperation mit einem nahe gelegenen Sportstudio, beides kostenfrei während der „Auszeit“ nutzbar.

„Man wächst zusammen.“

Kathleen Trapp

Kathleen Trapp verbrachte mit sieben anderen pflegenden Angehörigen ihre „Auszeit“.
„Wir hatten in den acht Tagen richtig viel Programm – von Entspannungsübungen und Wanderungen über Workshops zum Stressmanagement und Seminare zur Selbstsorge für Pflegende bis hin zu Gesprächsrunden mit einer Therapeutin“, erzählt sie. „Das hat mir viel gebracht, und ich konnte trotzdem auch mal abschalten.“
Die Gruppe war im Alter zwischen Mitte 30 und knapp 80 Jahren und so unterschiedlich waren auch die persönlichen Erlebnisse und Erfahrungen.
„Es hat mir gut getan, mich mit den anderen auszutauschen, weil einem klar wird, dass man nicht alleine ist. Das ändert natürlich erst mal nichts an der eigenen Situation, aber es zeigt eben auch, dass man es schaffen kann. Manchmal hatte ich da allerdings schon mal das Taschentuch in der Hand“, erinnert sie sich.
„Wir sind richtig zusammengewachsen, saßen von Anfang an auch beim Essen immer an einem Tisch. Der Abschied tat mir dann auch fast ein bisschen weh, und mit einigen habe ich immer noch Kontakt“, resümiert Kathleen Trapp.

Auszeit für pflegende Angehörige ab 249 Euro
Termine 2017:
20. bis 27. Mai, 22. bis 29. Juli, 07. bis 14. Oktober, 18. bis 25. November

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„Mensch, Papa, wir sind doch nicht blöd!“

Die Bischs sind eine optimistische Familie: Ralf und Martina leben mit ihren aufgeweckten Zwillingen im ländlich gelegenen rheinhessischen Lörzweiler in einer kleinen Doppelhaushälfte.…

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„Mensch, Papa, wir sind doch nicht blöd!“

2017-02-22

Die Bischs sind eine optimistische Familie: Ralf und Martina leben mit ihren aufgeweckten Zwillingen im ländlich gelegenen rheinhessischen Lörzweiler in einer kleinen Doppelhaushälfte. Den Optimismus haben sie sich hart erkämpft, denn mit der Geburt der Kinder im Juli 2002 änderte sich alles.
Mareike und Robin kamen fast elf Wochen zu früh auf die Welt. Bei Kontrollterminen stellte sich heraus, dass die Zwillinge infolge eines Sauerstoffmangels an Cerebralparese leiden, einer frühkindlichen Gehirnschädigung mit Störungen des Nervensystems und der Muskulatur.
„Erfahren haben wir davon, als uns die Ärztin im Krankenhaus quasi im Vorbeigehen zurief: ‚Ihre Kinder werden nie laufen können.‘ Das war natürlich ein Schock – die Tatsache als solche und auch, es so unvorbereitet zu hören. Dass die Ärzte sich keine Zeit genommen haben, uns in Ruhe aufzuklären, das beschäftigt mich heute noch“, erinnert sich die Mutter.

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„Irgendwie kommt man da durch.“
Danach standen unzählige Untersuchungen und Operationen an. „Schlimm war, als beide die Beine bis oben eingegipst hatten, Mareike sogar sechs Wochen lang. Da war sie noch keine vier Jahre alt“, erzählt Ralf Bisch. „Auch bei Robin war es kaum zu ertragen, ihn so leiden zu sehen. Er konnte nicht schlafen, und wir mussten hilflos zusehen.“
Mittlerweile sind die Zwillinge 13 Jahre alt und sitzen in Rollstühlen. Auf den Mund gefallen sind sie allerdings nicht. Sie gehen auf die gleiche Schule mit dem Förderschwerpunkt motorische Entwicklung, achten aber sorgsam darauf, eigene Freundeskreise zu haben und auch ihren Sport – beide schwimmen sehr gerne und gut – möglichst unabhängig voneinander auszuüben.

