Plötzlich obdachlos - Zufluchtsort BSW-Hotel

2018-09-19

Für Familie Thalheim war es ein Schock: Bei einem Kabelbrand im Keller waren Rauch und giftige Gase entstanden, die in die Mietwohnung der frischgebackenen Eltern gelangten und sie unbewohnbar machten. So standen Tobias und Wenke Thalheim mit ihrem gerade einmal acht Wochen alten Sohn Anfang Mai 2018 auf der Straße.

Plötzlich obdachlos
Verrußt und vergiftet war alles, was das Paar besaß, vieles davon unrettbar verloren: „Die Küche, das Bad, die Babysachen im Keller, Kleidung für unseren Sohn Sebastian, die ein ganzes Jahr reichen sollte – alles mussten wir entsorgen“, erinnert sich die 29-jährige Mutter. „Aber es hätte noch schlimmer kommen können. Der Brand passierte tagsüber und nur mein Mann war zu Hause. Unser Glück war, dass wir das gesund überstanden haben.“ Bis die Wohnung und die noch nutzbaren Möbel jedoch wieder instand gesetzt sein würden, konnten Wochen oder sogar Monate vergehen, und so lange hatte die Familie keine Unterkunft.

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Finanzielle Ungewissheit
Auch auf die Finanzen der Koblenzer wirkte sich der Brand aus. Tobias Thalheim, der bei DB Cargo in Limburg angestellt ist, hatte gerade seine Elternzeit angetreten und verdiente entsprechend weniger als gewöhnlich. Seine Frau ist selbstständig und arbeitet von zu Hause aus. Da jedoch nichts aus der Wohnung benutzbar war – auch der Computer und die Akten nicht –, konnte Wenke Thalheim kein Geld verdienen. „Die finanzielle Ungewissheit belastete uns sehr“, fasst sie zusammen.

Hilfe für Sebastian
In seiner Not wandte sich der Familienvater an die Stiftungsfamilie BSW & EWH, deren Förderer er seit fünf Jahren ist, und bat um Unterstützung bei den Neuanschaffungen für den kleinen Sebastian: „Es war nicht einfach für uns, um Hilfe bitten zu müssen, aber wir wussten nicht mehr weiter.“ In einem Telefongespräch schilderte Tobias Thalheim dem zuständigen Sozialarbeiter seine Situation, der ihm eine finanzielle Soforthilfe zusicherte. Doch schnell wurde klar, dass das nicht ausreichen würde – die Familie brauchte darüber hinaus dringend ein Dach über dem Kopf.

„Das war unsere Rettung.“
Nach kurzer Zeit stand das Angebot: Die Familie konnte im BSW-Hotel Lindenbach in Bad Ems Quartier beziehen, und zwar so lange es nötig sein würde. „Als ich das erfahren habe, kamen mir die Tränen“, erinnert sich Wenke Thalheim, die mit ihrer Familie sieben Wochen in dem Hotel verbrachte, bevor sie wieder in ihre Wohnung ziehen konnte. „Wir sind wirklich dankbar für die schnelle und effektive Hilfe der Stiftungsfamilie. Das war unsere Rettung.“ Ein besonderer Dank der Thalheims geht an das Hotelpersonal, das dafür gesorgt hat, dass sich die Familie fast wie zu Hause fühlen konnte.