"Das BSW passt gut zu mir."

2018-05-02

Marc Maier, Auszubildender Fachinformatiker, Fachrichtung Anwendungsentwicklung, bei der DB Systel GmbH, im Gespräch mit dem BSW

„Programmieren macht mir Spaß.“
Machen wir uns nichts vor: Wenn man 19 Jahre jung ist, dann denkt man üblicherweise eher daran, was man am Samstagabend macht, als daran, was in fünf Jahren ist. Marc Maier ist eine Ausnahme. Das mag daran liegen, dass er schon früh seine Leidenschaft fürs Programmieren entdeckt hat und darüber hinaus die Möglichkeit hatte, im Zuge eines Schülerpraktikums erste Eindrücke zu sammeln: „Ich habe in der 9. Klasse ein Praktikum bei DB Systel gemacht, und dies hat mir so sehr gefallen, dass ich mich für eine Ausbildung dort entschloss.“ Da Marc Maier alle Voraussetzungen erfüllte, konnte er nach der Mittleren Reife problemlos dort anfangen.
„Ich wollte die Schule eigentlich erst weitermachen, aber ‚nur‘ die Fachhochschulreife erlangen. Dafür hatte ich allerdings nicht die richtigen Noten“, erzählt der gebürtige Frankfurter, der mit seinen Eltern in Maintal lebt, bescheiden. Er meint damit nämlich, dass sein Notendurchschnitt sogar für die Zulassung zum Abitur gereicht hätte. „Zu diesem Zeitpunkt hatte ich dann aber doch gar keine Lust mehr auf Schule und entschied mich zu gehen.“

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„Wir lernen hier viel.“
Die Ausbildung bei DB Systel scheint dem 19-Jährigen wie auf den Leib geschnitten zu sein – insbesondere, weil er nicht im stillen Kämmerlein vor sich hin programmiert, sondern gemeinsam mit den anderen Azubis arbeitet. „Angefangen hat alles mit einem einwöchigen Praktikum. Wir bekamen unsere Rechner, und uns wurde gezeigt, wie man sich zurechtfindet. Als Tool nutzen wir den AEP (Ausbildungs-Einsatz-Plan): Über diese Plattform können wir einsehen, wann wir in welcher Abteilung eingeteilt sind, wo andere Azubis zur Zeit sind, wann der nächste Schulblock ist, und wir müssen unsere Wochenberichte nicht mühselig von Hand schreiben, sondern können dies online machen.
Es gibt drei Ausbildungsberufe bei uns: die Systemintegration, die Systemkaufleute und wir Anwendungsentwickler. Jeder Azubi durchläuft verschiedene Abteilungen, um alles kennenzulernen. Unterstützt wird die Ausbildung durch Seminare über Themen wie Linux, Windows Server, Datenbanken, mobile Entwicklung usw. Gegen Ende findet jeder dann seine Heimatabteilung, in die er übernommen wird“, erklärt Marc Maier. „Und in den letzten Jahren hat sich noch etwas Wunderbares entwickelt: das Ausbildungslabor im Silberturm. Früher kam es vor, dass Anwendungsentwickler in ihrer Ausbildung gar nicht programmiert haben; das ist dank des Ausbildungslabors nun Geschichte, weil es alle Azubis durchlaufen.“

„Ich will praktisch arbeiten und nicht theoretisieren.“
Marc Maier ist ein Tüftler – nur eben am PC. Wie sich anderen sofort erschließt, warum Schraube A in Windung B passt, so ist ihm klar, warum Formel Y zu Ergebnis Z führt. Deshalb hat er sich auch gleich für das Projekt „Ready4Systel“ interessiert, das auch Teil seiner Abschlussarbeit der Ausbildung sein wird, die er im Sommer beendet. „‚Ready4Systel‘ ist eine Plattform, auf der alle Azubis und Dual Studierende untereinander kommunizieren können. Auf DB Planet haben wir erst nach unserer Ausbildung Zugriff“, sagt der 19-Jährige.
„Sie besteht aus drei Komponenten: Neuigkeiten, einer Wissensdatenbank und einem Chat-Bereich – letzterer ist die Hauptfunktion, da wir uns hier unkompliziert miteinander austauschen können. Ein Team von vier Azubis kümmert sich um die Weiterentwicklung von ‚Ready4Systel‘, damit das System auch wirklich lebt. Es ist für uns einfach super, wenn wir Informationen erhalten und auch weitergeben können; manchmal sind das gar nicht so riesige Sachen, sondern vielleicht auch einfach mal der Tipp, ob es eine Kleiderordnung gibt oder wie ich eine Fahrkarte bestelle.“

„Das BSW passt gut zu mir.“

Marc Maier

Dass das Klischee des einsamen Programmierers nichts mit der Realität zu tun hat, beweist Marc Maier schon alleine dadurch, dass er – neben den Hobbys Jonglieren und Einrad-Hockeyspielen – aktiv bei der Freiwilligen Feuerwehr in Maintal ist. „Es ist mir wichtig, mich einzusetzen. Soziales Engagement heißt für mich, jedem zu helfen, egal ob es jemand ist, der sich in der Stadt nicht auskennt oder ein Verbrecher, der in einem brennenden Haus zu sterben droht. Und so abgedroschen es sich anhören mag, aber wenn ich drei Wünsche frei hätte, dann würde ich mir den Weltfrieden wünschen; außerdem, dass niemandem mehr Unrecht geschieht, und als dritten Wunsch hätte ich gerne Hilfe für alle Menschen in Not. Da passt das BSW doch eigentlich ganz gut rein“, lacht der 19-Jährige.
Tatsächlich hat Marc Maier erst seit einigen Monaten direkten Kontakt zu den Stiftungen. „Ich habe das erste Mal vom BSW gehört, als ich den Flyer in meiner Lohnabrechnung gesehen habe. Aber da war das alles, ehrlich gesagt, für mich noch ziemlich weit weg. Der direkte Kontakt kam dann über ‚Ready4Systel‘.“ Derzeit wird ausgelotet, inwiefern „Ready4Systel“ für die Stiftungen von Nutzen sein könnte: BSW und EWH möchten das Grundmodell gerne als Plattform für die BSW-Botschafter nutzen, damit diese schnell an die richtigen Informationen kommen, und planen ein Pilotprojekt, das Marc Maier federführend begleitet.

Wir drücken Marc Maier die Daumen für die anstehenden Prüfungen und wünschen ihm weiterhin viel Erfolg!