„Die Stufen sind einfach furchtbar.“
„Wasser ist für beide ganz wichtig, da brauchen sie uns nicht. Im täglichen Leben müssen wir sonst ja immer da sein“, sagt Martina Bisch, die seit 1980 bei der Bahn ist und als Reiseberaterin am Mainzer Hauptbahnhof arbeitet – in Teilzeit, denn der Terminkalender ist mit Arztbesuchen und Therapien vollgestopft.
„Und das mit zwei Rollis. Da kommt man oft an seine Grenzen“, ergänzt Ralf Bisch, der fast genauso lange bei der Bahn arbeitet wie seine Frau, mittlerweile im Anforderungsmanagement für das neue Vertriebssystem.

Aufzug für mehr Selbstbestimmung
Als die Bischs vor der Geburt der Zwillinge in die Doppelhaushälfte einzogen, da konnten sie nicht ahnen, dass schon die Stufen vor der Haustür zur Falle würden. „Der Schulbus setzt die beiden ab – und dann stehe ich da“, erklärt Martina Bisch. „Mittlerweile kann ich sie nicht mehr tragen, und alleine mit dem Rolli, dafür ist unsere Rampe einfach zu steil. Im Haus warten dann noch weitere Stufen.“
Dass sich das Leben deshalb fast ausschließlich im Wohnzimmer im Erdgeschoss abspielt, daran haben sich die Eltern gewöhnt. „Wir kümmern uns sehr gerne um unsere Kinder“, betont Ralf Bisch. „Aber jetzt in der Pubertät brauchen die beiden auch mal ihre Zeit alleine.“ Und Mareike ergänzt: „Der Robin ist immer so laut!“ Die einzige Möglichkeit ist ein Aufzuganbau – aber der ist teuer.

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„Unsere Dankbarkeit ist kaum in Worte zu fassen.“

Wegen der Kosten scheiterte das Projekt fast. Doch nach einem Zeitungsartikel über die Familie erhielt sie viele Spenden, auch von privater Seite. „Es hat sogar jemand an der Tür geklingelt und mir persönlich Geld gegeben“, erzählt Martina Bisch immer noch sichtlich bewegt.
„Und dann hatten wir auch noch vom BSW die Zusage zur Unterstützung. Wie belastend die Situation für uns war, haben wir erst gemerkt, als alles von uns abfiel, weil das BSW und so viele Menschen uns helfen“, fasst Ralf Bisch zusammen.

„Wir sind nicht blöd, wir sind 13!“
Über den Aufzug freuen sich nicht nur die Eltern, sondern auch die Zwillinge – schon alleine deshalb, weil der Vater endlich aufgehört hat, seinen Kindern technische Details zum Bau zu erklären. „Mensch, Papa, wir sind doch nicht blöd!“, sagt Robin, und Mareike hat dem ausnahmsweise einmal nichts hinzuzufügen.
Dieses Lebhafte und Offene haben die Kinder sicher von ihren Eltern. Hier wird nichts verschwiegen, auch wenn es vielleicht einmal unbequem ist. Das zeichnet die Bischs aus: Jeder darf seine Meinung haben, seine Wünsche äußern. Die Familie meistert ihr Leben gemeinsam und gleichberechtigt – vielleicht eines der Erfolgsrezepte für Glück.

Die Stiftung EWH hat den Aufzug der Familie Bisch bezuschusst.

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Manfred Vogt sehr schrieb am 20.02.2017

Sehr guter Hintergrundbericht.

mascha simon-roßbach schrieb am 20.02.2017

eine wirklich tolle familie. die kinder sind stark und selbstbewußt und die eltern einach nur klasse drauf.... alles liebe!

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Mehr Leistungen in der Pflege

Die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf ist ein wichtiger Teil der BSW-Sozialberatung. Mit dem Pflegestärkungsgesetz II hat sich seit 1. Januar 2017 für Pflegebedürftige und pflegende…

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Mehr Leistungen in der Pflege

2017-02-15

Die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf ist ein wichtiger Teil der BSW-Sozialberatung. Mit dem Pflegestärkungsgesetz II hat sich seit 1. Januar 2017 für Pflegebedürftige und pflegende Angehörige viel geändert – in den meisten Fällen erhalten sie mehr Leistungen als zuvor.
Hier ein kurzer Überblick über die wichtigsten Neuerungen:

• Der Pflegebedarf wird nicht mehr in drei Pflegestufen, sondern in fünf Pflegegrade unterteilt. Dabei richtet sich der Bedarf danach, wie eingeschränkt die Pflegebedürftigen in ihrer Selbstständigkeit sind – je höher die Einschränkung, desto höher der Pflegegrad.
• Die Einschränkungen werden mit einem neuen, deutlich umfangreicheren Gutachten erfasst. Das Instrument, das zur Begutachtung dient, erfasst die Situation der Pflegebedürftigen individuell in sechs Bereichen, darunter zum Beispiel die Mobilität, die Fähigkeit zur Selbstversorgung sowie die kognitiven und kommunikativen Fähigkeiten. So werden körperliche, geistige und psychische Beeinträchtigungen gleichermaßen berücksichtigt.
• Auch die Leistungen für Pflegebedürftige und pflegende Angehörige wurden deutlich erhöht. Wer bereits vor Inkrafttreten des Gesetzes eine Pflegestufe hatte, wird automatisch in den nächsthöheren Pflegegrad eingestuft. Aus Pflegestufe I wird also ganz automatisch Pflegegrad 2.

So tiefgreifende Veränderungen werfen bei den Betroffenen natürlich viele Fragen auf. Wenn auch Sie Fragen dazu haben, helfen Ihnen die BSW-Sozialarbeiter gerne weiter. Kommen Sie einfach zu den regelmäßigen Terminen zur Pflegeberatung – auch in Ihrer Region. In Ihrem zuständigen BSW-Servicebüro erhalten Sie weitere Informationen und können sich zu den Terminen anmelden.
Oder rufen Sie unsere gebührenfreie Sozialrufnummer an: 0800 0600 0800

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„Der Diamant brachte uns zusammen.“

Das Glück wartet an jeder Ecke, man muss ihm nur manchmal auf die Sprünge helfen. Vor 15 Jahren fasste sich Gertraud Albrecht ein Herz und schaltete eine Kontaktanzeige im BSWmagazin.…

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„Der Diamant brachte uns zusammen.“

2017-02-14

Das Glück wartet an jeder Ecke, man muss ihm nur manchmal auf die Sprünge helfen.
Vor 15 Jahren fasste sich Gertraud Albrecht ein Herz und schaltete eine Kontaktanzeige im BSWmagazin. Eine einzige Zuschrift erhielt sie darauf – doch die traf voll ins Schwarze.

In Ausgabe 4/2001 des BSWmagazins veröffentlichte die Berlinerin unter „Single sucht …“, dem Vorläufer der heutigen Rubrik „Menschen verbinden“, folgenden Text : „Vielseitig interessierte und agile Witwe 68/167, NR, hofft durch gemeinsame Unternehmungen mit einem liebenswerten Natur- und Kulturfreund neuen Auftrieb zu erhalten.“

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Die einzige Zuschrift, die sie darauf erhielt, stammte von Ulrich Körner. „Es stellte sich heraus, dass wir sehr viele gemeinsame Hobbys haben und nur zwei Kilometer voneinander entfernt wohnen“, erzählt die Ruheständlerin. Als Stichwort hatte sie „Diamant“ gewählt, ihre Fahrradmarke. Der Zufall wollte es – oder war es Schicksal? –, dass auch Ulrich Körner ein Fahrrad dieser Marke besaß. „Der Diamant brachte uns zusammen“, sind sich die beiden jedenfalls einig.

So beständig wie der Edelstein ist seither auch ihre Liebe: „Ein glücklicheres Paar als uns gibt es wohl kaum. Auch unsere Kinder harmonieren zusammen, und wir sind eine echte, gut funktionierende Großfamilie.“ 2017 feiert Ulrich Körner seinen neunzigsten Geburtstag mit seinen Kindern, Enkeln, Urenkeln – und natürlich auch mit seiner Lebensgefährtin und ihrer Familie.

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Auch heute bringt das BSWmagazin mit seiner Rubrik „Menschen verbinden“ BSW-Förderer zusammen – zum Verreisen, zur Freizeitgestaltung, zu gemeinsamen Wohnprojekten oder einfach zum Glücklichsein. Suchen auch Sie einen Menschen für eine schöne gemeinsame Zeit? Dann schicken Sie uns eine kurze Kontaktanzeige per E-Mail an redaktion@bsw24.de, die wir gerne im BSWmagazin veröffentlichen. Wir freuen uns darauf und drücken die Daumen!

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